Menü schließen




19.10.2023 | 05:10

Barrick Gold, Blackrock Silver, Deutsche Rohstoff – Die sicheren Häfen boomen

  • Gold
  • Silber
  • Öl & Gas
Bildquelle: pixabay.com

Einmal mehr waren kriegerische Ereignisse für die positive Entwicklung sowohl bei Edelmetall- als auch Energiewerten verantwortlich. So verteuerten sich seit dem Terrorakt der Hamas auf Israel sowohl Öl als auch Gold und Silber um mehr als 5 %. Nach den Korrekturen der vergangenen Wochen könnte sich speziell bei den Edelmetallen ein neuer Aufwärtszyklus herauskristallisieren.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , Blackrock Silver | CA09261Q1072 , DT.ROHSTOFF AG NA O.N. | DE000A0XYG76

Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Gold mit Aufschwung

    Während Gold seit dem Beginn der Korrektur im August 2020 lediglich rund 7 % nachgab, traf es sogar die größten Goldproduzenten deutlich härter. Die Nummer zwei nach Newmont, Barrick Gold, verlor in den letzten drei Jahren knapp die Hälfte des Börsenwertes und konnte sich nur marginal von dem Jahrestief bei 13,82 USD auf aktuell 15,87 USD lösen.

    Der Grund für die Gegenbewegung waren die vorläufigen Produktionsergebnisse für das dritte Quartal. Diese lagen um rund 3 % höher als im Vorquartal. Der Grund dafür war eine höhere Produktion in den Cortez-Minen in Nevada. Die gesamte vorläufige Goldproduktion des Unternehmens belief sich demnach auf 1,04 Mio. Unzen, gegenüber 1,01 Mio. Unzen im zweiten Quartal. In den ersten 9 Monaten betrug die Goldförderung 3 Mio. Unzen Gold.

    Wichtig ist vor allem der Blick auf die Gesamtproduktionskosten. Hier deutete das Unternehmen aus Toronto an, dass diese um 6 bis 8 % niedriger liegen als noch im zweiten Jahresviertel. Durch den sinkenden Kostendruck rechnet Barrick mit einem wesentlich besseren Schlussquartal.
    Neben Gold konnte ebenso die Kupferproduktion auf 112 Mio. Pfund angehoben werden. Die endgültigen Zahlen veröffentlicht der Major am 2. November.

    Blackrock Silver – Beeindruckende Ergebnisse

    Bei größeren Trendbewegungen am Goldmarkt, so ist es historisch widerlegt, verlieren kleinere Explorationsunternehmen überproportional. Dagegen wirken sie nach oben wie ein Hebelprodukt und performen sowohl den Basiswert, als auch größere Produzenten, deutlich aus. Die Voraussetzung für einen steigenden Goldpreis sind mit der Ausweitung von geopolitischen Konflikten sowie einer Wiederaufnahme der lockeren Geldpolitik gegeben. Auch mehrere Analysten sind optimistisch. So erwartet beispielsweise die Société Générale bis Ende 2024 einen Goldpreis von 2.200 USD je Unze.
    Somit dürfte nun die Zeit gekommen sein, sich bei fundamental starken Einzelwerten zu positionieren. Eine attraktive Einstiegsgelegenheit bietet die Aktie von Blackrock Silver, und zwar auf einem verbilligten Niveau von knapp 80 % zum Allzeithoch, welches im August 2020 bei 1,61 CAD erzielt wurde. Blackrock Silver konzentriert sich auf die die Entwicklung von Silber- und Goldprojekten im US-Bundestaat Nevada. Dabei konsolidiert Blackrocks Vorzeigeprojekt Tonopah West die westliche Hälfte des berühmten Silberdistrikts innerhalb des Walker Lane Trends. Der Silberdistrikt Tonopah produzierte in der Vergangenheit über 174 Mio. Unzen Silber und 1,8 Mio. Unzen Gold.

    Dabei sorgte die aktualisierte Ressourcenschätzung für eine gravierende Steigerung des Mineralbestandes um 135 % Silberäquivalent gegenüber der ersten Schätzung vom April 2022. Positiv ist ebenso die Tatsache, dass die Entdeckungskosten auf 0,29 USD pro Unze Silberäquivalent gesunken seien. Die aktualisierte Studie umfasst insgesamt 0,57 Mio. Unzen Gold und 47,74 Mio. Unzen Silber bzw. 100,04 Mio. Unzen Silberäquivalent. Aufgrund der aktualisierten Schätzung habe sich laut CEO Andrew Pollard die Grundfläche der Mineralisierung im Vergleich zur ersten Mineralressourcenschätzung mehr als verdoppelt, wobei sich der Gangkorridor durch die Einbeziehung des neuen Step-Out-Ziels nordwestlich jetzt über 3 km erstreckt.

    Zudem gebe es keine Anzeichen dafür, dass das System sowohl in Streichrichtung als auch in der Tiefe endet. Im Anschluss der Ergebnisse konnte die Blackrock Silver-Aktie zweistellig zulegen und liegt bei einem Kurs von 0,33 CAD nur marginal unter dem seit März 2022 etablierten Abwärtstrend.

    Deutsche Rohstoff – Es läuft wie geschmiert

    Der terroristische Akt der Hamas auf Israel und eine mögliche Eskalation im nahen Osten waren die Auslöser für steigende Rohstoff- und Edelmetallpreise. Seit dem Ereignis konnte die Nordseesorte Brent um rund 5 % zulegen. Im Zuge dessen performten auch Ölproduzenten wie die Deutsche Rohstoff, die mit 33,95 EUR nur knapp unter ihrem Allzeithoch aus dem Juni 2022 bei 34 EUR notiert. Seit Jahresbeginn beträgt der Kurszuwachs rund 38 %.

