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21.07.2022 | 05:33

Mercedes Benz, Volkwagen, dynaCERT: Luxus-Shopping, Retrobranding und anwendbare grüne Technologie

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Bildquelle: pixabay.com

Die Zukunft des Automotive ist geprägt von emissionsfreien Antrieben. Bald wird der Mercedes zum Zahlungsgerät durch eine Fingerabdruck-Technologie im Cockpit. Es wird erste Automobilunternehmen weltweit sein, das ein Visa Cloud Token Framework in seine Fahrzeuge einbindet. Konkurrenz Volkswagen hingegen setzt auf Retrobranding und stärkt das USA Geschäft mit eigener Pick-Up Marke, voll elektrisch. Für nachhaltige Reduktion von Treibhausgasen hingegen bietet dynaCERT eine anwendbare Technologie für Dieselmotoren aller Art. Wie weit das Unternehmen mit einer Entwicklung ist, erfahren Investoren im September auf der IAA in Hannover.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Juliane Zielonka
ISIN: MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 , VOLKSWAGEN AG ST O.N. | DE0007664005 , DYNACERT INC. | CA26780A1084

Inhaltsverzeichnis:


    Mercedes-Benz Group AG - Auto wird durch in-car-payment zum sicheren Zahlungsgerät

    Wer kennt es nicht, alle Koffer und Taschen für den Urlaub sind gepackt, die Gattin samt Hund an Bord verstaut. Beim nächsten Tankstellen-Stop durchfährt es einen wie ein Blitz: Die Kreditkartenbörse liegt zu Hause auf dem Schreibtisch und das Bargeld reicht nicht, um den Tankwart zu entlohnen. Mercedes Fahrer blicken dieser Situation in Zukunft gelassen entgegen. Laut S&P Capital Pro starten die Daimler Mobility AG eine neue globale Technologiepartnerschaft mit dem Finanzdienstleistungsunternehmen Visa Inc., um "native" Zahlungen im Auto anbieten. Ab Frühjahr 2022 können Kunden der Mercedes-Benz AG in Großbritannien und Deutschland Zahlungen mit einem Fingerabdrucksensor im Auto durchführen. Das gesamte Auto verwandelt sich dank authentifiziertem Fingerabdruck in ein Zahlungsgerät.

    Das sogenannte Mercedes Pay ist ein Bestandteil der Mobilitäts- und Digitalisierungsstrategie von Mercedes-Benz und ein neues Geschäftsfeld des Automobilkonzerns. Das Automobil mutiert zur Zwei-Faktor-Zertifizierung. Wenn also in Zukunft z.B. ein SUV-Fahrer aus München-Schwabing mit der Gattin unterwegs ist, steht einem spontanen Kurzurlaub in Sankt Moritz nichts mehr im Wege. Alles wird aus dem Auto heraus organisiert und sicher bezahlt.

    Was nach einer Marketing-Spielerei im gehobenen Segment anmutet, öffnet der Mercedes-Benz Group AG ungeahnte Möglichkeiten für Joint Ventures im neuen Mercedes Pay Segment. Von passenden Luxus-Brands in der Fashion-Industrie, Unterhaltungselektronik, Sport und Freizeit - die Partnerschaften im Digital-Commerce ermöglicht der Mercedes Benz Gorup AG eine noch stärkere Markenbindung. Aus Value Investing Perspektive stärkt der Automotive-Konzern damit seinen Markenkern und erhöht seinen Burggraben. Die Sicherheit, die Mercedes als Wert verankert, überträgt sich zukünftig auch auf den Zahlungsverkehr durch die “in-car payment” Technologie. Es bleibt die Frage offen, wie lange eine Exklusivität von Visa die Stuttgarter damit einzigartig macht.

    Volkswagen - Reallokation, Reset mit Retrobranding in den USA

    Die Reallokation des Volkwagen-Geschäfts ist angesichts des Ukraine-Konfliktes in vollem Gange. Um den dynamischen Marktbedingungen in Europa und insbesondere Deutschland gerecht zu werden, verlagert der Konzern einen Teil der Halbleiter-Produktion nach China, Nordamerika und dem Rest der Welt Dank der kurzfristigen Maßnahmen kann der Konzern einen Verkauf von 217.100 vollelektrischen Fahrzeuge (BEVs) an Kunden in China verbuchen (H1 2021: 170.900).

    Bei dem Elektroauto mit Batterie (BE) Auslieferungen nach Regionen liegt Europa mit 128.800 Fahrzeugen im ersten Halbjahr weiterhin klar an der Spitze. Das ergibt einen Anteil an der Konzernsumme von 59 % Auf dem zweiten Platz liegt China 29 % Auf die USA entfallen 8 % der weltweiten BEV-Auslieferungen der Volkwagen Gruppe.

    Die Pläne zum Turnaround nehmen auch in Deutschland langsam Form an. So startet der Baubeginn der hauseigenen Batteriegesellschaft “PowerCo” im heimsichen Salzgitter. Der Produktionsstandort wird für die weltweiten Batterieaktivitäten des Volkswagen-Konzerns verantwortlich sein. Ein Investitionsvolumen von über 20 Mrd. EUR ist für den Auf- und Ausbau geplant. Das Werk selbst ist der Startschuss einer VW eigenen Batterieoffensive: mit sechs Zellfabriken in Europa und weiteren Fabriken in Nordamerika. Inwieweit die Gaskrise den Bau und die Aufnahme der Produktion beinflusst ist aktuell noch nicht abzusehen.

