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19.01.2021 | 05:20

Fokus Mining, Yamana Gold, HelloFresh: Der Lockdown kann kommen!

  • Gold
Bildquelle: pixabay.com

Ein weiterer Lockdown ist heute zu erwarten. Bis Anfang Januar bewegte sich in Deutschland eh fast nichts mehr. Die Börsen starteten mit Optimismus in das neue Jahr und produzierten gleich mal neue Höchststände, aber nun ist Ernüchterung eingekehrt. Wahrscheinlich hatten die Märkte eine schrittweise Lockerung im Blick, doch der Trend geht eher in Richtung nochmaliger Verschärfung. Und China hat offensichtlich mit einem BIP von plus 6,5% im letzten Quartal schon wieder die Wachstumskurve bekommen. Wir geniessen solche Zahlen mit Vorsicht und blicken auf ausgewählte, erfolgreiche Unternehmen.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: André Will-Laudien


Fokus Mining - Das Galloway Project in 2021

Der Goldmarkt zeigt zu Jahresanfang eine typische Konsolidierung auf hohem Niveau. Zum Jahresende noch bei 1.950 USD ging es in den letzten 2 Wochen bis auf 1.830 USD nach unten. Solche Bewegungen dienen der Geldbeschaffung am Jahresanfang, denn die Risikobudgets der Anleger füllen sich erst langsam.

Fokus Mining präpariert sich auf das neue Jahr 2021 und setzt sein Bohrprogramm im Galloway-Projekt fort. Die Zone liegt in einem der bekanntesten Goldgürtel Kanadas, unmittelbar am Cadillac-Larder Lake Fault. Dort wurden bereits historisch mehr als 100 Mio. Unzen Gold gefördert. Durch Anwendung moderner Bergbaumethoden ist man nicht mehr auf Bonanza-Gold angewiesen sondern sucht Zonen, die einen gesicherten Abbau über viele Jahre erlauben. Nur so werden Minen-Investitionen rentabel.

Zentrale Aufmerksamkeit geniessen die Zonen GP, Moriss und Hendrick auch bekannt unter dem Namen „Golden Triangle“. Fokus hat sich seine Landrechte so gesichert, dass man zusammen mit der Hurd Zone eine Schneise von 1,7 Kilometern explorieren kann. Sollte das aktuelle Bohrprogramm die aktuellen Vermutungen bestätigen, ist mit einer völligen Neubewertung des Unternehmens zu rechnen.

Im September 2020 gab es nochmal 12,5 Mio. Aktien nachdem sich der Kurs seit dem März-Tief verachtfacht hatte. Zuletzt hat sich die Aktie zwischen 0,28 und 0,46 CAD bewegt, gestern kostete sie 0,34 CAD. Wenn der Goldpreis eindreht, stehen hier sofort wieder 0,50 CAD an der Tafel - nach Bekanntgabe der Bohrergebnisse vielleicht auch deutlich mehr.

Yamana Gold - Solides Setup im neuen Jahr

Das Bergbau-Unternehmen Yamana Gold wurde 1980 in Toronto gegründet und fördert aus Argentinien, Brasilien, Chile und Mexiko. Von den acht Bergwerken sind sechs zu 100 % im Unternehmensbesitz. Durch starke Expansion konnte die Goldproduktion bereits im Jahr 2008 die eine Million Unzen Grenze überschreiten. 2012 wurde das Cerro Moro Projekt in Argentinien von Extorre Gold Mines gekauft. Schließlich erwarb Yamana in 2014 einen 50-prozentigen Anteil an der Canadian Malartic Mine durch ein Joint-Venture mit Agnico Eagle Mines.

Yamana Gold treibt seit 2020 mehrere Projekte in seinem generativen Explorationsprogramm voran und skizziert konkrete Pläne für die Weiterentwicklung dieser im Jahr 2021. Im Dezember meldet man bereits Fortschritte bei Lavra Velha, Monument Bay, Borborema und erweitert das Programm für 2021 um zwei Frühphasenprojekte in Chile.

Das erste Jahr des Programms zeigte bereits zum Jahresende signifikante Fortschritte, ungeachtet der eingeschränkten Bohraktivitäten aufgrund der COVID-19-Pandemie. Nach heutigen Erkenntnissen ist man sich sicher, in allen Projekten abgeleitete Mineralressourcen von mindestens 1,5 Mio. Unzen Goldäquivalent innerhalb von drei Jahren zu entdecken. Die Ergebnisse unterstreichen den Umfang, die Breite, die Optionalität und den Wert von Yamanas generativem Portfolio, das nun aus elf Projekten besteht.

Yamana Gold entpuppt sich heute als aufstrebender Mid-Tier-Producer. Die Aktie hat seit August 2020 ganze 25% korrigiert und kostet jetzt wieder 4,22 EUR. Mit einer Kapitalisierung von 3,9 Mrd. EUR ist Yamana eine solide, langfristige Depotbeimischung.

HelloFresh - Die nächste Ernte

Für HelloFresh sind die aktuellen Pandemiezeiten nicht ganz so schlimm, wie für uns Menschen oder für viele andere Branchen, die täglich ums Überleben kämpfen. Alles eine Wahl des Geschäftsmodells könnte man flaxen, aber abseits der COVID-19-Tristesse hat HelloFresh sicherlich gute Karten, auch im nächsten Lockdown wieder zu den Gewinnern zu gehören. Des einen Freud, des anderen Leid.

Nachdem der für 2015 geplante Börsengang nicht zustande gekommen war, gelang der Schritt an den Kapitalmarkt bereits zwei Jahre darauf: Seit dem 2. November 2017 wird die HelloFresh-Aktie im Frankfurter Prime Standard gehandelt. Bei einem Ausgabepreis von 10,25 EUR je Aktie wurde das Unternehmen damals mit rund 1,7 Mrd. EUR bewertet. Im Mai 2019 gab Rocket Internet bekannt, seine Anteile an HelloFresh für 373 Mio. EUR verkauft zu haben. Aus heutiger Sicht 2 Jahre zu früh, aber die Samwer Brüder haben sicherlich einen guten Schnitt gemacht.

Im zweiten Quartal 2019 wurde erstmals ein bereinigter Vorsteuer-Gewinn von 18,3 Mio. EUR ausgewiesen. Mit den aktuellen Zahlen konnte man im dritten Quartal 2020 bereits eine rollierende Umsatzverdoppelung in 12 Monaten nachweisen, der Gewinn je Aktie wird für 2020 etwa bei 2 EUR liegen. Das liefert ein KGV von etwa 32 - das Unternehmen wächst laut Analystenschätzungen um ca. 25% pro Jahr, hier könnten die Lockdowns noch Aufschläge vermuten lassen.

Die Marktkapitalisierung von HelloFresh hat sich seit dem Börsengang versiebenfacht, aber wie steht es mit der Bewertung? Sollte HelloFresh die 4,5 Mrd. EUR Marke im Umsatz im laufenden Jahr schaffen, läge das KUV bei rund 2,5. Das wäre im Vergleich zur amerikanischen Doordash immer noch günstig. Allerdings ist die MDAX-Aktie nicht an der NASDAQ notiert. In Summe dürfte das laufende Jahr für HelloFresh einen weiteren Wachstumssprung bringen, wir bleiben dran!


Der Autor

André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

Mehr zum Autor


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André Will-Laudien

Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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