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2022-01-05 05:10:00

Strafzinsen umgehen mit Bayer, MAS Gold, BASF

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Bildquelle: MAS Gold

Laut dem „Allianz Global Wealth Report“ ist das Geldvermögen global kräftig gewachsen. Allein die privaten Haushalte verfügten im abgelaufenen Jahr weltweit über ein Bruttogeldvermögen von über 200 Bio. EUR, was ein Plus von knapp 10% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Der Grund für die hohe Sparquote lag hauptsächlich in der Ungewissheit hinsichtlich der Corona-Pandemie. Nun drohen mit Strafzinsen und steigender Inflation erneut Gefahren für die Vermögen der Bürger. Ein Ausweg wären Investitionen in Edelmetalle sowie der Aufbau von langfristigen Aktienpositionen, vornehmlich im Value-Bereich.

Lesezeit: ca. Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , MAS Gold Corp. | CA57457A1057 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111

Inhaltsverzeichnis:


    Bayer – Wann tritt Ruhe ein?

    Der Pharma- und Agrarriese konnte im vergangenen Jahr vermelden, was er wollte. Aussichtsreiche Kooperation, Neuzulassungen oder wie zuletzt die Unternehmensmeldung, dass das Nierenmedikament Finerenon der Leverkusener in Zukunft auch in der Europäischen Union verkauft werden könne, hatten keinen positiven Einfluss auf die Entwicklung der Aktie, auch wenn Experten dem neuen Präparat einen Jahresumsatz von mehr als 1 Mrd. USD zutrauen.

    Vielmehr liegt das Hauptaugenmerk der Börsianer weiterhin auf den Risiken, die seit der Monsanto-Übernahme in der Agrarsparte liegen. Neueste Hiobsbotschaft wegen der in der Öffentlichkeit umstrittenen Akquisition ist ein drohendes Kapitalanleger-Musterverfahren in Deutschland. Laut der Anwaltskanzlei Tilp hätten bis 30. Dezember 2021, dem Ende der Verjährungsfrist, rund 320 Investoren Klagen auf Schadenersatz in Höhe von 2,2 Mrd. EUR eingereicht. Der Vorwurf lautet Täuschung über die wirtschaftlichen Risiken der Monsanto-Übernahme.

    Positiv zu deuten ist der aktuelle Chartverlauf der Bayer-Aktie. Trotz weiterer Störfelder konnte der Kurs bei 44,90 EUR einen doppelten Boden bilden und pirscht sich Schritt für Schritt an den Ausbruchspunkt bei 48,05 EUR heran. Ein nachhaltiges Überwinden könnte Kurspotenzial bis zur nächsten größeren Hürde bei 56,84 EUR freisetzen. Positiv gestimmt sind aktuell auch diverse Analysten für die Bayer-Aktie. Die US-Investmentbank JP Morgan wiederholte ihre Einstufung „overweight“ mit einem Kursziel von 75,00 EUR. Die Schweizer Großbank UBS sieht in den Leverkusener einen Kaufkandidaten mit einem noch höheren Kursziel bei 85,00 EUR.

    MAS Gold – Für den Anstieg gerüstet

    Die Performance des gelben Edelmetalls war für viele Anleger im vergangenen Jahr eine Enttäuschung. Dennoch sind die Rahmenbedingungen für eine langfristige Gold-Hausse weiterhin gegeben. Die steigenden Inflationszahlen, dramatisch wachsende Staatsschulden sowie weiter auf niedrigem Niveau verharrende Zinsen könnten sowohl Gold als Silber zu den Gewinnern des neuen Jahres küren.

    Dabei laden nach der seit August 2020 laufenden Korrektur attraktive Bewertungen der Goldproduzenten und Explorationsunternehmen langsam zum antizyklischen Einstieg ein. Bei MAS Gold kommen mehrere Faktoren zusammen, die sich im nächsten Jahr deutlich positiv auf den Aktienkurs niederschlagen könnten. Zum einen gräbt das Unternehmen in der kanadischen Provinz Saskatchewan nach Gold, einem Ort, der historisch durch gute juristische Rahmenbedingungen als auch einer erstklassigen Infrastruktur hervorsticht.

    Das andere große Asset der Gesellschaft ist die Zusammenkunft von Bergbau-Veteranen, die nach Außen von CEO Jim Engdahl vertreten wird. Im La Ronge Gold Belt im nördlichen Zentral-Saskatchewan betreiben die Kanadier vier Grundstücke mit einer Gesamtfläche von 33.843 Hektar, darunter die Liegenschaften Greywacke Lake, Preview North, Elizabeth Lake und Henry Lake. Noch Ende des vergangenen Jahres konnte mit Comcast Metals eine Absichtserklärung unterschrieben werden, wonach MAS Gold 100% des Grundstücks Preview SW erwerben kann. Das 843 Hektar große Grundstück Preview SW grenzt an Preview-North und beherbergt historische Ressourcen mit einem Cut off-Gehalt von 0,50g/t Gold.

    Zudem wurde mit Eros Resources eine formelle Vereinbarung unterzeichnet, die Eros das exklusive Recht einräumt, eine 17,5%-Beteiligung an allen aktuellen Grundstücken von MAS Gold zu erwerben, indem sie über einen Zeitraum von sechs Monaten Explorationsausgaben in Höhe von 3,5 Mio. CAD finanziert. CEO Engdahl kommentierte hierzu: „Wir möchten uns zunächst bei Eros für diese Transaktion zur Finanzierung unseres Winterbohrprogramms 2022 bedanken. Damit hat MAS Gold eine gute Ausgangsposition, um unsere wichtigsten Aktiva im Jahr 2022 weiter zu verbessern.“

    BASF – Rückkauf im großen Ziel

    Das zeugt von Vertrauen in das eigene Unternehmen. Bei Ludwigshafener Chemie-Konzern haben Aktienrückkaufprogramme eine lange Tradition. Zuletzt hatte der Konzern von 1999 bis 2008 Aktien für fast 10 Mrd. EUR zurückgekauft. "Angesichts der positiven Geschäftsentwicklung sowie der Devestitionen im Laufe des Jahres 2021" wolle BASF bis Ende 2023 eigene Aktien für drei Milliarden Euro kaufen“, teilte das DAX-Unternehmen mit.

    Der Startschuss soll dabei noch in diesem Monat fallen und bis spätestens Ende 2023 beendet sein. Die Investmentbank Jefferies hat die Einstufung für BASF aufgrund der angekündigten Aktienrückkäufe das Kursziel auf 85 EUR und der Einstufung „buy“ belassen.


    Das Geldvermögen der privaten Haushalte steigt. Die Androhung von Strafzinsen und die steigende Inflation könnten die Guthaben auf dem Sparkonto jedoch verringern. Ein Switch zu Aktien und Edelmetalle wäre dabei eine Möglichkeit, diesem Dilemma zu entrinnen. BASF und Bayer werden von den Analysten positiv gesehen, bei MAS Gold zeigt die Entwicklung in die richtige Richtung.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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