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19.01.2022 | 06:00

Novavax, Meta Materials, BASF – Innovationen bieten große Renditechancen

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Bildquelle: pixabay.com

Unternehmen, die Innovationen bereitstellen um bestehende Probleme zu lösen, sind ideale Anlageziele. Dabei die richtigen Kandidaten herauszufiltern, ist die wichtigste Aufgabe für einen Investor. Es gibt Produkte, bei denen bedarf es wenig Erklärungen. Bei Unternehmen, die fortschrittliche Technologien entwickeln, können Patente einen Hinweis auf die Zukunftsaussichten des Unternehmens geben. In jedem Fall sollte der Markt analysiert werden, den die Produkte bedienen können. Wir sehen uns heute drei innovative Unternehmen an.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: NOVAVAX INC. DL-_01 | US6700024010 , Meta Materials Inc. | US59134N1046 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111

Inhaltsverzeichnis:


    Novavax – Alternative zu mRNA

    Der amerikanische Impfstoffhersteller Novavax hat das Rennen um eine Alternative zum mRNA-Impfstoff gewonnen. Nachdem es in der letzten Zeit kaum gelungen ist, Impfskeptiker von der mRNA-Impfung zu überzeugen, könnte der Impfstoff die Lösung sein. Etwa ein Viertel der Bevölkerung in Europa hat noch keinen Schutz vor dem Coronavirus. Selbst wenn lediglich 40% der Skeptiker mit der neuen Methode überzeugt werden können, hat das Unternehmen rund 45 Mio. neue Kunden.

    In 170 Ländern ist der Impfstoff bereits erhältlich. Für 10 weitere Länder, darunter sind Japan, Großbritannien und Australien, erwartet der CEO die Notfallzulassung innerhalb der nächsten 90 Tage. Der vollständige Antrag für die USA steht noch aus. Am 14. Januar hat die französische Gesundheitsbehörde Nuvaxovid zugelassen. Damit ist ein wichtiger Schritt auf dem europäischen Markt gelungen. Läuft der Impfstoff gut könnte die Erstbestellung der Europäischen Kommission über 100 Mio. Dosen verdoppelt werden.

    Die Aktie wurde zuletzt deutlich abgestraft. Grund ist die Sorge der Anleger, dass die Omikron Variante die Pandemie beenden könnte und so kein Impfstoff mehr benötigt wird. Wie man aber schon an der Grippe sieht, kann auch die nicht durch eine Impfung ausgerottet werden. Wir werden wohl auch in Zukunft mit dem Virus leben müssen. Die Aktie ging am Freitag mit 110,82 USD aus dem Handel. Der Supportbereich um 106 USD hat also vorerst nach unten gehalten. Das Hoch aus dem Vorjahr von 331,68 USD wird so schnell nicht erreicht werden, aber ein größerer Rebound ist bei einer guten Nachricht denkbar.

    Meta Materials – kann die Welt verändern

    Die kanadische Meta Materials hat sich auf die Erfindung, Entwicklung und Herstellung von Metamaterialien spezialisiert. Auf Basis einer Technologieplattform werden hauchdünne Folien mittels Holografie, Lithographie und drahtloser Sensorik optimiert und mit Eigenschaften ausgestattet, die es in dieser Form bisher nicht gibt. Ein weiterer Pluspunkt ist die Leichtigkeit des Materials, was in vielen Bereichen wichtig ist und den Zugang zu zukunftsträchtigen Märkten wie 5G, Elektrofahrzeuge, Unterhaltungselektronik, Erneuerbare Energien und vielem mehr ermöglicht.

    Bisher war die Herstellung von Metamaterialien nur in Labors möglich. Das Unternehmen will im ersten Halbjahr 2022 mit einer Pilotproduktion der Folien mit einer Breite von 50cm auf Rollen beginnen. Die Investitionskosten liegen bei bescheidenen 10 Mio. USD. Das Unternehmen hat den Produktionsprozess in über zehn Jahren entwickelt und mehrere Mio. USD investiert. Um den Wettbewerbsvorteil zu sichern, wurden 247 Patente in 68 Patentfamilien angemeldet. 156 Patente sind bereits erteilt und darüber hinaus besitzt das Unternehmen neun eingetragene Marken. Ein Blick auf die Liste der Kunden und Entwicklungspartner verdeutlicht das Potential des Unternehmens. Auf der Liste befinden sich unter anderem Mazda, Covestro, Sony, Samsung, Boeing und einige mehr.

    Um die Führungsposition bei der Kommerzialisierung der Metamaterialien auszubauen, wurde die Nanotech Security für 90,9 Mio. Kanadische Dollar (CAD) übernommen und komplett aus dem Cash Bestand bezahlt. Damit wurde der Geschäftsbereich Sicherheit um ein Nano-Imprint-Lithographie spezialisiertes Unternehmen erweitert. Wer sich ein genaueres Bild von dem Unternehmen machen will, sollte sich den Aufritt des CEOs auf dem International Investment Forum ansehen. Dort kann man auch Fragen stellen. Die Aktie befindet sich aktuell in einem Abwärtstrend und notiert bei 2,14 USD. Eine positive Meldung kann der Aktie aber sofort Schub verleihen.

    BASF – 950 Patente pro Jahr im Schnitt

    Die BASF ist ein weltweit tätiges Chemieunternehmen und ist in sechs verschiedenen Segmenten aktiv. Der Konzern ist ein Musterbeispiel für Innovationskraft. Schaut man sich die neuen Patente von 2018 bis 2020 an, so kommt man auf einen Schnitt von 950 neuen Patenten pro Jahr. Diese Entwicklungen helfen dem Unternehmen Jahr für Jahr weiterhin ein großer Player in der Chemiesparte zu bleiben. Nebenbei unterhält das Unternehmen strategische Partnerschaften mit Wintershall Dea im Bereich Öl und Gas, IntelliSense.io und Contemporary Amperex Technology für Lösungen im Bereich Batteriematerialien, einschließlich aktiver Kathodenmaterialien und Batterierecycling.

    Ende Dezember verkaufte der Konzern seinen Produktionsstandort in Quincy, USA, samt dem Attpulgit-Geschäft für 60 Mio. USD an Clariant. Gleichzeitig sicherte man sich einen langfristigen Liefervertrag für Attpulgit um keine Lieferengpässe in dem Bereich zu haben. Um diesen Engpässen vorzubeugen, hat sich das Unternehmen auch stark in China engagiert. Sollte es dort zu Fabrikstilllegungen durch Corona-Fälle kommen, könnte das den Konzern treffen.

    Die Aktie der Ludwigsburger ist mit einem Plus von gut 10% in das Jahr gestartet. Das ist immer noch deutlich unter den Kurszielen der Analysten, die die Aktie für einen Kauf halten. Die Spanne reicht von 74 EUR der Nord LB bis hin zu 114 EUR von Bernstein Research. Nach dem letzten Anstieg in den vergangenen Tagen ist die Dividendenrendite erstmals wieder unter 5% gerutscht. Gleichzeitig wurde auch der Abwärtstrend gebrochen. Interessierte Investoren sollten aktuell aber auf einen Rücksetzer warten, bevor sie einsteigen.


    Innovation zahlt sich langfristig aus, sofern die Produkte Probleme lösen. Novavax bietet eine Alternative für Impfskeptiker. Meta Materials bietet schon heute Materialien von morgen. Sobald die Produktion aufgebaut ist, wird der Umsatz stark wachsen. BASF ist ein Standardwert für Dividendenjäger, investiert aber laufend in die Entwicklung von neuen Produkten, wie man an den Patenten ablesen kann.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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