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2021-08-18 05:36

Newmont, Sitka Gold, Royal Dutch Shell – Rohstoffpreise sollen weiter steigen

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Bildquelle: pixabay.com

Eine Studie aus Juli mit 1.000 europäischen Unternehmen hat ergeben, dass sämtliche Befragten von einem weiteren Anstieg der Rohstoffpreise ausgehen. Zum Teil sind diese Preissteigerungen, die wir im letzten Jahr sehen konnten, auf die Corona Pandemie zurückzuführen. Während des Lockdowns wurde die Produktion der Rohstoffe heruntergefahren, und als die Nachfrage plötzlich spürbar anstieg, war man darauf nicht vorbereitet. Die Lieferketten sind auch heute noch gestört. Doch Dank der steigenden Impfquoten läuft die Wirtschaft in vielen Teilen der Welt wieder richtig an. Die Nachfrage nach Öl bleibt langfristig hoch und auch Gold ist trotz dem kurzfristigen Ausverkauf weiter in seinem langfristigen Aufwärtstrend.

Lesezeit: ca. Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: NEWMONT CORP. DL 1_60 | US6516391066 , ROYAL DUTCH SHELL A EO-07 | GB00B03MLX29 , Sitka Gold Corp | CA8606471065

Inhaltsverzeichnis:


    Newmont – aktuell im Abwärtstrend

    Newmont ist der größte Goldproduzent der Welt und so wurde die Aktie durch den sinkenden Goldpreis mit nach unten gezogen. Als der Ausverkauf bei Gold am 6. August einsetzte, konnte die Aktie sich im Verhältnis recht gut halten. Auf der anderen Seite ging die Erholung bei Gold um mehr als 100 USD genauso spurlos an der Aktie vorbei. Operativ ist das Unternehmen insbesondere durch seine Kupferproduktion sehr gut aufgestellt. Immerhin 25% des Umsatzes entfällt auf das immer wertvoller werdende Metall.

    Die Zahlen für das 2. Quartal legten im Vorjahresvergleich deutlich zu. Es wurde ein Nettogewinn von 640 Mio. USD erzielt im Vergleich zu 412 Mio. USD im Vorjahr. Beim Umsatz konnte man über 29% zulegen auf 3.065 Mio. USD. Das liegt vor allem an der deutlichen Steigerung beim Goldabbau von über 15%. Durchschnittlich wurde eine Unze Gold zu 1.823 USD verkauft. Für das Jahr erwartet das Management eine Produktion von 6,5 Mio. Unzen. Die Kosten pro Unze belaufen sich derzeit auf 970 USD pro Unze.

    Die Aktie hat aktuell einen Abwärtstrend ausgebildet und auf dem Weg nach unten zwei wichtige Marken gebrochen. Mit Bruch der 60,89 USD wurde dieser aktiviert. Der nächste Widerstand bei 59,26 USD wurde ebenfalls gebrochen und so könnte ein Test der 54,18 USD anstehen. Für Dividendenjäger ist die aktuelle Dividendenrendite von etwa 3,7% vielleicht schon jetzt interessant. Langfristig sehen wir Newmont gut aufgestellt.

    Sitka Gold – viele spannende Projekte

    Die Sitka Gold Corp. ist ein kanadischer Explorer, der sich auf die Erschließung von Mineralvorkommen, hauptsächlich Gold, fokussiert. Insgesamt besitzt das Unternehmen fünf verschiedene Projekte, die Gold, Silber, Kupfer und Zink beherbergen und sich in Kanada oder den USA befinden. Derzeit laufen Bohrprogramme in Nevada und dem Yukon. Das RC-Goldprojekt im Yukon ist 372 qkm groß und seit Juni wurden dort neun Bohrungen mit einer Gesamtlänge von 3.494m abgeschlossen. Mit der Bohrung soll das Gebiet der 2020 entdeckten Goldvorkommen erweitert werden. Man wartet derzeit auf die Ergebnisse aus dem Labor. Das zweite Projekt im Yukon nennt sich OGI und enthält Silber, Zink und Gold.

