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01.04.2021 | 04:50

Visa, Upco International, Paypal – Ein Meilenstein!

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  • Bitcoin
Bildquelle: pixabay.com

Lange Zeit konnte man sich Kryptowährungen nur als Spekulationsobjekte vorstellen. Als Wertaufbewahrungsmittel oder gar Zahlungsmittel dagegen lehnte man Bitcoin, Etherum und Co. dagegen ab. Eine Währung sollte möglichst stabil sein. Doch nun wagen die ganz großen Zahlungsanbieter den Schritt, die größten Kryptos als Zahlungsmittel anzubieten. Die Frage ist, ob dahinter nicht ein geschickter Marketing-Schachzug steckt. Man darf in der nächsten Zeit interessiert verfolgen, ob sich Bezahlung durch virtuelle Währungen in der Gesellschaft durchsetzen wird. Es wäre ein weiterer Durchbruch in der jungen Geschichte der Kryptowährungen.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Feulner
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Visa - Elon macht Druck

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Den Anfang, Bitcoin & Co. als Zahlungsmittel salonfähig zu machen, machte natürlich der Innovationsführer und Tesla-Boss Elon Musk. Nicht nur, dass Tesla mit seinem Firmenvermögen Bitcoin im Gegenwert von 1,5 Mrd. USD kaufte ließ die Community aufhorchen. Viel interessanter ist der Umstand, dass Käufer aus den Vereinigten Staaten in Zukunft mit Bitcoins bezahlen können. Mit diesem Schachzug scheint Musk es geschafft zu haben, dass die Kryptowährungen als Zahlungsmittel anerkannt werden und machte somit indirekt Druck auf die großen Zahlungsanbieter, nachzuziehen.

So kündigte Anfang der Woche einer der größten Zahlungsanbieter, Visa, aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach neuen Zahlungsoptionen an, die Cyberdevise USD Coin für Zahlungen zu akzeptieren. Der Stablecoin, der auf der Etherum-Blockchain basiert, ist direkt an den US-Dollar gekoppelt. Auch der Konkurrent MasterCard will zukünftig auf Kryptowährungen für Investitions- und Zahlungszwecke setzen.

PayPal - Checkout with Crypto

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Last but not least in dieser ereignisreichen Krypto-Woche, in der der Bitcoin wieder nahe seinem Hoch bei 60.000 USD notiert, zog auch PayPal nach. Zukünftig soll es über PayPal möglich sein, Kryptowährungen als normales Zahlungsmittel zu verwenden. Laut einer Mitteilung soll das Angebot namens "Checkout with Crypto" ähnlich funktionieren wie die Zahlung mit klassischem Geld. Voraussetzung sei laut dem Unternehmen ein Konto in einer der vier bekanntesten Kryptowährungen Bitcoin, Litecoin, Ethereum oder Bitcoin Cash. So soll nach Prüfung über ausreichend Kontoguthaben, um eine Transaktion durchzuführen, die Kryptowährung automatisch als Zahlungsoption angeboten werden. Bestätigt der Nutzer die Transaktion, wandelt PayPal den Betrag von der Kryptowährung automatisch in den Gegenwert einer klassischen Währung um.

Upco International – Innovation aus Kanada

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Sollte sich das Bezahlen mit virtuellen Währungen als Erfolg erweisen, dürfte es nicht lange dauern, bis das Feature beim Bezahldienst Upco Pay implementiert wird. Für Innovationen ist das Management von Upco International immer offen. Nach dem erfolgreichen Turnaround und der Neustrukturierung des Unternehmens in zwei Segmente erwarten die Kanadier für 2021 ein starkes organisches Wachstum, vor allem im Wholesale-Telekommunikationsbereich, der in Zukunft unter dem Namen Oktacom Inc. firmieren wird.

Das Segment ist mit dem klassischen Telekommunikations-Großhandel gleichzusetzen. Durch das Pooling kleinerer Kunden können bessere Vertragsbedingungen mit den internationalen Telekommunikationsanbietern beim grenzüberschreitenden Telefonverkehr erzielt werden. Der Bereich Wholesale Telecom wird von Upco International koordiniert, aber operativ von zweckbestimmten Firmen verwaltet, die im Laufe der Zeit in die Unternehmensgruppe integriert werden sollen. Aktuell hat das Unternehmen mehr als 2 Akquisitionsziele im Bereich Telekommunikation im Auge, die sich in einem frühen Stadium der Due Diligence befinden. Die Zielobjekte sollen jeweils die führenden Telekommunikations-Großhandelsunternehmen in einem begehrten Nischenmarkt sein und eine mehrjährige Erfolgsbilanz bei Umsatzwachstum und Rentabilität aufweisen können.

Im Bereich Digital Services stehen Voice- und Daten-Services sowie digitale Zahlungen und vor allem Geldtransfers im Mittelpunkt. Die Voice- und daten-Services wie Voice- over IP und Chats werden über UpcoNet abgewickelt, während digitale Zahlungen über UpcoPay laufen sollen. Beim Bezahldienst UpcoPay, der auf einer Blockchain basiert, wird es möglich sein, Geld aufzuladen, Zahlungen abzuwickeln oder auch Devisen zu transferieren, ohne dass man ein Konto einrichten oder sensible Bankdaten eingeben muss.

Im Laufe des Jahres sollen dann Upco-Benutzer in Europa UpcoPay nutzen können, um Geld einfach, sicher und ohne die Verwendung einer Kredit- oder Debitkarte zu senden und zu empfangen. Dabei sollen die Transaktionsgebühren weit unter derer der Konkurrenz wie PayPal oder Western Union liegen. Der Launch des Bezahldienstes in ganz Europa soll mit dem finnischen Partner Enfuce erfolgen. Hoch bei 0,30 EUR Anfang Februar erreicht. Seitdem korrigiert der Wert und befindet sich aktuell in einer Bodenbildungsphase im Bereich von 0,18 EUR. Der Start des Dienstes dürfte auch der Aktie weiteren Auftrieb verleihen.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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