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14.10.2021 | 05:10

SAP, Kleos Space, Ballard Power – Das zündet wie eine Rakete

  • Daten
Bildquelle: pixabay.com

Die Speicherung und die Aufbereitung von Daten gehören in den nächsten Jahren zu den Themen unserer Gesellschaft. Big Data wird wissenschaftliche Fortschritte und Innovationen schaffen und damit die Wettbewerbsfähigkeit sowohl der Wissenschaft als auch der Unternehmen branchenübergreifend erhöhen. Bereits heute arbeiten innovative Startups an der Aufbereitung größerer Datenmengen mittels künstlicher Intelligenz. Das Potenzial ist enorm, die prognostizierten Wachstumsraten gigantisch.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: KLEOS SPACE CDI/1/1 | AU0000015588 , BALLARD PWR SYS | CA0585861085 , SAP SE O.N. | DE0007164600

Inhaltsverzeichnis:


    Kleos Space – To the moon

    Die Aufgaben von Kleos Space sind einfach erklärt: Grenzen bewachen, Werte schützen, Leben retten. Dies erreicht das in Australien gegründete Daten-as-a-Service-Unternehmen mit Hilfe von Nanosatelliten, die pro Cluster jeweils im Viererpack ins All geschossen werden, um die Erde nach Radiofrequenzsignalen für die Geolokalisierung zu scannen. Diese werden dann anhand eigenentwickelter Algorithmen verarbeitet, um Datenpakete zu erstellen. Die Pakete werden per API an staatliche und kommerzielle Analytik- und Intelligence-Einrichtungen auf der ganzen Welt geliefert und Entscheidungsträgern zur Verfügung gestellt. Den Schwerpunkt der Ortung bildet der maritime Bereich, also die Hohe See.

    So ist der Verkauf der sensiblen Daten für Küstenwachen, Marinen und maritimen Sicherheitsunternehmen enorm hilfreich, um die Aufdeckung illegaler und versteckter Aktivitäten wie Piraterie, Drogen- und Menschenschmuggel, illegale Fischerei und Grenzverletzungen zu verbessern. Abnehmer finden die Pakete auch in den Bereichen Versicherung, Regulierung, Umweltschutz sowie in der Sicherheitsbranche. Bezahlt wird Kleos Space durch ein Abo-Modell, so dass wiederkehrende Zahlungen gewährleistet sind. Dadurch wird das Geschäft hochskalierbar. Mehr als 160 Kunden aus dem öffentlichen und privaten Sektor konnten bereits gewonnen werden, darunter befinden sich 30 Klienten aus dem Dunstkreis der US-Regierung.

    Das erste Cluster von vier Satelliten startete das Unternehmen bereits 2020, das zweite wurde im Juni mit der SpaceX Falcon 9 Transporter-2 Rideshare-Mission ins All befördert. Zum Jahresende soll in Verbindung mit dem nächsten SpaceX-Transporter-Rideshare-Flug Nummer drei folgen. In den kommenden Jahren plant das in Luxemburg ansässige Unternehmen den Start von bis zu 20 Clustern von RF-Aufklärungssatelliten.

    Kleos Space ist ein höchst spannendes Unternehmen mit einer noch moderaten Marktkapitalisierung von 72,04 Mio. EUR. Branchenkollegen wie Rocket Lab mit 3,5 Mrd. EUR oder Spire mit 1,1 Mrd. EUR bringen deutlich mehr auf die Waage.

    Der CEO von Kleos Space, Andrew Bowyer, präsentiert das Unternehmen heute um 13.15 Uhr auf der Small- und MidCap Anlegerkonferenz via Zoom. Weitere Informationen finden Sie unter: www.ii-forum.com

    SAP – Alles anders als beim letzten Mal

    Investoren des Walldorfer Softwareriesen dürften die Zahlen für das dritte Quartal 2020 noch in guter Erinnerung sein. Damals wurden enttäuschende Ergebnisse aufgrund des sich schwach entwickelten Cloud-Geschäfts vermeldet. Die Aktie riss nach Veröffentlichung ein riesiges Abwärts-Gap und kollabierte von 140 EUR auf rund 90 EUR innerhalb von zwei Handelstagen. Die Kurslücke ist inzwischen geschlossen, die Aktie notiert über der 120 EUR-Marke und die Veröffentlichung der ersten Rahmendaten zum dritten Quartal des laufenden Jahres machen Lust auf mehr.

    Vor allem die Cloud-Erlöse sorgen für Jubelstürme im SAP-Lager. Der Umsatz wuchs in diesem Segment um 20% auf 2,39 Mrd. EUR an. Besser als von Analysten erwartet, schlug sich das Lizenzgeschäft. Insgesamt konnte der Umsatz gegenüber dem schwachen Vorjahresquartal um 5% auf 6,84 Mrd. EUR gesteigert werden. Die operative Marge ging wegen des stärker steigenden Umsatzes um 0,9% auf 30,7% zurück, lag damit aber ebenso über den Prognosen.

