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29.03.2021 | 05:30

Osino Resources, Yamana Gold, E.ON – Trader und Contrarians aufgepasst!

  • Gold
  • Trading
Bildquelle: pixabay.com

Sinkende Renditen am Anleihemarkt und eine steigende Inflation könnten schon sehr bald einen Crash am Anleihemarkt auslösen, der auch den Aktienmarkt – kurzfristig – in Mitleidenschaft ziehen würde. In einem solchen Szenario werden Krisenwährungen wie Gold profitieren. Gesellschaften mit guten Projekten, die das Edelmetall produzieren oder auf dem Weg dorthin sind werden überproportional von dem Anstieg der Edelmetallpreise profitieren. Wir zeigen Ihnen, wo Sie sich positionieren sollten.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: Carsten Mainitz


OSINO RESOURCES CORP – 2021 wird geerntet

WKN: A2NB4J ISIN: CA68828L1004 Symbol: RSR1
Letzte Woche gab das ist kanadische Goldexplorationsunternehmen ein Update zum laufenden Bohrprogramm mit einem Volumen von 17 Mio. CAD sowie zu weiteren Zielen für 2021. Osino Resources ist auf den Erwerb und die Erschließung von Goldprojekten in Namibia fokussiert. Das Land ist bergbaufreundlich, politisch und sozial als eine der stabilsten Jurisdiktionen des Kontinents einzustufen. Insgesamt besitzt Osino Resources 23 exklusive Schürflizenzen in der Nähe und entlang der Mineralisierungszonen der produzierenden Goldminen Navachab und Otjikoto, die den Wettbewerbern QKR Namibia und B2Gold Corp gehören.

Osino besitzt ein Areal von beachtlichen 6.577 qkm. In diesem Jahr konzentriert sich die Gesellschaft u.a. auf die Definition und Weiterentwicklung der neuen Goldentdeckung Twin Hills, insbesondere auf die Teilbereiche Cloud East und West innerhalb der Twin Hills Central-Zone. Laut Unternehmensaussage bestätigten die aktuellen Bohrungen, dass es sich bei Twin Hills um einen sehr beständigen Erzkörper handelt, der oberflächennahe und hohe Gehalte im Teilbereich Clouds nahelegt und das Potenzial einer Tagebaumine besitzt. Zudem bohrt die Gesellschaft an bisher unerforschten Bereichen.

Ziel im Gesamtjahr ist es, erstmalig eine Mineralressourcenschätzung nach dem kanadischen Branchenstandard NI 43-101 zu veröffentlichen. Dies wäre ein Meilenstein in der Unternehmensgeschichte, weil damit eine wesentlich bessere Bewertung des wirtschaftlichen Potenzials des Projekts möglich wäre. Hierin könnte ein deutlicher Kurstreiber für die Aktie liegen. Auch dürften Ergebnisse aus bisher nicht erforschten Abschnitten des riesigen Areals für Impulse sorgen. Somit hat die Aktie mit derzeit rund 1,20 CAD noch lange nicht die Hochs gesehen. Unserer Meinung nach ist die Unternehmensbewertung von 126 Mio. angesichts der Potenziale absolut moderat.

YAMANA GOLD INC – Analysten sehen Aufwärtspotenzial von 50%

WKN: 357818 ISIN: CA98462Y1007 Symbol: RNY
Der kanadische Edelmetallproduzent besitzt ein Portfolio mit mehreren qualitativ hochwertigen Gold- und Silberprojekten, die sich allesamt in bergbaufreundlichen Jurisdiktionen auf dem amerikanischen Kontinent in Kanada, Brasilien, Chile und Argentinien befinden. Neben der Schaffung langlebiger Produktionsanlagen ist die Gesellschaft auch in Projekten in einem wesentlich früheren Stadium tätig. Wachstum erfolgt organisch aber auch durch geschickte Zukäufe. So bringt es Yamana heute auf einen Börsenwert von 5,5 Mrd. CAD. Analysten trauen der Aktie im Durchschnitt noch ein Aufwärtspotenzial von mehr als 50% zu.