    Neben den steigenden Ölpreisen sorgten vor allem ein weiter florierendes Geschäft für die positive Grundstimmung bei der Deutschen Rohstoff AG. In neuesten Prognosen gehen die Heidelberger von Erlösen zwischen 188 Mio. bis 198 Mio. EUR aus. Bislang lag das Ziel bei 150 Mio. bis 185 Mio. EUR. Beim EBITDA traut sich die Deutsche Rohstoff nach zuvor geschätzten 115 Mio. bis 140 Mio. EUR nun 138 Mio. bis 148 Mio. EUR zu.

    Im kommenden Jahr werden Erlöse zwischen 190 Mio. und 210 Mio. EUR geplant, bei einem EBITDA zwischen 145 Mio. bis 180 Mio. EUR. Die Analysten von Alster Research erhöhten aufgrund der positiven Entwicklungen ihr Kursziel von zuvor 47,10 EUR auf 52,50 EUR. Der Abschlag zur Peer Group auf Basis des prognostizierten EV/EBITDA 23 und 24 liegt nun bei über 50 %, was ihre „Kaufen“-Empfehlung untermauere.


    Die Quartalszahlen des zweitgrößten Goldproduzenten Barrick Gold konnten eine Steigerung gegenüber dem Vorquartal aufweisen. Deutlich besser lief es auch bei der Deutschen Rohstoff, die ihre Prognose für 2023 und 2024 nach oben schraubte. Blackrock Silver konnte eine Steigerung von 135 % bei der aktualisierten Mineralressourcenschätzung liefern und dürfte bei den Explorationsunternehmen bei einem steigenden Gold- und Silberpreis zu den Favoriten gehören.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 17.04.2026 | 04:00

    Gold 4.800 USD - Völlig übersehen und mit Turbo im Kreuz! Desert Gold mit erster Förderung in 2026

    • Gold
    • Westafrika
    • Edelmetalle
    • Developer

    Nach einer Traum-Rally in den letzten 12 Monaten pausierte der Goldpreis knapp unterhalb der 5.000 USD-Marke. Der Grund: Sehr schnell kam es in 2025 bis Januar dieses Jahres zu einer 130 % Aufwertung des Edelmetalls auf 5.400 USD. Knappheiten und derivative Schieflagen vor allem im Silber katapultierten die Preise für physisches Metall nach oben. Bei den meisten Goldminen und fortgeschrittenen Explorern kam es zu Aufwertungen von bis zu 500 %. Desert Gold verdoppelte sich in diesem Zeitraum ebenso, von Investoren wurde aber die gute Ausgangslage für eine Aufnahme der Förderung in 2026 völlig übersehen. Das deutsche Researchhaus GBC setzt ein Kursziel von 0,93 CAD, das ist bei Kursen um 0,14 CAD ein Traum-Potenzial für den kanadischen Developer. Investoren sollten nicht vergessen: Gold-Investments sind ein Hedge-Instrument gegen die geopolitischen Verwerfungen dieser Tage. Es stabilisiert Portfolio-Erträge und fungiert als Kaufkraftgarant über Jahre. Ein tieferer Blick lohnt sich!

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 16.04.2026 | 05:30

    Lahontan Gold widerlegt Mythen und ist auf dem Weg zum Goldproduzenten ohne weitere Verwässerung

    • Lahontan Gold
    • Gold
    • Goldpreis
    • Goldproduktion
    • Finanzierung
    • Nevada
    • Explorer
    • Bohrprogramm

    Die meisten Goldentwickler an der TSX Venture eint ein trauriges Muster: viel Gerede, wenig Substanz, endlose Verwässerung. Bei Lahontan Gold läuft es anders. Es ist kein Grünwiesen-Projekt, sondern eine historische Mine mit Wasser, Strom und klarer Perspektive. Während andere vom großen Wurf träumen, hat dieses Team alte Bohrdaten bestätigt, eine Finanzierung abgeschlossen und die Weichen für die Goldproduktion gestellt. Wir sehen uns drei Mythen über Explorer an und warum dieses Unternehmen sie alle widerlegt.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 14.04.2026 | 04:00

    Traumrenditen mit Öl- und Gas! Zugreifen bei Pure One, Vorsicht bei BP, OMV und Nordex

    • Öl & Gas
    • Alternative Energien
    • Iran-Konflikt
    • Energiewende
    • Wasserstoff

    Das ist wirklich eine News! Nun wird die Straße von Hormus von US-Präsident Donald Trump unter Privatverwaltung gestellt. Unterbinden möchte er die bislang geduldeten Transporte der Iraner zugunsten von Staaten, die in diesem Nahost-Konflikt nicht mehr auf der Freundesliste geführt werden. Gleichzeitig beginnt ein Gemeinschaftsprojekt einzelner NATO-Verbündeter in der Sicherung der umstrittenen Meerenge, um zukünftige Transits wieder zu ermöglichen. Mit dieser Nachricht jagten die Energie-Rohstoffpreise gestern wieder gen Norden, auch wenn ein Teil der Aufschläge bereits am Nachmittag wieder egalisiert wurde. Im Fokus stehen wieder Öl- und Gas-Titel sowie auch einige alternative Energie- und Versorgeraktien. Die australische Pure One kann in diesem Umfeld seine Aktivitätenvielfalt in die ertragreichste Richtung lenken. BP, OMV und Nordex sind weit gelaufen, Analysten treten hier schon auf die Bremse. Ein genauer Blick lohnt sich.

    Zum Kommentar