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26.04.2021 | 04:50

NewPeak Metals, Barrick Gold, E.ON – Das sind die Favoriten bis Ende 2021!

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Bildquelle: pixabay.com

Aktienindizes auf Allzeithoch, Volatilität sinkt, Bitcoin fällt, Edelmetallpreise konsolidieren. Mit diesen Worten lässt sich die Gemengelage an den Börsen umreißen. Die Inflationsgefahr, steigende Zinsen und Enttäuschungen während der laufenden Berichtssaison in Folge sehr hoch gesteckter Erwartungen, könnten jedoch zu einer ruckartigen Stimmungsverschlechterung an den Börsen führen. Da lohnt sich ein Blick auf die Krisenwährung Gold und den kleinen Bruder Silber. Das World Silver Institute hat vor wenigen Tagen die Studie „World Silver Survey 2021“ veröffentlicht und gelangt zu einem interessanten Fazit. Auf Basis der sich abzeichnenden Nachfrage- und Angebotssituation wird ein Preisniveau von 32 USD in der zweiten Jahreshälfte prognostiziert.

Lesezeit: ca. 5 Minuten. Autor: Carsten Mainitz


NEWPEAK METALS LIMITED – viele Pfeile im Köcher

WKN: A2QCW3 ISIN: AU0000104374 Symbol: NPM
Wer nach einem gut diversifizierten Rohstoffunternehmen mit einem hohen Kurspotenzial sucht, der sollte sich die noch wenig bekannte NewPeak Metals genauer anschauen. Der australische Micro Cap, der seit kurzem auch in Frankfurt gehandelt wird, ist angesichts der nachfolgend beschriebenen Potenziale eine gute Investmentopportunität. Die Gesellschaft besitzt drei qualitativ hochwertige Goldexplorations-Assets in drei der besten Bergbau-Jurisdiktionen der Welt: Argentinien, Neuseeland und Finnland. Im laufenden Jahr werden umfangreiche Bohrprogramme auf allen Liegenschaften realisiert und für einen stetigen Newsflow sorgen. Ziel des Unternehmens ist, eine Goldressource von mehreren Millionen Unzen zu definieren. Dazu verfügt die Gesellschaft auch in Bezug auf die personelle Besetzung über eine exzellente Ausgangslage mit CEO David Mason, dem Aufsichtsratsmitglied Nick Mather, der bis Januar 2021 die Position des CEO von Solgold innehielt, sowie dem Berater Neil Stuart, der seine Erfahrung von Cerro Negro und Orocobre einbringt.

Das größte Asset im Portfolio ist das Goldprojekt Cachi in Argentinien. Ende letzter Woche veröffentlichte NewPeak Bohrergebnisse. Diese zeigten erhöhte Silbergehalte in Verbindung mit einer Gold-Mineralisierung. Auf dem Vetas Cachi-Ziel wurden insgesamt 8 Diamantbohrlöcher über 1.136 Meter abgeschlossen. Das beste Ergebnis zeigte auf einer Länge von 27,25 Metern eine Mineralisierung von 0,81g/t Gold und 67,1g/t Silber. Die Gesellschaft wertet die gesamten Bohrdaten als Beleg dafür, dass ein potenziell massives epithermales Edelmetallsystem existieren könnte. Um dies zu zeigen, werden viele weitere Bohrkampagnen erforderlich sein. Als Indiz können derweil zahlreiche existierende große Edelmetallprojekte in der Nachbarschaft in der gut erschlossenen Goldprovinz Deseado Massif dienen.

Einen weiteren Pfeil im Köcher hat die Gesellschaft mit dem Cap Burn Goldprojekt in Neuseeland. Hier läuft momentan ein Bohrprogramm, über dessen Ergebnisse die Gesellschaft im Juni berichten wird. Die finnischen Goldprojekte bestehen aus dem Tampere-Goldprojekt, das von Sotkamo Silver Oy erworben wurde, und den Southern Gold-Lizenzen, die von Sunstone Metals Limited erworben wurden. Im Mai sollen die Bohrungen in Finnland starten. Äußerst interessant ist auch das schwedische Wolframprojekt Bergslagen. Hier wurden Gutachten beauftragt, die in der zweiten Jahreshälfte zu erwarten sind. Zudem hält NewPeak eine strategische Beteiligung von 30% am Öl- und Gasunternehmen Lakes Blue Energy. Derzeit ist die Gesellschaft lediglich mit 17 Mio. AUD oder umgerechnet 11 Mio. EUR bewertet. Alles in allem sind das angesichts der zahlreichen Assets absolute Kaufkurse für die Aktie von NewPeak Metals.

BARRICK GOLD – gut diversifizierter Rohstoffriese

WKN: 870450 ISIN: CA0679011084 Symbol: ABR
Barrick besitzt viele der global produktivsten Goldareale und ist ebenso der zweitgrößte Golderzeuger der Welt. Kupfer spielt zudem eine wichtige Rolle. Der derzeit mit 49 Mrd. CAD bewertete Rohstoffriese verfügt über ein breit diversifiziertes Portfolio. Barrick ist weltweit in 13 Ländern tätig, insbesondere in Nord- und Südamerika sowie in Afrika.

