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18.02.2021 | 04:29

Osino Resources, Barrick Gold, Aurora Cannabis – Bitte genau hinschauen!

  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

51.500 USD lautete gestern die neue Bestmarke im Bitcoin. Der große Gefährte des Bitcoins ist das Gold. Mit einem Zwischenhoch bei 1.870 USD zu Monatsanfang wurde jetzt wieder eine Korrekturwelle eingeleitet. Der Kurs lag gestern bei deutlich tieferen 1.788 USD. Man hat so das Gefühl, dass die alternativen Sicherungen mittlerweile in den Kryptomarkt fließen – doch wie lange noch? Der Bitcoin ist zu klein, um alle Hedges gegen Marktverwerfungen aufzunehmen. Folglich müsste das Gold wieder drehen, wenn der Abverkauf beendet ist. Daher jetzt positionieren!

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: André Will-Laudien


Osino Resources – Wertvolle Resource in Namibia

WKN: A2NB4J ISIN: CA68828L1004 Symbol: RSR1
Wer daran denkt, dass Gold wieder ein lohnendes Investment wird – die Charts sprechen übrigens dafür - der sollte einen genaueren Blick auf Osino Resources werfen. Das Twin Hills Projekt ist die Hauptliegenschaft und befindet sich im nördlichen Zentrum Namibias, wo Osino einen ordentlichen Landstrich von 7.000 Quadratkilometern unterhält. Das großflächige, sedimentäre und strukturell kontrollierte Goldsystem Twin Hills wurde von Osino im Jahr 2019 entdeckt und wird nun entwickelt.

Ende des Jahres meldeten die Kanadier hochgradige Bohrergebnisse, die aus insgesamt 108 Bohrungen gewonnen werden konnten. Ganze 25.000 Meter wurden genauer untersucht, Dave Underwood, zuständig für Exploration kommentiert wie folgt: „Die Ressourcenbohrungen bei THC liegen im Zeitplan für die angestrebte erste Ressourcenveröffentlichung am Ende des 1. Quartals 2021. Die Untersuchungsergebnisse deuten weiterhin auf eine hervorragende Kontinuität hin, wobei sich die höheren Gehalte auf die Faltengelenke konzentrieren. Einige der jüngsten Bohrungen haben eine Mineralisierung über 350 m neigungsabwärts durchteuft und sind noch offen. Die neue Entdeckung entlang des Streichens im Osten bei Clouds entwickelt sich ebenfalls positiv.“

Eine zweite Phase der Arbeiten, die Mitte Januar begann, konzentriert sich auf Clouds und die Brownfields-Gebiete. Hier dürfte es wirklich spannend werden, welche Resourcenschätzungen zur Mitte das Jahres gemeldet werden können. Wir erwarten hier gute News, denn immerhin ist kein kleinerer als B2Gold in unmittelbarer Nähe und betreibt seit Jahren eine florierende Mine. Das Analystenhaus Echelon hatte kürzlich ein Kursziel von 2,30-2,45 CAD verkündet. Wenn die Resourcenschätzungen oberhalb der Erwartung ausfallen, ist das u.E. zu niedrig. Gold-Fans greifen zu!

Barrick Gold – Der Standardwert ist wieder günstig, aber Buffett ist raus

WKN: 870450 ISIN: CA0679011084 Symbol: ABR
Die großen Goldproduzenten werden in der Techno-Rallye einfach links liegen gelassen. Nach der großen Korrektur im März gab es fulminante Aufstiege in den Minenaktien, ein Großteil der Gewinne schmilzt aber sukzessive ab. Auch die Aktien der Barrick Gold Corp. befinden sich seit Monaten unter Druck. Leider mussten die Gold-Bullen zuletzt auch noch die Marke von 1.800 USD aufgeben. Die Blicke richten sich nun in Richtung der charttechnischen Unterstützung bei 1.775 USD. Dort konsolidierte der Edelmetall-Kurs gestern auch. Barrick allerdings musste bis auf 17,30 EUR ganze 3,4% abgeben. Bei der Aktie des weltweit zweitgrößten Goldproduzenten kommt noch ein weiterer Umstand erschwerend hinzu: Berkshire Hathaway hat sich von seinem Investment verabschiedet.

Aus dem neusten 13F-Bericht von Berkshire geht hervor, dass die Investment-Holding von Warren Buffett verschiedene Positionen im vierten Quartal liquidiert hat. Neben Pfizer und JPMorgan Chase gehört dazu auch die Position von Barrick Gold, die Buffetts Gesellschaft erst im zweiten Quartal 2020 aufgebaut hat. Leider stehen in dem Bericht natürlich keine Begründungen für die Desinvestment-Entscheidung, man könnte jedoch spekulieren, dass Berkshire keine hohen Renditen mehr erwartet und die Position daher glattgestellt hat. Ein verhaltenes Zeichen für Edelmetall-Fans, allerdings hatte sich Warren Buffett sich vor einigen Monaten auch Tesla zugewandt, einem Parade-Techtitel.

