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27.08.2020 | 05:50

NEL ASA, PowerCell Sweden, Royal Helium - die Luftfahrt als Wachstumsmarkt

  • Helium
  • Wasserstoff
  • Luftfahrt
  • Mobilität
Bildquelle: pixabay.com

Das britische Unternehmen Hybrid Air Vehicles sitzt in Bedford, nördlich von London, und entwickelt mit Airlander das größte Flugzeug der Welt. Die Besonderheit dieses Typs ist jedoch, dass es sich um ein Hybrid aus Luftschiff und Flugzeug handelt. Helium hält das Luftschiff in der Höhe und Motoren steuern den Start, die Flugrichtung und natürlich auch die Landungen. Besondere Vorteile von Airlander sind, dass die Besatzung bis zu fünf Tage in der Luft bleiben kann und es ist keine Start- oder Landebahn erforderlich. Das Luftschiff kann auf allen ebenerdigen Flächen starten und landen, die eine erforderliche Mindestgröße für den Riesen bieten. Aktuell steuern vier Dieselmotoren die Richtung des Flugzeuges, in Zukunft sollen jedoch zwei Verbrenner durch Elektromotoren ersetzt werden. Das Unternehmen geht davon aus, dass Airlander im Vergleich zu herkömmlichen Flugzeugen nur 25% der Energie für dieselbe Aufgabe benötigt.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Mario Hose


ROYAL HELIUM LTD - Fokus auf Versorgungssicherung

WKN: A2PQ6N ISIN: CA78029U2056 Symbol: RD31
Royal Helium ist ein kanadisches Unternehmen und auf die Gewinnung von Helium fokussiert. Das Edelgas lässt sich nicht künstlich herstellen und muss aus entsprechenden Vorkommen im Boden gewonnen werden. Das Unternehmen verfügt über 400.000 Hektar Helium-Rechte in der Provinz Saskatchewan und gehört damit zu den größten Marktteilnehmern. Das Management plant in den kommenden Jahren ein großer Anbieter von Helium zu werden.

Der größte Abnehmer des Edelgases ist der Gesundheitsbereich, gefolgt vom Fertigungssektor. Der größte Einzelkunde für Helium ist die US-Raumfahrtagentur NASA, denn das Edelgas wird zur Druckkontrolle in den Tanks bei Raketenstarts verwendet. Vor dem Hintergrund, dass die Starts von Raketen im Zusammenhang mit dem geplanten Raumfahrttourismus weiter zunehmen werden und immer mehr Satelliten ihre Arbeit aufnehmen, wird der Verbrauch von Helium weiter steigen. Neben SpaceX wird in Zukunft wahrscheinlich auch Airlander häufiger in den Medien erscheinen und die Nachfrage nach Helium ankurbeln.

NEL ASA - Expertise in der Wasserstoff-Erzeugung

WKN: A0B733 ISIN: NO0010081235 Symbol: D7G
Der norwegische Anlagenbauer NEL hat sich einen Namen in der Wasserstoff-Industrie gemacht. Das Unternehmen kann Lösungen für die Herstellung von Wasserstoff anbieten und steht auch als Partner beim Aufbau von Tankstationen für eine Infrastruktur der modernen Elektromobilität zur Verfügung. In Deutschland gibt es ein Tankstellennetz mit Benzin und Diesel von über 14.000 Standorten und entsprechend groß ist auch das Potenzial für vergleichbare Wasserstoff-Tankstellen.

Gerade beim Aufbau einer Airlander Flotte wird in den kommenden Jahren die Energieträger-Versorgung für die Elektromotoren zur Steuerung des Luftschiffes an Bedeutung gewinnen. Der Einsatzbereich von Wasserstoff ist groß und es wird immer wichtiger, dass die Erzeugung des Energieträgers mit einer sauberen Umweltbilanz geschieht.

POWERCELL SWEDEN AB - Verstromungskompetenz für Mobilität

WKN: A14TK6 ISIN: SE0006425815 Symbol: 27W
PowerCell Sweden ist ein weiterer skandinavischer Anbieter von Technologien für das Wasserstoff-Ökosystem. Das Unternehmen ist auf die Entwicklung und Herstellung von Brennstoffzellen fokussiert. Ein zukünftiges Szenario könnte z.B. sein, dass die Airlander die Tanks mit Wasserstoff gefüllt bekommen und anschließend wandeln die Brennstoffzellen den Energieträger wieder in Strom für den Antrieb der Elektromotoren um.

