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27.05.2025 | 06:00

Diese Rohstoff-Regel gilt nicht mehr: Barrick Gold, BHP Group, Globex Mining

  • Aktien
  • Rohstoffe
Bildquelle: Pexels.com

Der Bergbau befindet sich im Wandel: ESG-Kriterien spielen eine immer größere Rolle. Megatrends wie die Elektrifizierung von Mobilität und Industrie verändern die globale Nachfrage nach Rohstoffen. Zugleich gewinnt die Versorgungssicherheit wegen zunehmender geopolitischer Spannungen an Bedeutung. Wir beleuchten heute die drei Unternehmen Barrick Gold, BHP Group und Globex Mining und erklären, warum Investoren bei Rohstoff-Aktien umdenken müssen, weil alte Prinzipien heute nicht mehr gelten.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: GLOBEX MINING ENTPRS INC. | CA3799005093 , BHP GROUP PLC DL -_50 | GB00BH0P3Z91 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084

Inhaltsverzeichnis:


    BHP Group und Barrick Gold: Hohe Cashflows, doch Risiken bleiben

    Die Rohstoffindustrie ist vielseitig aufgestellt. Die meisten Leser werden bei dieser Branche an den Abbau von Gold, Silber, Kupfer oder auch anderen Rohstoffen denken. Die beiden Branchen-Giganten BHP Group und Barrick Gold sind damit erfolgreich geworden. Während es BHP mit dem Abbau von Industriemetallen in aller Welt zu einer Marktkapitalisierung von etwas mehr als 100 Mrd. EUR gebracht hat, gilt Barrick Gold mit seiner Marktkapitalisierung von rund 46 Mrd. EUR als bekanntester Goldförderer der Welt. Beide Unternehmen haben gemein, dass sie früh auf aussichtsreiche Projekte setzen, diese in Produktion bringen und anschließend mit dem Verkauf von Rohstoffen Umsätze generieren. Da Rohstoff-Projekte ein sehr langfristiges Geschäft sind (die Entwicklung einer Mine dauert bis zur Produktion oft zehn Jahre), haben BHP und Barrick Gold Spielräume bei der Planung des Geschäfts. Hinzu kommt, dass der Verkauf von Rohstoffen stetig für Umsätze sorgt, was beide Unternehmen von externen Finanzierungsquellen weitgehend unabhängig macht.

    Sowohl die BHP Group als auch Barrick Gold verfolgen eine aktionärsfreundliche Politik inklusive gelegentlichen Aktienrückkäufen und stabilen Dividenden. Das hat die Aktien für langfristig denkende Anleger attraktiv gemacht - viele Investoren setzen reflexhaft auf die großen Player, wenn es darum geht, in Rohstoffe zu investieren und Kapital krisensicher zu parken. Doch sind die Geschäftsmodelle von Barrick Gold und BHP Group überhaupt uneingeschränkt krisensicher? Gilt das alte Credo, wonach die großen Rohstoff-Multis gute Krisen-Aktien sind, auch heute noch?

    Giga-Projekte in instabilen Regionen – ist das wirklich sicher?

    Dass große Bergbau-Unternehmen stetige Cashflows generieren und auf verschiedene Weise breit diversifiziert sind, sind wohl die wichtigsten Argumente für Aktien wie BHP oder Barrick Gold. Die regionale Ausrichtung ist aber zugleich auch ein Risiko. Sowohl BHP Group als auch Barrick Gold sind verstärkt in aufstrebenden Regionen tätig, die mitunter politisch oder administrativ instabil sind. Beispiele sind Produktionsstätten in Afrika, Asien oder Südamerika. Dort entstehen häufig gigantische Projekte, wie Barricks Kupfer-Projekt Reko Diq in Pakistan oder BHPs Investitionen in Botswana und Chile. Derartige Projekte erfordern zunächst große Investitionen und spielen in den Planungen der Bergbau-Riesen eine entscheidende Rolle. Kommt es dann aber zu Produktionsausfällen, ist die Gewinnwarnung nicht mehr weit – mit allen einhergehenden Risiken für Investoren.