Mitte des Monats gab der Konzern vorläufige Zahlen für das erste Quartal bekannt. Wie erwartet, sank die Produktionsmenge leicht. Mit höheren realisierten Preisen konnte der Rückgang jedoch unter dem Strich überkompensiert werden. Am 5. Mai werden die endgültigen Q1-Zahlen berichtet. Für das laufende Geschäftsjahr haben die Kanadier eine Produktionsmenge von 4,4 bis 4,7 Mio. Unzen Gold und einen Kupfer-Output von 410 bis 460 Mio. Pfund in Aussicht gestellt. Wir sind auf die Cashflows und die „Kriegskasse“ gespannt. Per Ende 2020 wies der Konzern keine Nettoverschuldung auf und verfügte über Barmittel in Höhe 5,2 Mrd. USD sowie über eine Kreditfazilität von 3 Mrd. USD. Dies eröffnet dem Konzern auch in Zukunft viele Optionen zu wachsen, auch durch Übernahmen.

Anleger können mit der Aktie von steigenden Notierungen des Edelmetall- und des Kupferpreises profitieren. Zudem ist die Finanzkraft des Konzerns ein großer Pluspunkt, der eine Bewertungsprämie rechtfertigt. Aktuell notiert das Papier bei knapp 28 CAD. Analysten formulieren im Durchschnitt ein Kursziel von 36,80 CAD, ein Aufwärtspotenzial von gut 30%.

E.ON SE – Rückenwind aus den USA

WKN: ENAG99 ISIN: DE000ENAG999 Symbol: EOAN
Um die Klimaziele zu erreichen spielen erneuerbare Energien eine zentrale Rolle. Während die Solarenergie ein wichtiger Bestandteil des Energiemix ist und mittelfristig zu einer spürbar steigenden Silbernachfrage im Zuge der Verbauung von Silber in Solarmodulen führen sollte, wird grünem Wasserstoff eine rosige Zukunft bescheinigt. Wichtig für die globale Zielerreichung ist, dass die großen Volkswirtschaften Nachhaltigkeitsziele priorisieren. Vor wenigen Tagen kam ein wichtiger Schritt mit Signalcharakter aus den USA. US-Präsident Joe Biden rief zu einem zweitägigen Online-Gipfel auf, um über das Weltklima und die Reduzierung von Treibhausgasen zu sprechen. Die Abkehr zur Klimapolitik seines Vorgängers Trump war zu erwarten gewesen, dass nun auch China und Russland an dieser Konferenz teilnehmen ist als Erfolg zu werten. Die Volksrepublik, die Vereinigten Staaten, Indien und Russland stehen für rund 55% der weltweiten CO2-Produktion.

Das verbesserte Makro-Umfeld für Energietitel führte in der letzten Woche zu einer positiveren Einschätzung der Citigroup für Branche und Einzeltitel. Die Citigroup stufte die E.ON-Aktie am Freitag von einem bisher neutralen Votum auf "Buy" hoch und formulierte ein Kursziel von 12 EUR. Vor Kurzem hatte bereits Goldman Sachs das gleiche Kursziel für den Dax-Titel genannt. In der öffentlichen Diskussion wird größtenteils über die Erzeugung von Energie gesprochen. Ganz maßgeblich ist jedoch auch die Infrastruktur und die damit verbundene Versorgungssicherheit. Dabei kommt E.ON eine besondere Bedeutung zu. Durch die erfolgreiche Integration von innogy ist der Dax-Konzern heute der führende Verteilnetzbetreiber in Nord- und Zentraleuropa.

Vor wenigen Wochen veröffentlichte der Konzern den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr. Es wurde ein bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT) von 3,8 bis 4,0 Mrd. EUR und ein bereinigter Konzernüberschuss von 1,7 bis 1,9 Mrd. EUR in Aussicht gestellt. Zudem soll bis Jahresende die Verschuldung deutlich reduziert werden (4,8 bis 5,2faches EBITDA). Die Aktie ist in mehrfacher Hinsicht moderat bewertet und verspricht Aufwärtspotenzial. Legt man die durchschnittlichen Prognosen der Analysten für das Folgejahr 2022 zugrunde, dann notiert der Titel derzeit mit einem 2022er KGV von 12 und einer erwarteten Dividendenrendite von 5,9%. Sollten die oben genannten US-Analysten recht haben, sinkt das KGV nochmals deutlich ab und die Dividendenrendite erhöht sich. Für langfristige Anleger, die die Ausschüttungskomponente in ihrem Depot durch einen Titel mit einem planbaren Geschäftsmodell erhöhen wollen, ist die Aktie genau das richtige.


Der Autor

Carsten Mainitz

Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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