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13.04.2021 | 04:44

Kleos Space, Airbus SE, SAP SE – Space Hightech jetzt kaufen!

  • Hightech
  • Space
Bildquelle: pixabay.com

3 Themen in der Kombination: Big Data – Künstliche Intelligenz – Satellitentechnologie. Cathie Wood, eine weltbekannte Fondsmanagerin, ist die CEO und Chief Investment Officer von ARK Invest, welche die drei renditestärksten Aktien-ETFs der letzten drei Jahre betreibt. Mit ihrem neuesten Produkt ARKX Space Exploration sammelte sie in den ersten fünf Handelstagen ganze 536 Mio. USD ein, wie das Wall Street Journal berichtet. Der neu aufgelegte und börsengehandelte Fonds von Cathie Wood, der sich auf Investitionen in die Weltraumforschung konzentriert, ist damit auf dem besten Weg, einer der erfolgreichsten Fondsstarts der Geschichte zu werden, denn diese Zahl übertrifft bei weitem den Branchendurchschnitt sämtlicher ETFs, die in den ersten 3 Jahren im Schnitt 100 Mio. USD einsammelten. Wir schauen uns mögliche Zielinvestments des Fonds etwas genauer an.

Lesezeit: ca. 4 Minuten. Autor: André Will-Laudien
ISIN: AU0000015588 , NL0000235190 , DE0007164600


Kleos Space S.A. – Das fliegende Auge

WKN: A2N4R3 ISIN: AU0000015588 Symbol: KS1
Bereits im Jahr 1983 brachte der US-Sender ABC den Film „Das fliegende Auge“ in die Kinos. Unter der Regie John Badhams und der Produktion von Columbia Pictures entstand ein spannendes Movie zum Thema Sicherheit und Überwachung. Die Handlung zeigt Roy Scheider als Officer Frank Murphy, einem Veteranen des Vietnamkriegs, der zur Hubschrauberstaffel des LAPD gehört und als hervorragender Pilot gilt. Er und sein Partner, der junge Polizist Lymangood, werden als Besatzung für den neuen Superhubschrauber „Blue Thunder“ ausgewählt, der den Luftraum über Los Angeles sichern und eine neue Dimension in der Verbrechensbekämpfung darstellen soll.

Eine gute Romanvorlage, auch heute noch 37 Jahre später, denn das Thema Bekämpfung und Prävention von Straftaten ist aktueller denn je. Es gibt nach wie vor viele Gründe für die Verbesserung der öffentlichen Sicherheit wie z.B. Terrorabwehr, illegale Einwanderung, Drogen oder Schmuggel. Im Movie noch viel Fiktion, aber die Nachfrage nach sensiblen Daten gibt es schon seit geraumer Zeit, nur heute haben wir Technologien, welche Sprache und Bilder wirklich interpretieren und auswerten können.

Die Kleos Space S.A. ist ein privates Luxemburger Hochtechnologieunternehmen, dass bereits 4 Satelliten im Orbit betreibt, einer der Aktivitäten ist der maritime Anwendungsbereich. Es geht in erster Linie um das Identifizieren von Funk- und Bewegungsaktivitäten, denn hier werden Dinge sichtbar, die wegen krimineller Intelligenz lange im Verborgenen lagen. Wie Kleos Kunden diese Daten einsetzen, hängt von deren Geschäftsmodellen ab und zielt auf private und staatliche Interessen der Wegesicherung oder der Auswertung von illegalen Aktivitäten. Alles Anwendungsbereiche mit hoher Brisanz und qualitativen Ansprüchen in Sicherheit und Validität.

Die aktuelle Kapitalisierung der Kleos-Aktie von gut 128 Mio. AUD ist groß genug, um auch in den Fokus eines ARKX Fonds zu kommen. Der Wert ist in Deutschland mittlerweile gut eingeführt und zieht beständiges Interesse auf sich, auch die Analysten von First Berlin raten zum Kauf.

Airbus SE – Ein Schwarzer Schwan für die Luftfahrt

WKN: 938914 ISIN: NL0000235190 Symbol: AIR
Die Corona-Pandemie wirft ihre Schatten voraus. Denn die Luftfahrtbranche geht davon aus, dass sich in den kommenden Jahren die Reisegewohnheiten deutlich ändern werden – das Thema Klimaschutz kommt noch on Top. Flugzeugbauer diesseits und jenseits des Atlantiks müssen sich schon heute darauf einstellen, aber aus einer großen Krise könnte auch wie immer eine gute Chance auf Veränderung entstehen.

