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18.04.2023 | 05:10

Zurückgeblieben und chancenreich – ThyssenKrupp, Desert Gold, Deutsche Bank

  • Märkte
  • Rebound
Bildquelle: pixabay.com

In den dynamischen und volatilen Finanzmärkten ist die Suche nach Anlagemöglichkeiten, die überdurchschnittliche Renditen bieten, eine ständige Herausforderung für Investoren. Dabei lohnt es sich oft, einen Blick auf zurückgebliebene Aktien, die durch Sondersituationen belastet wurden, zu werfen. Neben Unternehmen aus dem Bankensektor bietet sich bei kleineren Explorationsunternehmen am Markt der Edelmetalle eine langfristig attraktive Einstiegschance.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , DEUTSCHE BANK AG NA O.N. | DE0005140008 , THYSSENKRUPP AG O.N. | DE0007500001

Inhaltsverzeichnis:


    ThyssenKrupp mit Hebel

    Vor einigen Jahren gründete der Stahlkonzern ThyssenKrupp AG eine eigene Wasserstoffsparte, um die Dekarbonisierung der Wirtschaft zu forcieren. Dabei spielt die Tochtergesellschaft ThyssenKrupp Nucera eine entscheidende Rolle und soll grünen Wasserstoff mittels Wasserelektrolyse und ausschließlich erneuerbarer Energien produzieren. Dieser Wasserstoff soll dann in den Brenn- und Hochöfen der Stahlindustrie eingesetzt und der überschüssige Wasserstoff an andere Branchen abgegeben werden. Dadurch können große Mengen an CO2-Emissionen eingespart werden. Ebenso kann Wasserstoff auch als Basisrohstoff für die Produktion von Ammoniak, Methanol sowie als Treibstoff und Düngemittel weiterverarbeitet werden.

    Obwohl ThyssenKrupp noch keinen genauen Zeitplan für den Börsengang seiner Tochtergesellschaft genannt hat, wird erwartet, dass die Unternehmensbewertung bei etwa 3 bis 4 Mrd. EUR liegen soll. Mit einem Anteil von 66 % an Nucera würde ein vollständiger Verkauf der Anteile einen Sondererlös von 2 bis 2,6 Mrd. EUR bedeuten. Dies könnte dazu führen, dass ThyssenKrupp Bewertungsreserven realisiert und die Marktkapitalisierung des Unternehmens weiter steigt. Derzeit wird ThyssenKrupp an der Börse mit 4,46 Mrd. EUR bewertet.
    Aktuell notiert ThyssenKrupp bei 7,31 EUR. Mit dem Überwinden des bisherigen Jahreshochs bei 7,49 EUR wäre der Weg zumindest bis zum nächsten Widerstand bei 9,21 EUR frei.

    Desert Gold – Gute Entwicklung, schwache Kurse

    Dass die Kurse von kleineren Explorationsunternehmen am Anfang eines langfristigen Trends im Edelmetallsektor die ersten Steigungen ignorieren, ist eher die Regel als die Ausnahme. Bestätigt sich dieser Trend jedoch, performen diese mit einem deutlichen Hebel den Basispreis sowie größere Goldproduzenten meist aus. Am Beispiel von Desert Gold ist dieses Phänomen deutlich zu sehen. Während der Goldpreis seit Anfang März eine Performance von 13 % aufs Parkett legte und die psychologisch wichtige Marke von 2.000 USD je Unze zurückerobern konnte, steht bei der Performance der Kanadier eine schwarze Null, obwohl die Entwicklungen für die Zukunft mehr als vielversprechend sind.
    Mit dem SMSZ-Projekt in Mali besitzt Desert Gold mit 440 qkm eine der größten nicht-produzierenden Landflächen in Westafrika. In der Nachbarschaft befinden sich mehrere produzierende Minen, unter anderem von Barrick Gold, Allied Gold, Endeavour Mining sowie B2Gold. Das Grundstück SMSZ beherbergt gemessene und angezeigte Mineralressourcen von insgesamt rund 1,1 Mio. Unzen. Insgesamt wurden bislang in der Umgebung mehr als 23 Goldzonen entdeckt, die erschlossen und nach wirtschaftlichen Gehalten analysiert werden sollen.
    Bislang hat Desert Gold 45 Bohrlöcher mit über über 2.067 m auf vorrangigen Boden- und Strukturzielen in der Nähe der Goldlagerstätten Mogoyafara South und Gourbassi West North zurückgelegt. Rund 500 m südlich der Goldlagerstätte Mogoyafara South (Schätzung der vermuteten Mineralressourcen im Umfang von 412.800 Unzen Gold mit einem Gehalt von 1,05 g/t) wurde nun mit der Exploration einer neuen, 400 m langen und 50 bis 75 m breiten Zone gestartet. Bisherige Proben ergaben einen Goldgehalt von 1,55 g/t.

    Desert Gold CEO Jared Scharf: „Ich bin immer wieder angenehm überrascht, wenn auf unserem Konzessionsgebiet SMSZ neue handwerkliche Abbaustätten auftauchen. Diese neuen Aktivitäten bekräftigen uns in der Überzeugung, dass wir mit weiteren Arbeiten neue Goldzonen auf unserem Konzessionsgebiet entdecken werden. Ich freue mich auch, dass wir mehr Bohrlöcher als geplant absolvieren konnten und immer noch unter dem Budget liegen. Wir sehen der baldmöglichsten Veröffentlichung dieser Ergebnisse entgegen."

    Der Firmenlenker stellt sich in der nächsten Woche anlässlich der „mines and money connect“ in London der breiten Anlegerschaft. Zudem ist er am 10.5. beim virtuellen IIF- International Investment Forum vertreten.

    Deutsche Bank – das Schlimmste vorüber?

    Die vergangenen Monate waren für die Banken- und Finanzdienstleistungsbranche nicht leicht. Neben der Pleite der Silicon Valley Bank sorgten vor allem Turbulenzen um die einstige Schweizer Großbank Credit Suisse, die jetzt unter den Mantel der UBS schlüpfte, für hohe Kursabschläge. Auch die Deutsche Bank konnte sich mit Kursverlusten von in der Spitze 35 % auf einen Jahrestiefststand bei 7,95 EUR der Abwärtsspirale nicht entziehen. Seit Ende März beruhigten sich die Sorgen um eine ausufernde Bankenkrise. Die Aktie konnte sich bis auf ein Kursniveau bei 9,90 EUR deutlich erholen. Nächstes Ziel wäre das Schließen der Kurslücke bei 11,47 EUR.

    Rückenwind für die ganze Bankenbranche könnten besser als erwartete Ergebnisse zum ersten Quartal aus den USA bescheren. Den Anfang machte dabei JP Morgan, die von den Zinserhöhungen der Notenbank profitieren konnten und den Nettogewinn im ersten Quartal um 52 % auf 12,6 Mrd. USD steigern konnten. Der Zinsüberschuss wuchs um 49 % auf 20,8 Mrd. USD gegenüber dem Vorjahresquartal. Durch die Unsicherheiten auf Seiten der Konjunktur musste JP Morgan jedoch die Risikovorsorge um satte 56 % auf 2,3 Mrd. USD anheben.


    ThyssenKrupp besitzt mit dem geplanten Börsengang seiner Tochter Potenzial. Positive Quartalszahlen der US-banken könnten den Kurs der Deutschen Bank weiter beflügeln. Die positive Entwicklung im Geschäftsprozess spiegelt sich noch nicht im Aktienkurs von Desert Gold wider.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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