    Das Goldprojekt Alpha in Nevada ist 404 Hektar groß und wird nach ersten Ergebnissen im Mai dieses Jahres weiter untersucht. Das erste Bohrloch ist bereits abgeschlossen und zur Untersuchung in ein Labor geschickt. Aktuell wird auf dieser Liegenschaft ein Step-Out Bohrloch gebohrt, um hochgradige Zonen des Goldsystems näher zu untersuchen. In Arizona liegt das Burro Creek Projekt, ein historisches Abbaugebiet von Silber und Gold. Dort wurden die ersten Bohrungen 2020 abgeschlossen und brachten bis zu 17,55 g/t Gold und 33 g/t Silber zum Vorschein. Aktuell versucht man Genehmigungen für weitere Bohrungen zu erhalten. Darüber hinaus gibt es noch das Coppermine River Projekt in Kanada. Dort wurden hochgradige Kupfer Proben mit bis zu 41,54% entdeckt.

    Das Management hat bereits mit Tundra Copper bewiesen, dass sie wissen wie man ein Unternehmen mit Erfolg aufbaut. Das Unternehmen ist bei einem aktuellen Aktienkurs von 0,15 Kanadischen Dollar (CAD) mit aktuell gut 8,5 Mio. CAD günstig bewertet. Das Hoch der Aktie lag in diesem Jahr bei 0,34 CAD. Als die neuen Aktien aus der letzten Kapitalerhöhung handelbar wurden, kam Verkaufsdruck auf, der aber anscheinend abgeflaut ist. Interessierte Aktionäre sollten unbedingt mit Limit arbeiten, da der Spread recht hoch ist.

    Royal Dutch Shell – aktuell günstig bewertet

    Royal Dutch Shell (RDS) hat es schwer momentan. Zuerst das Urteil in Amsterdam, womit der Konzern gezwungen wird deutlich mehr für den Klimaschutz zu tun, dann die Zahlung von 110 Mio. USD, um einen langjährigen Streit aufgrund einer Ölpest in Nigeria beizulegen. Am 4. August fiel der Ölpreis unter 70 USD und außerdem geht die Angst vor Corona wieder um, da die Inzidenzen in vielen Industriestaaten wieder ansteigen. Das würde eine Abschwächung der Konjunktur und damit der Ölnachfrage bedeuteten.

    In China beispielsweise wurde nach einem Corona-Fall ein ganzer Hafen gesperrt. China ist mit seinem Ressourcenhunger immer ein Barometer für die gesamte Ölnachfrage. Trotzdem muss man festhalten, dass Ölpreise über 50 USD ausreichend sind für die Ölmultis wie RDS, um Gewinne einzufahren. Im Gegensatz zur Konkurrenz ist das Unternehmen aktuell günstig bewertet. Die Analysten erwarten für dieses Jahr ein Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 8. Ein solch tiefes KGV hatte die Aktie zuletzt in der Finanzkrise.

    Die Aktie läuft seitwärts in der Schiebezone, die sich zwischen Anfang Februar und Mitte März gebildet hat. Am 20. Juli konnte das Papier den Sturz unter den 200er gleitenden Durchschnitt abwenden. Damit sich das Chartbild aufhellt, müsste der Kurs über 17,82 EUR schließen. Für Dividendenliebhaber ist die Dividendenrendite von über 4% durchaus attraktiv.


    Solange es keine weiteren Lockdowns in den großen Industrienationen gibt, wird die Wirtschaft sich erholen. Öl wird nach wie vor gebraucht und so wird Royal Dutch Shell dieses Jahr ein sehr gutes Ergebnis abliefern. Bei Gold kommt noch die Inflation hinzu, die für mehr Nachfrage bei dem Edelmetall sorgen könnte. Als Investor kann man zu einem Platzhirsch wie Newmont mit einer Dividende greifen, oder spekulativ auf einen Explorer wie Sitka Gold setzen, wo die Chance besteht, dass sich der Wert in kurzer Zeit verdoppelt.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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