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07.05.2021 | 04:30

Kodiak Copper, BASF, Varta - Kupfer-Studie von ICSG wird ignoriert

  • Kupfer
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Bildquelle: pixabay.com

Die International Copper Study Group (ICSG) geht für 2021 und 2022 von einer leichten Überversorgung des Kupfermarktes aus. Hauptgrund soll die schwindende chinesische Nachfrage sein. Diese sinkt, da China die Minenproduktion und Kupferraffination um jeweils etwa 3% ausbaut. Nach Veröffentlichung der Studie stieg der Preis pro Tonne Kupfer dennoch wieder auf über 10.000 USD. Eventuell getrieben von Nachrichten aus Chile, das 2,2% weniger Kupfer fördern konnte als im Vorjahr. Ähnliches ist auch aus anderen großen Kupferproduzentenländern, zum Beispiel Peru zu hören. Das Angebot an Kupferkonzentrat ist momentan niedrig. Daher blicken wir heute auf einen Kupferexplorer, einen Kupferhersteller sowie einen Verbraucher.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Armin Schulz


Kodiak Copper – auf dem Weg zum Kupferproduzenten

Kodiak Copper ist ein Schwesterunternehmen von Great Bear Resources und wurde von Christopher Taylor gegründet. Die Strategie ist darauf fokussiert, Projekte in erstklassiger Lage zu übernehmen, wo bereits erste Bohrungen durchgeführt wurden und zudem weiteres Potenzial besteht.

Dass eine solche Strategie aufgeht, hat man durch die hochgradigen Funde beim sogenannten MPD Copper-Gold Project, in British Columbia, gesehen. Das Gebiet ist 147km² groß, straßenzugänglich, liegt in einem produktiven Kupfer-Gold-Gürtel und ist in der Nähe von produzierenden Minen. Nach ersten Funden in der Gegend und einem konsolidierten Porphyr-Projekt konnte man am 19. April die Übernahme des Axe Copper-Gold Project für 950.000 Aktien von Kodiak Copper vermelden. Das erworbene Grundstück beherbergt mehrere bedeutende historische Kupfer-Gold-Porphyr-Zentren und hat das Potenzial für eine großflächige Kupfer-Gold-Porphyr-Mineralisierung. Für 2021 wurde ein vollständig finanziertes Bohrprogramm von 30.000m angekündigt. Größere Fortschritte werden hier ab dem Sommer erwartet.

Eine zweite Liegenschaft besitzt Kodiak Copper in Arizona, genannt Mohave Copper-Molybdenum-Silver Project. Nach Bekunden gab es hierfür bereits Kaufgebote, allerdings wird dort auch sehr hohes Kupfer-Potential vermutet. Mohave liegt direkt neben einer großen Kupfermine und besitzt ähnliche geologische Eigenschaften wie MPD.

Da der anhaltende Boom in der E-Mobilität auch für steigende Kupferpreise sorgt, könnte man sich mit Kodiak Copper einen Wert mit Potential ins Depot legen.

BASF – kommt gut aus der Krise

Chemieunternehmen wie die BASF sind Klassiker auf dem Gebiet der Grundstoffe. Kupfer ist natürlich nur eines davon. Der Konzern hofft die Auswirkungen durch Corona schnell hinter sich zu lassen. In jedem Fall konnte BASF die Krise nutzen um Fixkosten zu senken und legte im letzten Quartal 2020 einen ordentlichen Schlussspurt hin. Der Konzern steigerte seinen Umsatz in allen Regionen und nahezu allen Marktsegmenten. Es wird erwartet, dass Umsatz und Ergebnis im Jahr 2021 wieder steigen. Das Management geht davon aus, dass der Umsatz von 59,1 Mrd. EUR im Jahr 2020 auf mindestens 61 Mrd. EUR steigt. Das angestrebte Ergebnis vor Zinsen und Steuern soll zwischen 0,5 und 1,4 Mrd. EUR über dem Vorjahr liegen.

Weitere Wachstumstreiber: BASF investiert in den Campus von Novartis in Österreich um sein Produktionsnetzwerk im Bereich biotechnologischer Produkte, speziell Enzymen, weiter auszubauen. Am 4. Mai wurde zudem eine Patent-Kreuzlizenzvereinbarung mit Umicore geschlossen. Es geht um Kathodenmaterialien und Vorprodukte, die entscheidend sind für Kosten, Leistung und Sicherheit bei Lithium-Ionen-Batterien. Gemeinsam wolle man schneller neue Produkte entwickeln.

Die Aktie notiert aktuell unter dem EMA 50. Sollten Kurse darüber schließen, bietet sich weiteres Aufwärtspotential.

Varta – Warten auf die Zahlen

Am 31. März veröffentliche Varta mit Vorlage des Geschäftsberichtes 2020 ein Rekordergebnis und kündigte zudem eine zylindrische Lithium-Ionen-Hochleistungszelle an. Der Akku mit dem Namen V4Drive zeichnet sich durch einen geringen Innenwiderstand aus und ermöglicht ein extrem schnelles Be- und Entladen. Einsatzgebiete sind etwa Werkzeuge mit hohem Drehmoment oder aber auch Antriebskonzepte für Elektrofahrzeuge. Bis Ende des Jahres soll diese Hochleistungszelle in einer Pilotlinie produziert werden.

Aktuell warten Aktionäre auf Veröffentlichung der Quartalszahlen am 12. Mai. Das operative Geschäft wird hauptsächlich von der Nachfrage nach wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Batterien für drahtlose Headsets beeinflusst. Ein Blick auf Apple ist wichtig, da aktuell noch unklar ist, wann AirPods 3 auf den Markt kommen. Der Konkurrenzkampf mit China ist für Varta schwer. Die Marge könnte leiden. Das Unternehmen erwartet für das erste Quartal einen Umsatz von 208 Millionen Euro und ein bereinigtes EBITDA von 56 Millionen Euro. Dies führt zu einer Gewinnspanne von 26,9%.

Die EBITDA-Marge wird damit voraussichtlich um 2,5 Prozentpunkte auf 30% steigen. Analysten sehen den Wert einer Aktie aktuell in einer Spanne zwischen 83 und 143,80 EUR. Der Schnitt liegt bei 115,54 EUR und dort steht die Aktie aktuell auch. Viel Potential besteht aktuell nicht, es sei denn, die Zahlen überraschen.


Der Autor

Armin Schulz

Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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