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10.05.2021 | 04:29

VW, BYD, Plug Power, Almonty – Die e-Mobilitäts-Durchstarter!

  • Technologie
  • Elektromobilität
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Stromer fahren wird immer beliebter! Der Volkswagen Konzern hat im ersten Quartal 133.300 elektrifizierte Fahrzeuge ausgeliefert – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr, wie die Wolfsburger betonen. 59.900 Käufer (+78%) entschieden sich für ein vollelektrisches Fahrzeug, immer noch führend sind die Modelle Plug-in-Hybridantrieb, sie kamen auf einen Absatz von 73.400 Stück (+178%). Tesla, der selbsternannte e-mobility-Technologieführer brachte es im gesamten Jahr 2020 nur auf 499.550 Fahrzeuge (+36%). Was bedeutet dies für die Aktien der Hersteller?

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: André Will-Laudien


VW – Wieder ein Absatzrekord, aber der Kurs stottert

WKN: 766403 ISIN: DE0007664039 Symbol: VOW3
VW führt mit seinen Zahlen das europäische Geschäft für Elektrofahrzeuge an. Nun kommt eine ganze Palette von neuen Modellen auf den Markt. Der neue VW ID.6 ist ein 4,87 Meter langer Elektro-SUV, der noch 2021 in China auf den Markt kommt und eine Reichweite von bis zu 588 Kilometern hat. Als SUV der Fünf-Meter-Klasse verhält sich der VW ID.6, der auf der Shanghai Auto Show 2021 im April seine Premiere feierte und noch 2021 in den Verkaufsstart geht. Mit dieser Größe und Reichweite erreicht VW eine weitere Kundengruppe, die Langstrecken-Fahrer.

Die Aktie von VW ist im April um 15% eingebrochen, weil auch die Tochter Audi nur einen verhaltenen Ausblick liefern konnte. Dann noch die Chipknappheit, die mittlerweile zu Verzögerungen von mehreren Wochen in der Auslieferung führt. Charttechnisch sollte der Kurs nicht unter 204 EUR fallen.

BYD – Die Konsolidierung setzt sich fort

WKN: A0M4W9 ISIN: CNE100000296 Symbol: BY6
Wir hatten die BYD-Aktie zuletzt öfters unter die Lupe genommen, weil die Aktie seit Erreichen Ihrer Höchstmarke bei 29,50 EUR im Januar seit Wochen nach unten tendiert. Da waren zum einen die nicht ganz so guten Zahlen zum ersten Quartal, zum anderen hat die anhaltende Kursschwäche nun neue und vor allem charttechnisch wichtige Verkaufssignale produziert.

Mehr als drei Monate nach der Jubelbewegung findet sich der Titel spürbar unterhalb der 200-Tage-Linie, am Freitag wurde an der Börse in Hongkong bei der Abwärtsbewegung mit 144,30 HKD sogar ein neues 6 Monats-Verlaufstief markiert. Viel wird also davon abhängen, wie die BYD Aktie heute in die neue Woche kommt, Konkurrent Tesla schaffte am Freitag ein kleines Plus. In den letzten Tagen orientierte sich die BYD-Aktie am fallenden unteren Bollinger-Band, mit Blick auf den Chart bieten sich erst einmal keine massiven Supportzonen. Wir empfehlen einen Rückkauf der Aktie erst nach einem kollektiven StopLoss-Verkauf unter in der Zone 12-15 EUR und anschließendem Schlusskurs auf Tageshoch.

Plug Power – Ist hier eine Gegenbewegung möglich?

WKN: A1JA81 ISIN: US72919P2020 Symbol: PLUN
Auch bei Plug Power ist der Chart massiv angeschlagen, wir hatten sie frühzeitig mit der Situation vertraut gemacht. Schwache Quartalszahlen unter anderen vom Nel ASA und Ballard Power sorgten ab Dienstag letzter Woche für Tristesse innerhalb einer ganzen Branche. Die Kurse gingen zeitweise im Sturzflug nach unten.
Eines der berühmtesten Zitate von Warren Buffett lautet: "Erst wenn die Ebbe kommt, entdeckt man, wer ohne Badehose geschwommen ist." Mit anderen Worten: Wenn der gesamte Aktienmarkt aufhört zu steigen, werden diejenigen die in nichtnachhaltige Trends investiert haben, große Verluste erleiden. Ob dies bei Plug Power so der Fall ist, bleibt abzuwarten.

Das Unternehmen berichtet immer wieder von beeindruckenden Partnerschaften, die zuletzt der Linienbus-Deal mit dem britischen Rüstungsschwergewicht BAE Systems. Auch die grünen Milliarden aus Washington und Brüssel sollten die Zukunft untermauern. Plug Power ist nun auf seinem Dezember-Niveau angekommen, von oben gerechnet ist dies ein Verlust von knapp 70%. Eigentlich bietet sich nun die lang erhoffte Kaufgelegenheit – wer sich traut, baut eine erste Position auf.

Almonty Industries – Das Hightech-Metall Wolfram

WKN: A1JSSD ISIN: CA0203981034 Symbol: ALI
Wer an die Hightech-Industrie denkt, sollte ein paar Gedanken an Almonty Industries verschwenden, denn die besonderen Eigenschaften von Wolfram sind für bestimmte Zwecke unverzichtbar. Wolfram ist ein weißglänzendes Schwermetall hoher Dichte und das chemische Element mit dem höchsten Schmelz- und Siedepunkt. Seine bekannteste historische Verwendung ist die Glühwendel in Lampen und Röhren, heute besteht seine Anwendung als Legierungsmetall mit spezieller Härte und Dichte.

Im militärischen Bereich ist es so wichtig, dass es heute in politischer Hinsicht als strategisches Metall gilt. Alternativ könnten gewissen Sicherheitsprodukte nur mit Uran hergestellt werden, das ist zwar wesentlich häufiger als Wolfram zu finden, aber in der Förderung und den begleitenden Sicherheitsstandards wesentlich schwieriger zu fördern.

Produziert wird Wolfram vor allem in China, Peru, den USA, Korea, Bolivien, Kasachstan, Russland, Österreich und Portugal. Die Standorte sind sehr ausgewählt, China beherrscht den Markt mit rund 80% der Weltproduktion. Almonty besitzt Wolfram-Abbaustätten in Spanien, Portugal und Südkorea. Alle drei Minen zusammen haben einen guten einstelligen Prozentanteil am Weltvorkommen, die Mine in Korea hat sich in 2020 eine KfW-Finanzierung sichern können und geht wahrscheinlich im Jahr 2022 in Produktion. Das Unternehmen hat eine Notiz in Australien beantragt, in Kanada notiert die AII-Aktie bei stabilen 1,11 CAD. In der aktuellen Rohstoff-Rallye dürfte auch hier noch eine deutliche Höherbewertung stattfinden.


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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