Letzte Woche gab die Gesellschaft ein Update über zwei Projekte. Die Mine Malartic, an der Yamana einen Anteil von 50% hält, befindet sich in der Region Abitibi in Quebec in der Nähe der Stadt Val-d'Or. Malartic ist die größte Goldmine Kanadas. Derzeit wird nur Tagebau betrieben. Bis Ende des Jahrzehnts soll die Produktion um eine Untertagemine (Odyssey project) erweitert werden, die dann bis 2039 produzieren soll.

Das zweite Projekt über das berichtet wurde ist El Penon. Es befindet sich im Norden Chiles in der Atacama-Wüste. Die unterirdische Gold-Silber-Mine wurde 2007 erworben, laut damaliger Planungen des Verkäufers dürfte die Mine heute bereits nicht mehr in Produktion sein. Hier zeigt sich die außergewöhnliche Stärke von Yamana: die Mineralreserven kontinuierlich zu erweitern und die Lebensdauer der Mine zu verlängern. Seit Ende 2019 stiegen die gemessenen und angezeigten Goldmineralressourcen des Projekts um 16% auf 765.000 Unzen, die abgeleiteten Goldmineralressourcen legten ebenfalls um 16% auf 850.000 Unzen zu. Mit Blick auf die nächsten zehn Jahre soll El Penon rund 230.000 Unzen Goldäquivalent pro Jahr produzieren.

E.ON SE – Belastungsfaktoren lösen sich auf, deutliches Upside vorhanden

WKN: ENAG99 ISIN: DE000ENAG999 Symbol: EOAN
Gold für Eon: der Konzern war der größte Wochengewinner im Dax in der letzten Woche. Das Kursplus lag bei satten 10%. Insbesondere dürften zwei Aspekte zu der guten Performance geführt haben. Erstens wurde bei der Vorlage der Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres vom scheidenden CEO Johannes Teyssen ein guter und ausführlicher Blick in die Zukunft vermittelt. Zweitens gab es Fortschritte in Bezug auf die Entschädigungszahlungen für die Betreiber von Atomkraftwerken, die eine Lösung und Auszahlungen in diesem Jahr nahelegen. Eine hohe Verschuldung und die Hängepartie bei den Entschädigungszahlungen lasteten seit einiger Zeit auf dem Aktienkurs. Nun dürften sich Fortschritte sukzessive in steigenden Notierungen niederschlagen. Die Analysten von Bernstein trauen der Aktie sogar 12,90 EUR zu.

Mitte letzter Woche hat das Bundeskabinett einen Entwurf zur Änderung des Atomgesetzes beschlossen, der den finanziellen Ausgleich für die vom Atomausstieg Deutschlands im Jahr 2011 betroffenen Energiekonzerne regelt. Nach einem jahrelangen Rechtsstreit zwischen verschiedenen betroffenen Energiekonzernen, so auch Eon und RWE, und der Bundesregierung einigte man sich kürzlich auf eine Entschädigungssumme von 2,4 Mrd. EUR. Diese Summe soll den Schaden ausgleichen, der den Betreibern durch den vorzeitigen Atomausstieg entstanden ist. Eon rechnet mit einem Mittelzufluss in Höhe eines mittleren, dreistelligen Millionenbetrages im Laufe dieses Jahres.

2021 sollte somit ein gutes Jahr für den Konzern werden - zusätzlich auch noch von der operativen Seite. Eon stellte einen Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (EBIT) auf 3,8 bis 4,0 Mrd. EUR und einen bereinigten Konzernüberschuss von 1,7 bis 1,9 Mrd. EUR in Aussicht. Zwischen 2021 und 2023 soll das operative Ergebnis zwischen 8 bis 10% pro Jahr wachsen und die Dividende moderat zulegen. Auch im Hinblick auf das Thema Verschuldung gab es eine konkrete Ansage. Im laufendenden Geschäftsjahr wird der Konzern den Verschuldungsfaktor deutlich auf 4,8 bis 5,2 herunterfahren. 2020 lag die Verschuldung noch beim 5,9fachen des EBITDA.


Der Autor

Carsten Mainitz

Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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