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2021-12-30 04:45:00

Varta, Nel ASA, Almonty Industries: Kaufchancen für 2022?

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Bildquelle: pixabay.com

Auch wenn sich im Jahr 2021 gefühlt alles um COVID-19 und die Impfstoffhersteller wie BioNTech, Valneva und Novavax gedreht hat, war die Energie- und Mobilitätswende eines der beherrschenden Themen. Beleg dafür ist der Boom bei E-Autos in Deutschland. Jeder vierte Neuwagen ist 2021 hierzulande ein Elektroauto, schätzt der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK). Die Chancen sind groß, dass Wasserstoff, Lithium & Co. Anleger auch im kommenden Jahr elektrisieren werden. Wir stellen hier drei Unternehmen vor, die von den Megatrends profitieren, aber deren Kurse von den Hochs deutlich zurück gekommen sind: Wasserstoff-Spezialist Nel Asa, Batterie-Pionier Varta und der künftige Wolfram-Riese Almonty.

Lesezeit: ca. Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203981034 , VARTA AG O.N. | DE000A0TGJ55 , NEL ASA NK-_20 | NO0010081235

Inhaltsverzeichnis:


    Almonty: Wolfram auch innerhalb der EU bald kritisches Metall

    Spannend wird es 2022 bei Almonty Industries. Das Unternehmen mit Sitz in Kanada ist auf den Abbau, die Verarbeitung und dem Versand von Wolframkonzentrat spezialisiert. Wolfram ist für die heutige Hightech-Industrie unverzichtbar: Von der Energie- und Lichttechnik über Raumfahrt bis hin zur Telekommunikations- und Medizintechnik – alle brauchen den seltenen Rohstoff. Doch produziert wird Wolfram ganz überwiegend in China. Dies will Almonty Industries ändern.

    Derzeit produziert man in zwei Minen in Portugal und Spanien. Dort erwartet Almonty steigende Margen. Dazu Almonty-CEO Lewis Black: „Wolfram gilt als herausforderndes Element. In unsere Mine in Portugal sind Bergleute tätig, deren Väter und Großväter bereits dort gearbeitet haben. Die Mine ist seit 126 Jahren in Betrieb. Wenn man solche Projekte aus Gründen des kurzfristigen Profits stilllegt, kann man sie nicht ohne weiteres reaktivieren, weil schlicht die Fachkräfte fehlen. Also akzeptierten wir in den vergangenen Jahren kleinere Margen und dachten langfristig. Jetzt sieht es danach aus, als könnte Wolfram auch innerhalb der EU zu einem kritischen Metall erklärt werden, dessen heimische Quellen geschützt werden – gerade wegen der neuen Einsatzzwecke rund um E-Autos. Wir sehen uns mit unseren beiden Projekten in Portugal und in Spanien daher bestens aufgestellt. Das alles überragende Projekt bleibt aber Ssangdong.“

    Im Südkoreanischen Sangdong baut Almonty derzeit eine neue Mine und ist dafür komplett durchfinanziert. Nach dem Erhalt der abschließenden Genehmigungen soll im vierten Quartal 2022 die Produktion beginnen. Wenn die volle Kapazität erreicht wird, wird Almonty für etwa 30% der nicht-chinesischen Wolframproduktion stehen. Bis dahin soll auch bei der Aktie der Knoten platzen. Firmenchef Black ist zuversichtlich: „Wir bleiben operativ am Ball und warten ab, bis sich die Fundamentaldaten am Ende durchsetzen. Soviel ist klar: Wolfram ist ein Technologiemetall und Almonty Industries wird ab Ende 2022 bis zu 30% des weltweiten Angebots außerhalb Chinas klimaneutral und nach höchsten ESG-Standards fördern. Ich habe keinen Zweifel daran, dass Almonty für alle Aktionäre eine Erfolgsgeschichte wird.“

    Weitere Details können Interessierte einer Studie auf researchanalyst.com entnehmen.

    Varta: Wann kommt der Befreiungsschlag?

    Die Aktie von Varta hat im Jahr 2021 allenfalls Tradern Spaß gemacht. Unter hoher Volatilität hat sie das Jahr beendet, wo sie es begonnen hat – bei rund 115 EUR. Dabei ist das Unternehmen als Batterie-Spezialist in sehr attraktiven Märkten aktiv. Bei Mikrobatterien für mobile Geräte wie beispielsweise Apple AirPods ist Varta Weltmarktführer.

    Angriffe der Konkurrenz aus Asien wehrt das Unternehmen seit Jahren erfolgreich ab. Varta verdient glänzend in diesem Bereich, auch sich das Unternehmen den globalen Lieferketten-Problemen nicht entziehen kann. Kurstreiber können im kommenden Jahr eigentlich nur aus dem neuen Bereich Elektromobilität kommen. Die Produktion von Batterien für Elektroautos hat Varta im laufenden Jahr angekündigt. Für die Booster-Batterie wurde auch schon die Kooperation mit einem deutschen Premium-Hersteller gemeldet. Doch für die „richtige“ Batterie fehlt es noch an Partner. Erst wenn es hier Neuigkeiten gibt, kann mit einer nachhaltig positiven Kursentwicklung gerechnet werden. Aber dann könnte es auch schnell Richtung Allzeithoch bei über 170 EUR gehen.

    Nel ASA: Mit Schwung ins neue Jahr

    Nel ASA hat bereits Ende 2021 Schwung für ein erfolgreichen Jahr 2022 genommen. Der norwegische Marktführer im Wasserstoff-Segment hat kurz vor Weihnachten gleich zwei Aufträge gemeldet. In den USA hat die Tochtergesellschaft Nel Hydrogen Fueling einen Kaufauftrag für mehrere Wasserstofftankstellen-Module erhalten. Die Module sollen in 2022 und 2023 ausgeliefert werden und haben einen Wert von 6 Mio. USD. "Wir freuen uns, diesen neuen Auftrag für einen US-amerikanischen Kraftstofflieferanten bekannt zu geben, der ist nicht nur eine große Ehre, sondern auch ein Beweis für die Stärke unserer Technologie ist", so Eddy Nupoort, Direktor für Vertrieb und Geschäftsentwicklung in Nordamerika für Nel Hydrogen.

    Der zweite Auftrag kommt von einem europäischen Neukunden. Dieser hat bei Nel ein alkalisches Elektrolyseursystem bestellt. Das Auftragsvolumen beträgt rund 3 Mio. EUR. Die Anlage soll in 2022 ausgeliefert werden und die Wasserstoffproduktion in 2023 beginnen. Die Nel Aktie notiert derzeit bei 1,60 EUR. Damit die alten Höchststände jenseits von 3 EUR angegriffen werden können, bedarf es jedoch mehr und größeren Aufträgen. Denn auch nach dem Kursrückgang im Jahresverlauf liegt die Marktkapitalisierung von Nel bei stolzen 2,2 Mrd. EUR.


    Energie- und Mobilitätswende und die dafür nötigen Rohstoffe werden Börsianer auch 2022 im Fokus haben. Alle drei vorgestellten Aktien profitieren von den Megatrends. Dabei ist im Kurs Nel ASA trotz des Rückgangs weiterhin am meißten Phatasie enthalten. Wenn Varta neue Partner aus der Automobilbranche vorstellt, sollte die Aktie Luft nach oben haben. Je näher Almonty dem Produktionsstart in Sangdong kommt, umso spannender sollte die Aktie werden.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

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