    Globex Mining entwickelt mit Partnern mehr als 250 Projekte in Nordamerika

    Eine andere Option, um breit diversifiziert in Rohstoffe zu investieren anstelle mit Aktien großer Bergbau-Unternehmen, bietet Globex Mining. Das kanadische Unternehmen ist eine Art Beteiligungsgesellschaft und sichert sich aussichtsreiche Bergbau-Projekte schon in der Frühphase. Aktuell gehören mehr als 250 Rohstoffprojekte zum Portfolio. Alle Liegenschaften befinden sich in Nordamerika. Damit legt Globex einen regionalen Schwerpunkt und fokussiert sich auf eine Region mit einem Höchstmaß an Rechtssicherheit und Stabilität. Die Projekte bieten von Gold, Silber, über Kupfer, Nickel, Zink, Seltene Erden, Mangan und Lithium nahezu alle Elemente. Nach dem Kauf führt Globex falls nötig minimale Explorationsarbeiten durch und geht dann auf die Suche nach geeigneten Partnerunternehmen. Diese können die Liegenschaften dann auf eigene Rechnung weiterentwickeln und gewähren Globex Mining dafür Lizenzgebühren, die sogenannten Royalties. Auch Einmalzahlungen oder Erfolgsbeteiligungen sind mögliche Vertragsdetails. Auf diese Weise senkt Globex Mining das eigene Risiko und generiert kontinuierliche Einnahmen.

    Lizenzzahlungen als wichtige Säule der Finanzierung

    Während der Bergbaumesse PDAC erklärte Globex-CEO Jack Stoch im vergangenen Jahr, dass es auf diese Weise bereits gelungen sei, eine Investition in Höhe von 2 Mio. CAD zu vervielfachen und letztlich 15 Mio. CAD zu generieren. Zwar verfügt Globex Mining nicht über die Cashflows von BHP Group oder Barrick Gold, um Explorationsprogramme aus der Portokasse zu bezahlen, doch sorgt die Vielzahl an Projekten und die regelmäßig fließenden Lizenzzahlungen doch für größere Finanzierungsspielräume, als sie kleine Explorationsgesellschaften haben, die oft nur ein Flaggschiff-Projekt wirklich vorantreiben.

    Laut BloombergNEF sind bis 2050 rund 2,1 Bio. USD an neuen Investitionen im Bergbau nötig, um schon heute absehbare Angebotsdefizite zu vermeiden und den Rohstoffhunger einer klimaneutralen Welt zu stillen. Bleiben diese Investitionen aus, könnten Engpässe bei Rohstoffen die Energiewende verzögern und die Kosten – inklusive Folgen des Klimawandels, in die Höhe treiben. Während sich Bergbau-Giganten schon früh auf gigantische Projekte festlegen und diese unter großem Kapitaleinsatz entwickeln, geht Globex einen anderen Weg: Projekte werden ausschließlich gemeinsam mit Partnern vorangebracht. Das senkt das Risiko und ermöglicht eine Projekt-Diversifikation, die ihresgleichen sucht. Globex‘ Fokus auf Nordamerika blendet das Länderrisiko zudem nahezu komplett aus.

    Passt Globex Mining besser zum Zeitgeist?

    Die Aktie von Globex Mining legte auf Sicht von sechs Monaten um knapp 30 % auf 1,00 USD zu. Für BHP und Barrick Gold ging es im selben Zeitraum um 10,2 % und 0,3 % nach unten. Rohstoff-Investoren sollten angesichts dieser Entwicklung auch abseits der ausgetretenen Pfade Investments prüfen. Globex Mining ist aufgrund des innovativen und risikoarmen Geschäftsmodells gepaart mit der geringen Marktkapitalisierung von nur rund 50 Mio. EUR eine Überlegung wert. In einer Welt, in der langfristige Planungen immer öfter obsolet werden, bietet Globex Mining ein verlässliches Geschäftsmodell. Die Aktie passt damit zum Zeitgeist.


    Interessenskonflikt

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    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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