    Zur Reallokations-Strategie gehört auch die Stärkung des Nordamerika-Geschäftes. Mit eigener eigenen Marke Scout will der Konzern laut Barron’s den Nordamerikanern bald 25 EV Modelle zur Verfügung stellen. Ganz auf die US-amerikanische Kundschaft abgestimmt, fokussiert sich Volkswagen auf vollelektrische Pick-ups und robuste SUVs.

    Wie einst schon FIAT bedient sich VW dabei eines Retrobrandings: das bekannt vertraute Scout-Modell aus den 60ern wird optisch und elektronisch auf den neuesten Stand gebracht. Früher wurde es als geländegängiges Freizeitfahrzeug für die ganze Familie vermarktet. Mit dem Elektronik-Modell beschreibt es das Lebens- und Freiheitsgefühl einer Generation des Aufbruchs in eine neue Zeit. Für VW ist die Elektrifizierung eine einmalige Chance, sich neu zu definieren. "Die Elektrifizierung ist für mich ein Reset", sagt Scott Keogh, der neu berufene CEO und Präsident der Scout Firma.

    dynaCERT - sauberer Strom aus Dieselmotoren

    In der Logistikbranche fahren derzeit viele Fahrzeuge mit Dieselkraftstoff. Um auch hier die CO2-Emission zu verringern, hat das kanadische Unternehmen dynaCERT eine Technologie entwickelt, die durch eine patentierte Technologie nachweislich die Kohlenstoffemissionen senkt und die Kraftstoffeffizienz verbessert. Die von dynaCERT entwickelte HG-Technologie verwandelt Dieselmotoren in sauberen Strom. Mit einer Reduzierung von Stockoxid um bis zu 88 %, Kohlenstoffmonoxid um 47 %, Schadstoff-Partikel um 55 % führt das Setup zu Kraftstoffeinsparungen von 6 bis 19 %.

    Stickoxid ist äußerst gesundheits- und umweltgefährdend, da es zur Bildung von Smog und saurem Regen beiträgt und das schützende troposphärische Ozon der Erde zerstört. Die Technologie spart dem Nutzer nicht nur Geld, sondern hilft den Unternehmen auch, umweltverträglich zu arbeiten. Stickoxid, Kohlenstoffmonoxid, Kohlenstoffdioxid und Partikel sind allesamt schädlich für die Umwelt und werden mit der HG-Technologie drastisch reduziert.

    dynaCERT hält die weltweiten Patente für die Mittel und Methoden zur Überwachung und Monetarisierung von Emissionsgutschriften im Rahmen der Emissionsreduzierung bei Dieselmotoren, in 12 verschiedenen Branchen. dynaCERTs Technologie ist in der Lage, Emissionsgutschriften zu erzeugen und verfügt über einen Mechanismus, mit dem der Endnutzer zu 50% an den Einnahmen beteiligt wird.

    Für Nutzfahrzeugebauer kann die Technologie von dynaCERT die Brücke bilden, bis der Umstieg auf EV Modelle vollzogen ist. Die geopolitischen Spannungen führen zu einem Kampf um seltene Erden, die für die Produktion von Elektrobatterien benötigt werden.

    Wer am Produktionsstandort Deutschland nach anwendbaren Alternativen sucht, kann dynaCERT persönlich kennenlernen auf der IAA in Hannover. Vom 20. - 25. September 2002, in Halle H24, Stand D15 steht das Team auch Investoren Rede und Antwort. Nutzfahrzeughersteller wie Daimler Truck, DAF, Ford, IVECO, MAN und Scania stellen ebenfalls aus und geben Einblick in ihre zukunftsweisenden Technologien.


    Die Mobilitätsbranche ist im Wandel. Während Mercedes-Benz verstärkt auf Neugeschäft durch Joint Ventures im Luxus-Segment setzt und das Auto zum Zahlungsmittel werden lässt, baut Volkswagen im Zuge der geopolitischen Spannungen verstärkt in Nordamerika sein Business aus. Mit dem Launch der eigenen Firma Scout will der Autobauer den US-Amerikanern 25 EV Modelle als Pick-Up und SUV anbieten. Doch die Zukunft braucht Brückentechnologien wie die Lösung von dynaCERT. Noch fahren Trucks auf der Straße mit Dieselmotoren - und das kanadische Unternehmen bietet auch hierfür eine Möglichkeit, den CO2-Ausstoß nachweislich zu reduzieren. Wer dynaCERT kennenlernen möchte, auf der disjährigen IAA in Hannover sind sie mit eigenem Stand vertreten.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Juliane Zielonka

    Die gebürtige Bielefelderin studierte Germanistik, Anglistik und Psychologie. Das aufkommende Internet in den frühen 90ern führte sie von der Uni zu Ausbildungen in Grafik-Design und Marketingkommunikation. Nach Jahren der Agenturarbeit im Corporate Branding wechselte sie ins Publishing und lernte ihr redaktionelles Handwerk bei der Hubert Burda Media.

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