    Somit konnten aufgrund des erfreulichen Quartals die Jahresprognosen bereits zum dritten Mal im laufenden Geschäftsjahr angehoben werden. Das Management rechnet jetzt mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von 16 bis 19%. Das bereinigte operative Ergebnis soll nun währungsbereinigt um höchstens 2% anstatt 4% sinken.

    Die Analystengemeinde feierte die überraschende Verkündung des herausragenden, vorläufigen Zahlenwerks. Neben Jefferies sehen auch Warburg Research und Goldman Sachs einen Kaufkandidaten. Die US-Investmentbank belässt das Kursziel weiterhin bei 145 EUR.

    Ballard Power – Zukunftsweisend

    Die Vision von Ballard Power ist die Bereitstellung von Brennstoffzellenenergie für einen nachhaltigen Planeten. Die emissionsfreien PEM-Brennstoffzellen der Kanadier ermöglichen die Elektrifizierung der Mobilität, einschließlich Bussen, Nutzfahrzeugen, Zügen, Schiffen, Pkw und Gabelstaplern. Im Zugsegment konnte mit Vertragsunterschrift die Lieferung von acht FCmoveTM-HD-Brennstoffzellenmodulen mit einer Leistung von 70 Kilowatt an den spanischen Zug-Hersteller Talgo S.A. perfekt gemacht werden.

    Talgo S.A. mit Hauptsitz in Madrid gilt als führendes Unternehmen in der Entwicklung, Herstellung und Wartung von Hochgeschwindigkeits-Stadtbahnzügen. Talgo besitzt Niederlassungen in Spanien, Deutschland, Kasachstan, Usbekistan, Russland, Saudi-Arabien und den USA und ist nach Angaben von Ballard Power weltweit für seine Innovationsfähigkeit und den hohen Standard und die Zuverlässigkeit seiner Technologie bekannt.

    Die Aktie von Ballard Power schloss nach kurzfristigem Test des Jahrestief bei 14,94 USD mit über 9% im Plus. Die Ausbildung eines doppelten Bodens könnte mit dem Überschreiten der Marke von 16 EUR bestätigt werden.


    Daten sind der Rohstoff der Zukunft. Kleos Space empfängt hochsensible Daten aus dem Weltall, die für den privaten als auch öffentlichen Sektor enorm wichtig sind. Durch das skalierbare Geschäftsmodell bietet sich hier eine langfristig interessante Opportunität. Bei SAP läuft es besser als erwartet, Ballard Power wird auf aktuellem Niveau interessant.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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    Die Nervosität aufgrund der dramatischen Lage in der Ukraine überträgt sich auch auf die globalen Kapitalmärkte. Der deutsche Leitindex DAX sackte zwischenzeitlich auf ein neues Jahrestief auf 12.431,50 Punkte ab. Dagegen haussierte die Krisenwährung Gold und setzte ein erstes Ausrufezeichen über der Marke von 2.000 USD je Unze. Gefragt sind auch Datenanbieter wie Kleos Space und Palantir, die mit ihrer Software Gotham Analysen unter anderem für die US-Streitkräfte liefern.

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    • Raumfahrt
    • Satelliten
    • Cloud
    • Software

    Daten sind in der heutigen Zeit ein extrem wichtiger Rohstoff und werden bereits als das neue Gold bezeichnet. Big Data, das Auswerten und die Aufbereitung großer Datenmengen mittels künstlicher Intelligenz, wird in den nächsten Jahren immer wichtiger, sowohl in der Gesellschaft als auch an den Kapitalmärkten. Der nächste Schritt ist das Sammeln großer Datenmengen durch satellitengestützte Erdbeobachtung. Dies soll der Menschheit zukünftig in Bezug auf Sicherheit, Umweltverschmutzung und Wirtschaft nützlich sein. Innovative Unternehmen, die auf diese Technologie setzen, befinden sich in einem enormen Wachstumsmarkt.

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    Kommentar von André Will-Laudien vom 09.11.2020 | 05:50

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    Telekommunikation ist heute eine Standardleistung für wenig Geld. Früher war internationales Telefonieren hingegen eine spannende Angelegenheit. Ich kann mich noch an die Zeit erinnern, vor der Mobilen Telefonie. Im amerikanischen Death Valley mit knapp 50 Grad gab es 1990 einen Münz-Fernsprecher des Betreiber Pacific Bell der nur Quarters (US 25 Cent Münze) akzeptierte. Bei der Anwahl einer deutschen Nummer sagte der Operartor blechern: „Please insert 4,75 USD to process this Call“. Man war darauf eingestellt und platzierte die gefragten 19 Münzen aus der Rolle und wartete unter einer Plexiglas-Haube auf den Anschluss. Dieser kam auch, man gratulierte zum Geburtstag und tauschte sich kurz über den Urlaub aus, dann endete das Gespräch nach 01:30 Minuten. Immerhin hatten die Verwandten in 9.100 km Entfernung ein Lebenszeichen bekommen. Alles gut!

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