Der europäische Flugzeugbauer Airbus SE kämpft mit den Folgen und will für die Zukunft lernen. Airbus-Finanzchef Dominik Asam glaubt, dass auf mittlere Sicht wohl zunehmend kleinere Flugzeuge mit großer Reichweite gefragt sein werden. Außerdem muss das Fliegen deutlich nachhaltiger werden, etwa durch den Einsatz von Wasserstoff. Freilich gibt es bis jetzt nur wenig Vorstellung darüber, wie die Luftfahrt mit Wasserstoff-Tanks ausgestattet werden könnte, denn gerade hier stellen sich wohl viele technologische Fragen der Sicherheit.

Auch wenn die internationale Luftfahrt vor Beginn der Corona-Krise noch Rekord-Zahlen produziert hatte – sie war bislang nie frei von Konflikten, die Pandemie lässt viele Unzulänglichkeiten nun zu Tage treten. Denn die Gesellschaft lernt die Lektionen aus Covid-19: Es ist heute nicht mehr so wichtig höher, schneller und weiter zu kommen, die Rückbesinnung auf kleine ideelle Erfolge und die Schönheiten der Natur machen sich in den Köpfen der Menschen breit. Im Ergebnis wird das Fluggeschäft wie es früher existierte, in den nächsten Jahrzehnten zu mindestens 40% aus Online-Aktivitäten bestritten. Für die Flugindustrie ist die Kombination aus Pandemie und Digitalisierung somit ein Schwarzer Schwan auch wenn die Buchungen nach erfolgreicher Impfung wieder zunehmen werden!

Für Airbus bedeutet dies, in den nächsten Jahren auch Flugzeuge bauen zu müssen, die "am Ende des Tages" CO2-neutral fliegen. Zwei wichtige Trends sind schon heute absehbar: Zum einen das nachhaltige Fliegen. Und zum anderen die Abkehr von Riesenjets wie dem Airbus A380 hin zu kleineren Maschinen, die dank effizienter Triebwerke viel weitere Strecken schaffen. Hier muss investiert und entwickelt werden – das kostet eine Menge Geld. Angesichts dieser Ausganglage ist ein Airbus-Kurs über 100 EUR wohl eher oben als zu weit unten zu sehen.

SAP SE – Kurz vor dem Ausbruch

WKN: 716460 ISIN: DE0007164600 Symbol: SAP
Als kürzlich die Nachricht an den Finanzmärkten die Runde machte, dass die Google-Mutter Alphabet in puncto Finanzsoftware die „Pferde wechseln“ wolle und hier zukünftig auf SAP statt auf Oracle setzen will, reagierte die SAP-Aktie mit einem deutlichen Kursanstieg. Den Aktienkurs von Oracle ließ die Nachricht freilich weitgehend kalt. Für SAP ist es sicherlich ein wichtiger Prestigeerfolg nach seinem Cloud-Desaster zu Jahresbeginn, nun wertvolles Vertrauen zurückzuerlangen.

Das größte deutsche Software-Unternehmen SAP gab im Januar eine Gewinnwarnung für die nächsten 5 Jahre heraus. Das war mal eine Ansage! Gleichzeitig hat man aber wichtige strategische Entscheidungen zum Umbau des Unternehmens getroffen. SAP will im Cloud-Geschäft seinen Umsatz künftig verdreifachen, parallel dazu ein kleines Eingeständnis, dass es im Lizenzgeschäft nicht mehr so gut läuft. Die früher üppigen Margen-Aussagen sind erst mal zurückgenommen worden, aber man hat natürlich mit der Meldung etwas Raum schaffen wollen, demnächst wieder zu überraschen.

Am 22. April wird SAP die Zahlen für das erste Quartal vorlegen. Die Analystengemeinde hatte ihre Erwartungen zuletzt sehr stark zurückgeschraubt. Die Wahrscheinlichkeit einer „Übererfüllung“ ist deshalb recht groß. Der Chartverlauf der letzten Wochen lässt auch vermuten, dass SAP die wichtige Linie von 100 EUR hinter sich gelassen hat und nun weiter nach oben will. Wir behalten den Wert daher auf der Kaufliste und verstärken unser Interesse oberhalb von 111 EUR. Alla Long wird SAP ein Digitalisierungs-Gewinner sein – mal sehen ob der Chartausbruch noch vor Bekanntgabe der Zahlen erfolgt.


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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