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05.05.2021 | 04:50

Infineon, Triumph Gold, Ballard Power – Jetzt in die Zukunft investieren!

  • Zukunftstechnologie
Bildquelle: pixabay.com

Die Zahlensaison ist in vollem Gange. Neben den Corona-Gewinnern wie TeamViewer oder Zalando, die weiter von den Folgen der Pandemie profitieren, können auch Biotechfirmen, die an der Bekämpfung des Virus arbeiten, mit starkem Zahlenwerk glänzen. Auf den ersten Blick enttäuschend präsentieren sich dagegen Unternehmen, die direkt an der Energiewende beteiligt sind. So haben neben den Elektroautobauern, die aktuell aufgrund des akuten globalen Chipmangels mit Produktionsstopps kämpfen müssen auch Aktien der erneuerbaren Energien die Analystenprognosen verfehlt.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Feulner
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Triumph Gold – Beste Voraussetzungen

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Eigentlich könnten die Bedingungen für einen steigenden Goldpreis nicht besser sein. Eine steigende Inflation aufgrund der sich immer weiter aufblähenden Geldmenge und historische Schuldenstände bieten einen langfristig gesunden Nährboden für das gelbe Edelmetall. Zudem stehen die Goldminenbetreiber nach dem Rekordjahr 2020 fundamental so gut da wie nie und sitzen auf Bergen von Cash, um in neue Projekte zu investieren.

Interessante Minenbetreiber mit starken Assets aus der zweiten Reihe gibt es aufgrund der seit August laufenden Konsolidierungswelle zuhauf. Ein ungeschliffener Diamant ist das Explorations-Unternehmen Triumph Gold. Die Kanadier, an denen bereits das Schwergewicht Newmont mit 12,8% beteiligt ist, betreibt das Freegold Mountain-Projekt im Goldgürtel der Dawson Range im Yukon. Das Projekt deckt einen umfangreichen Bereich der Verwerfungszone Big Creek ab, einer Struktur, die in direktem Zusammenhang mit einer epithermalen Gold- und Silbermineralisierung sowie einer goldhaltigen Porphyr-Kupfermineralisierung steht.

Kürzlich sicherte sich Triumph Gold zusätzlich das Grundstück Big Creek, welches Gold und Kupfer beherbergen soll. Die Liegenschaft besteht aus 258 aneinandergrenzenden Quarz-Bergbau-Claims im Whitehorse Mining District von Yukon. Die Bohrprogramme sollen hier im Frühjahr beginnen. Mit rund 5 Mio. CAD an Cash ist Triumph Gold für das Gesamtjahr durchfinanziert. Aktuell bildet die Aktie einen Boden um 0,16 CAD aus. Bei einem erwartet freundlichen Goldmarkt sollten die Kandier überproportional profitieren.

Ballard Power – Schlimmer als befürchtet

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Auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wurde gestern der kanadische Hersteller von Brennstoffzellen, Ballard Power. Das in Burnaby bei Vancouver, British Columbia, ansässige Unternehmen brach gegenüber dem Vorjahreszeitraum komplett ein und verfehlte sowohl bei Umsatz als auch dem Verlust die ohnehin schon wenig euphorischen Analystenschätzungen. So lag der Umsatz mit 17,6 Mio. USD knackige 26% unter dem ersten Quartal 2020. Die Analystenhäuser rechneten im Schnitt mit Erlösen um 25 Mio. USD. Der Verlust je Aktie lag mit 0,06 USD ebenfalls unter den Prognosen. Die Bruttomarge belief sich auf 15%.

Trotz der schwachen Ergebnisse zeigt sich das Management für die Zukunft gut gerüstet. Grund ist die prall gefüllte Kriegskasse von 1,3 Mrd. USD. Diese will der CEO von Ballard Power, Randy Mac Ewen, im Laufe des Jahres angreifen und Investitionen in Technologie, Produkte, fortschrittliche Fertigung und Lokalisierung beschleunigen. Wachsendes Interesse sehen die Kanadier vor allem bei Brennstoffzellenbussen in Europa. So konnten Folgeaufträge von Wrightbus und Solaris eingefangen werden.

Im LKW-Markt wurde die gemeinsame Entwicklungsarbeit mit dem Weichai-Ballard Joint Venture in China und mit MAHLE an einem Brennstoffzellenmotor für den europäischen Markt vorangetrieben. Außerdem wurde Anfang der Woche eine strategische Zusammenarbeit mit Linamar angekündigt, die sich auf Antriebsstränge und Komponenten für den Fahrzeugmarkt der Klassen 1 und 2 in Nordamerika und Europa konzentriert. Insgesamt sieht das Unternehmen 2021 als Übergangsjahr mit hohen Investitionen, um für ein starkes, langfristiges Wachstum gerüstet zu sein.

Infineon – Besser als erwartet

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Erhöhen konnte dagegen der Chiphersteller Infineon seine Prognose. Der gerade explodierende Halbleitermarkt sowie die anhaltende Erholung in der Autoindustrie lässt die Gewinne der Neubiberger weiter sprudeln. So erwartet das Management für das Gesamtjahr 2021 einen Umsatz um die 11,0 Mrd. EUR. Die Investitionen sollen weiterhin bei 1,6 Mrd. EUR für das Gesamtjahr betragen. Auch die operative Marge wurde von 17,5% auf 18% hochgeschraubt.

Der Grund für den Optimismus liegt im Nachfrageüberhang in fast allen Segmenten. So bleibe die Elektronik zur Beschleunigung der Energiewende und für die Arbeit und das Leben zuhause sehr gefragt. Trotz der positiven Neuigkeiten ging der Kurs der Infineon-Aktien mit über 4% Richtung Süden und notierte bei 32,20 EUR. Für die Marktteilnehmer waren die Aussichten für das laufende dritte Geschäftsquartal solide, jedoch kamen diese nicht mehr überraschend und waren deshalb bereits im Aktienkurs eingepreist. Im Bereich 32 liegt eine seit Jahresanfang ausgebildete markante Unterstützungszone. Sollte diese nachhaltig gebrochen werden, wäre der Lauf in den Bereich um 28 EUR das nächste Ziel.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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