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16.06.2021 | 05:10

Nordex, Theta Gold Mines, SAP – Tag der Entscheidung!

  • Inflation
  • Märkte
Bildquelle: pixabay.com

Die rasanter als erwartet anziehende Inflation bereitet den Marktteilnehmern immer größere Sorgen. Der Chef der US-Notenbank, Jerome Powell, wiess immer wieder darauf hin, dass die FED trotz der im Moment wachsenden Preissteigerungen an der lockeren Geldpolitik festhalten will. Am Abend tagt der Offenmarktausschuss der US-Notenbank. Berichten zufolge sind immer mehr Mitglieder für eine frühere Zinsanhebung, was schwerwiegende Folgen für Wirtschaft und Börse nach sich ziehen würde.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Feulner
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Theta Gold Mines – Viele Eisen im Feuer

Steigende Zinsen wären im aktuellen Umfeld Gift für die hoch verschuldeten Staaten und Unternehmen. Die Billionen-Dollar-Konjunkturpakete, die US-Präsident Joe Biden zur Ankurblung der Wirtschaft aufgelegt hat, beruhen auf der Annahme, dass die Zinsen wie im Augenblick an der Nulllinie verweilen. Die Inflation, die aktuell in die Höhe schnellt, sieht die Mehrheit der Experten als temporär und erwartetet deswegen kein schnelles Handeln der Notenbanken im Hinblick auf Tapering oder sogar Zinserhöhungen. Der Status Quo mit hoher Inflation, wachsenden Staatsverschuldungen und extrem niedriger Zinsen ist der Nährboden für einen weiter steigenden Goldpreis.

Aufgrund der Stimmen, die eine Erhöhung der Leitzinsen fordern, fiel der Preis, der nach dem Tief bei 1.680 USD seine zentrale Widerstandsmarke bei 1.920 USD fast nach oben durchbrochen hätte, zu Wochenbeginn unter seine Unterstützung bei 1.875 USD. Durch den Abverkauf liegt der Preis des Edelmetalls bei 1.864 USD. Gefahr droht, sollte die Unterstützungsmarke bei 1.848 USD kippen. Sollte auch diese markante Marke nicht halten, wäre ein Rückgang in den Bereich um 1.810 USD die logische Folge. Nach oben würde sich das Chartbild erst wieder durch das Überschreiten der 1.890 USD und dann folglich der 1.920er-Marke aufhellen. Durch die fundamentalen Rahmenbedingungen sehen wir in der aktuellen Entwicklung eine weitere kurzfristige Korrektur im Aufwärtstrend und erwarten noch in diesem Jahr Kurse über der Schwelle von 2.000 USD.

Die Korrektur, die seit August 2020 beim gelben Edelmetall läuft, lies Aktien von Goldproduzenten und Explorationsunternehmen stark korrigieren. Aufgrund dessen gibt es bei vielen Unternehmen attraktive Einstiegschancen mit Aussicht auf überproportionale Kursgewinne. Theta Gold Mines ist aus mehreren Gründen interessant. Zum einen sitzen im Board des Explorationsunternehmens Top-Manager mit jahrzehntelanger Bergbauerfahrung, die Positionen bei Größen wie Harmony Gold oder Jupiter Mines innehatten. Zum anderen bieten die Liegenschaften von Theta Gold enormes Potenzial. Das Unternehmen besitzt über 62.000 Hektar Goldabbaurechte, die den Großteil der Eastern Transvaal Gold Fields ca. 350 km östlich von Johannesburg abdecken. Durch die Ausrichtung auf hochgradige, oberflächennahe Gold-Riff-Lagerstätten auf den Goldfeldern Pilgrims Rest und Sabie Gold Fields, plant das Management durch den Einsatz moderner Bergbau- und Goldverarbeitungstechniken über 350.000 Unzen Gold zu produzieren.

Insgesamt besitzt Theta Gold Mines 43 historische Minen. Um einen dauerhaften Cash-Flow zu generieren, wird Zug um Zug mit der Entwicklung von zunächst drei Minen im Untertagebau begonnen. 160.000 Unzen Gold will Theta Gold Mines pro Jahr abbauen und ab dem kommenden Jahr 2022 produzieren. Hervorzuheben sind die günstigen Produktionskosten, die sich bei 950 USD pro Unze Gold bewegen. Die Aktie wird an der Nasdaq OTCQX Best Market und Frankfurt gehandelt. Die Aktionärsstruktur besteht zu mehr als 60% aus institutionellen Investoren. Aktuell notiert der Kurs bei 0,18 USD. Eine Studie von Zacks Small Cap Research sieht bei dem Unternehmen einen Fair Value bei 0,69 USD.

Ein ausführliches Interview mit dem Chairman von Theta Gold Mines, Bill Guy, können Sie hier nachlesen.

Nordex - Schritt in die richtige Richtung

Befreiungsschlag für den Windanlagenbauer Nordex oder nur ein kurzes Strohfeuer? Zumindest bremsen konnte der Kurs, der am Vortag ein neues Jahrestief bei 16,59 EUR markierte, seine Abwärtsspirale. Der Grund war die Unternehmensmeldung, dass Nordex kurz vor einem Auftrag in Australien stehe, der in den nächsten Wochen unter Dach und Fach gebracht werden soll. Bei den sich im Endstadium befindenden Verhandlungen geht es um die Lieferung und Installation von bis zu 180 Windkraftanlagen des Typs Nordex N163/5.X der Delta4000-Baureihe für das Windentwicklungsgebiet MacIntyre der spanischen Acciona Energia im australischen Bundesstaat Queensland. Die Gesamtleistung, die 2024 in Betrieb gehen soll, liege bei etwa 1.026 Megawatt.

Aus charttechnischer Sicht gibt es noch keine Entwarnung zu vermelden. Die Anschlusskäufe ließen bereits am gestrigen Tag wieder nach. Sollte der Kurs erneut ein neues Jahrestief anvisieren, ist ein Abrutschen in den Unterstützungsbereich bei zunächst 14 EUR nicht unmöglich.

SAP - Interessante Konstellation

SAP und TeamViewer wollen in Zukunft gemeinsame Wege beschreiten, um die digitale Transformation in der Industrie zu beschleunigen. Dazu gehören gemeinsame Vermarktungsaktivitäten, ein breiteres Angebot und maßgeschneiderte Lösungen. TiemViewer wird demnach in das SAP-Programm eingegliedert. Außerdem soll die Software-Suite Frontline in SAP-Lösungen integriert werden. Der Kurs der Walldorfer liegt kurz vor einem Kaufsignal bei 121,44. Zudem wäre bei 122,88 EUR die Lücke, die durch die enttäuschenden Quartalszahlen gerissen wurde, geschlossen.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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