Innerhalb der Minen dekonsolidiert Barrick nun auch Lagunas Norte. Laut CEO Mark Bristow ist der Verkauf Teil von Barricks Strategie, nicht zum Kerngeschäft gehörende Beteiligungen abzustoßen. Dadurch hat der Konzern bereits rund 1,5 Mrd. Dollar eingenommen, um sich auf die qualitativ hochwertigsten Assets zu konzentrieren. Die Aktie dürfte sich zwischen 15,00 und 17,00 EUR stabilisieren können, das Tief im März lag bei 14,50 EUR. Wir raten an, langsam zu akkumulieren.

Aurora Cannabis – Hier deutet sich Ungemach an

WKN: A2P4EC ISIN: CA05156X8843 Symbol: 21P1
Ein prominenter Vertreter des grünen Goldes „Cannabis“ ist auf jeden Fall die Aurora Cannabis Inc., welche gerade in diesen Tagen mit seinen Zahlen aufwartet. Der gesamte Markt hat eine lange Konsolidierung hinter sich, just zu Beginn des neuen Jahres ging es wieder steil nach oben. Aber können die Unternehmen ihre Versprechen einhalten? Wir schauen auf die aktuellen Zahlen von Aurora die zum 31.12.2020 nun vorgelegt wurden.

Das Unternehmen meldete einen Umsatz von 67,7 Mio. CAD für das zweite Quartal, was in etwa auf dem Niveau des ersten Geschäftsquartals lag. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum wuchs der Umsatz freilich um 23%, frühere Marktschätzungen lagen aber bei über 30%. Der Absatz von medizinischem Cannabis wuchs derweil um 16% auf 38,9 Mio. CAD. Unter dem Strich stand für das Unternehmen ein EBITDA-Verlust von 16,8 Mio. CAD zu Buche, womit sich der Wert gegenüber dem Vorjahreszeitraum zwar um stramme um 76% verbessern konnte, aber eben immer noch im Minus liegt. Die Gewinnschwelle wird wohl im laufenden Jahr eher schwer zu erreichen sein.

Der neue CEO Miguel Martin ist im September 2020 bei Aurora ans Ruder gekommen und hat seitdem einige wichtige Sparmaßnahmen eingeleitet, in deren Rahmen nicht verwendete Anbauanlagen geschlossen wurden oder zum Verkauf gestellt werden. Auch die große Anlage Aurora Sky wurde geschlossen, zu hoch ist die Kostenlast. Die europäischen Assets in Portugal, Spanien und Italien sollen schnellstens konsolidiert werden. Entgegen der Hoffnung vieler Marktteilnehmer und anders als Canopy Growth vor wenigen Tagen, hat Aurora Cannabis keine Prognose abgegeben, wann man mit einem Breakeven rechnet. Die bisherigen Schätzungen wurden im ersten Geschäftsquartal kassiert, da man erhebliche Unsicherheiten durch die Pandemie sieht. Das hört man oft!

Der Aurora-Kurs legte in 2021 bereits 80% zu, ein riesen Schluck aus der Pulle wie wir meinen. Nun droht ein schärferer Rückgang, gestern fiel der Wert auf 17,00 CAD zurück – das Hoch vor wenigen Tagen lag bei 24,00 CAD. Wir würden Vorsicht walten lassen, die Korrektur könnte sich noch ausdehnen!


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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  • Kupfer
  • Rohstoffe
  • Wasserstoff
  • Digitalisierung
  • Energiewende
  • Elektromobilität

Eines haben die drei genannten Trends gemeinsam: Sie benötigen Elektrizität. Und wo immer Elektronen Arbeit verrichten, sind Materialien für den Stromtransport und die Stromspeicherung gefragt. Dabei kommen je nach Anwendung unterschiedliche Stoffe zum Einsatz. So wird Gold hauptsächlich im Bereich der Konnektoren eingesetzt, ebenso wie Silber, das aber auch in zahlreichen Beschichtungen, z.B. für Sitzheizungen oder in Infotainment-Systemen, steckt. Kupfer wiederum ist das Material der Wahl für alle Kabelverbindungen, während für die Speicherung von Strom Stoffe wie Lithium oder Kobalt benötigt werden oder in Zukunft auch Wasserstoff. Folgende Unternehmen liegen mit ihren Produkten voll im Trend und sollten in keinem Depot fehlen.

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