Die Herkunft des Stroms zur Herstellung von Wasserstoff ist wichtig. Sofern der Wasserstoff aus erneuerbaren Energien erzeugt wird, kann die CO2-Emission beim Antrieb eines Airlanders gegenüber herkömmlichen Verbrennungsmotoren reduziert werden. In einigen Jahren werden wir sehen, welche Technologie sich in der Luftfahrt durchgesetzt hat und welche Partner sowie Zulieferer davon profitieren.


Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

Mehr zum Autor


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Kommentar von André Will-Laudien vom 20.01.2021 | 05:20

Royal Helium, Air Liquide, Carnival: Kompetenz in Gas!

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Wasserstoff war in 2020 eindeutig der Stoff aus dem sich Träume erfüllen liessen. Natürlich nur für risikobereite Anleger, die jeden Tag bereit waren ihre Wette zu erhöhen. Zum Jahresende waren dann alle Chips auf dem Tisch, die Wasserstoff-Prominenz hatte Anstiege von 1.000-1.500% absolviert. Seit Jahresanfang taumeln die Topshooter in luftiger Höh - und wir nehmen seit gestern zur Kenntnis: die norwegische NEL kann tatsächlich auch mal fallen. Vermutlich sucht der spekulative Investor in 2021 nun eine neue Welle, die sich reiten lässt - bis jetzt hat sie sich noch nicht gezeigt, aber theoretisch könnte es auch Gas sein, umweltschonend und zu Hauf vorhanden. Why not?

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Kommentar von Nico Popp vom 27.11.2020 | 05:50

Varta, Royal Helium, NEL ASA: Nach dem Hype ist vor dem Hype

  • Batterie
  • Energie
  • Helium
  • Wasserstoff

Die Welt steht vor einer ganzen Reihe von Revolutionen. Die Digitalisierung verändert Geschäftsmodelle und die Art und Weise, wie wir arbeiten und kommunizieren. Neue Energiequellen revolutionieren die Mobilität. Die Aktie von Varta hat zwischen April und Oktober eine beeindruckende Performance aufs Parkett gelegt und mehr als 150% Rendite erwirtschaftet. Zuletzt kam der Wert allerdings wieder ein wenig zurück. Grund genug, dem Unternehmen ein wenig auf den Zahn zu fühlen. Varta stellt Mikrobatterien her, wie sie beispielsweise in Hörgeräten oder anderen haushaltsnahen Geräten zum Einsatz kommen. Bis Ende kommenden Jahres will Varta seine Kapazitäten in diesem Bereich sogar noch ausbauen. Auch bei der Qualität legt Varta eine Schippe drauf und plant, die Energiedichte weiter zu steigern. So will man sich von der Billig-Konkurrenz abheben.

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Kommentar von André Will-Laudien vom 18.11.2020 | 05:50

NIO, Tesla, dynaCERT: Die Zukunft mobilisieren!

  • Mobilität
  • Diesel
  • Wasserstoff
  • Batterie

Die gute Nachricht für die Autozulieferer ist, dass Elektrofahrzeuge immer noch nur einen kleinen Prozentsatz des Automarktes ausmachen - zumindest vorerst. Die schlechte Nachricht ist, dass die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen eine große Herausforderung für die Automobilzulieferer darstellt. Da diese Autos viel weniger Teile haben als jene mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren, sehen sich die Hersteller von Auspuff- und Kraftstoffsystemen sowie traditionellen Getrieben mit erheblichen Störungen konfrontiert, da die E-Mobilität mit ungeahnten Schritten vorangaloppiert. Knackpunkt für die Stromer ist nach wie vor die Ladeplatzverfügbarkeit- und der eingeschränkte Mobilitätsradius. Aber das ändert sich ja bald rapide, wenn die Corona-Hilfstöpfe erstmal in die grüne Infrastruktur fließen.

Trotzdem wird das E-Fahrzeug durch staatliche Emissionsstandards und Anreize gehörig angeheizt, insbesondere in den USA, England, Frankreich, Deutschland und China. Aber die Batteriegetriebenen werden solange keine signifikante Bedrohung für die Verbrenner darstellen, bis die Betriebskosten in etwa gleich hoch sind. In vor allem ärmeren Gegenden des Planeten sowie in unzugänglichen Zonen gibt es keine Alternative zum Verbrenner, das wird in der öffentlichen Diskussion komplett ausgeblendet. Während die Kosten für E-Autos mit der Verbesserung der Technologie zwar weiter sinken, sind sie bisher noch lange nicht wettbewerbsfähig. Dennoch, wenn man die Zeichen der Zeit sieht, haben die Autofirmen schon jetzt Milliarden in elektro-bezogene Technologie investiert, die Weichen der Zukunft sind somit gestellt.

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