Menü

19.08.2020 | 07:56

dynaCERT, TUI, Varta - wo lohnt sich jetzt der Einstieg?

  • Vereinte Nationen
  • Umweltschutz
  • Reisen
  • Wasserstoff
Bildquelle: pixabay.com

Die Corona Pandemie hat die Gesellschaft und Wirtschaft in den vergangenen Monaten verändert. Themen wie Social Distancing gab es in dieser ausgeprägten Form noch nicht und hat z.B. die Reisebranche auf den Kopf gestellt. Durch staatliche Rettungsmaßnahmen mussten Fluggesellschaften und Reiseunternehmen mit Liquidität versorgt werden, damit die systemrelevanten Konzerne nicht unverschuldet in die Zahlungsunfähigkeit rutschen und durch einen Dominoeffekt viel größere und unkontrollierbarere Schäden entstehen. Aber auch in der Technologiebranche hat sich viel getan und es gibt spannende Entwicklungen, die für Investoren lukrativ sein können.

Lesezeit: ca. 2 Minuten. Autor: Mario Hose


DYNACERT INC – Partnerschaft im Kampf gegen den Klimawandel

WKN: A1KBAV ISIN: CA26780A1084 Symbol: DMJ
Das kanadische Technologie-Unternehmen dynaCERT hat eine Innovation auf den Markt gebracht, mit der vorhandene Dieselmotoren umweltfreundlicher werden. Die Technologie nutzt Wasserstoff als Katalysator und kann dadurch die Emission von Schadstoffen reduzieren. Darüber hinaus sinkt zudem der Verbrauch von Treibstoff und neben dem Umweltschutz entsteht ein wirtschaftlicher Vorteil.

dynaCERT hat kürzlich bekanntgegeben, dass die HydraGEN (TM) Geräte des Unternehmens ab sofort auch am Programm der Vereinten Nationen mit dem Namen „United 4 Smart Sustainable Cities“ teilnehmen werden. Damit ist dynaCERT nun offizieller Partner der Vereinten Nationen im Kampf gegen den Klimawandel in Städten rund um den Globus. Etwa 200 Städte weltweit haben sich bereits dem Programm angeschlossen, einschließlich Hauptstädte in Europa, Asien, dem Nahen Osten, Afrika sowie Nord- und Südamerika. Diese Partnerschaft bietet dem Unternehmen enormes Umsatz- und Gewinnpotenzial. Die Analysten von GBC sehen ein Kurspotenzial der Aktie von 2,20 EUR.

TUI AG – Rückschlag durch Reisewarnungen

WKN: TUAG00 ISIN: DE000TUAG000 Symbol: TUI1
Der deutsche Konzern TUI bekam die Auswirkungen der Reiserestriktionen deutlich zu spüren und kann daher an dem sogenannten Corona-Schutzschild der Bundesregierung teilnehmen. Das größte Hilfspaket der Bundesrepublik ermöglicht Zahlungen über die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Im zweiten Quartal 2020 hat die TUI bereits eine Zahlung von 1,8 Mrd. EUR erhalten. Aufgrund der anhaltenden Vorsichtsmaßnahmen ist die Reisebranche noch immer erheblich eingeschränkt und die TUI benötigt eine weitere Kreditlinie über 1,05 Mrd. EUR von der KfW.

Vor dem Hintergrund, dass die Anzahl der Covid-19 Infektionen in zahlreichen Urlaubsregionen wieder ansteigt, ist die Branche von einem normalen Reiseverhalten noch weit entfernt. Die Reisewarnung des Auswertigen Amts für Spanien war ein herber Rückschlag für die Branche, da Reiseziele wie Mallorca zu den beliebtesten Urlaubszielen zählen.

VARTA AG – Kompetenz und Wachstum

WKN: A0TGJ5 ISIN: DE000A0TGJ55 Symbol: VAR1
Die Aktie das Batterieherstellers Varta kann von den Trends der schnurlosen Kopfhörer sowie der Elektrifizierung der Mobilität profitieren. Das Geschäft mit Lithium-Ionen-Zellen brummt und das Unternehmen konnte kürzlich die Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr nach oben anpassen. So soll der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um bis zu 129% auf 810 bis 830 Mio. EUR zulegen, was die bisherige Schätzung von bis zu 800 Mio. EUR übersteigt.

Mit einem Marktanteil von über 50% bei aufladbaren Batterien für Kopfhörer ist die Kompetenz von Varta unbestritten und dieser Markt ist aufgrund des jährlichen Wachstums von bis zu 40% äußerst interessant. Von staatlicher Seite hat Varta 300 Mio. EUR für die Erforschung und Entwicklung sowie die erste industrielle Anwendung der nächsten Generation von Lithium-Ionen-Zellen erhalten. Die Analystin von Berenberg hat das Kursziel der Aktie von 120,00 EUR auf 140,00 EUR erhöht und die Einstufung bei ‚Kaufen‘ belassen.


Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

Mehr zum Autor


Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

Mehr zum Autor



Tag Cloud


Interessenskonflikt & Risikohinweis

Gemäß §34b WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH ggf. Aktien der genannten Unternehmen halten oder auf fallende Kurse setzen und somit ggf. ein Interessenskonflikt besteht. Die Apaton Finance GmbH hat ggf. eine entgeltliche Auftragsbeziehung mit dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird. Näheres regelt unser Interessenskonflikt & Risikohinweis.


Weitere Kommentare zum Thema:

Kommentar von Nico Popp vom 27.11.2020 | 05:50

Varta, Royal Helium, NEL ASA: Nach dem Hype ist vor dem Hype

  • Batterie
  • Energie
  • Helium
  • Wasserstoff

Die Welt steht vor einer ganzen Reihe von Revolutionen. Die Digitalisierung verändert Geschäftsmodelle und die Art und Weise, wie wir arbeiten und kommunizieren. Neue Energiequellen revolutionieren die Mobilität. Die Aktie von Varta hat zwischen April und Oktober eine beeindruckende Performance aufs Parkett gelegt und mehr als 150% Rendite erwirtschaftet. Zuletzt kam der Wert allerdings wieder ein wenig zurück. Grund genug, dem Unternehmen ein wenig auf den Zahn zu fühlen. Varta stellt Mikrobatterien her, wie sie beispielsweise in Hörgeräten oder anderen haushaltsnahen Geräten zum Einsatz kommen. Bis Ende kommenden Jahres will Varta seine Kapazitäten in diesem Bereich sogar noch ausbauen. Auch bei der Qualität legt Varta eine Schippe drauf und plant, die Energiedichte weiter zu steigern. So will man sich von der Billig-Konkurrenz abheben.

Zum Kommentar

Kommentar von André Will-Laudien vom 18.11.2020 | 05:50

NIO, Tesla, dynaCERT: Die Zukunft mobilisieren!

  • Mobilität
  • Diesel
  • Wasserstoff
  • Batterie

Die gute Nachricht für die Autozulieferer ist, dass Elektrofahrzeuge immer noch nur einen kleinen Prozentsatz des Automarktes ausmachen - zumindest vorerst. Die schlechte Nachricht ist, dass die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen eine große Herausforderung für die Automobilzulieferer darstellt. Da diese Autos viel weniger Teile haben als jene mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren, sehen sich die Hersteller von Auspuff- und Kraftstoffsystemen sowie traditionellen Getrieben mit erheblichen Störungen konfrontiert, da die E-Mobilität mit ungeahnten Schritten vorangaloppiert. Knackpunkt für die Stromer ist nach wie vor die Ladeplatzverfügbarkeit- und der eingeschränkte Mobilitätsradius. Aber das ändert sich ja bald rapide, wenn die Corona-Hilfstöpfe erstmal in die grüne Infrastruktur fließen.

Trotzdem wird das E-Fahrzeug durch staatliche Emissionsstandards und Anreize gehörig angeheizt, insbesondere in den USA, England, Frankreich, Deutschland und China. Aber die Batteriegetriebenen werden solange keine signifikante Bedrohung für die Verbrenner darstellen, bis die Betriebskosten in etwa gleich hoch sind. In vor allem ärmeren Gegenden des Planeten sowie in unzugänglichen Zonen gibt es keine Alternative zum Verbrenner, das wird in der öffentlichen Diskussion komplett ausgeblendet. Während die Kosten für E-Autos mit der Verbesserung der Technologie zwar weiter sinken, sind sie bisher noch lange nicht wettbewerbsfähig. Dennoch, wenn man die Zeichen der Zeit sieht, haben die Autofirmen schon jetzt Milliarden in elektro-bezogene Technologie investiert, die Weichen der Zukunft sind somit gestellt.

Zum Kommentar

Kommentar von André Will-Laudien vom 10.11.2020 | 05:10

Newlox Gold, Agnico-Eagle Mines, Kinross Gold – Gold 2.500 USD in spe…!

  • Gold
  • Bergbau
  • Umweltschutz
  • Abraum

Das war ein Schlag ins Gesicht heute! BioNTech stand mit der COVID-19 Impfung vor der Tür – die sicherheitsorientierten Anleger schlugen gleich wieder auf die Edelmetalle ein. So verlor Gold gestern ganze 4,9% auf 1.853,00 USD nach 1952 am Vortag und Silber wurde sogar um 7,9% auf 23,70 USD regelrecht geschlachtet. So wurde schon lange nicht mehr auf die Edelmetalle eingeschlagen. Die papierorientierten Anlagen in Gold folgten der Ansage mit teils erheblichen Abschlägen gen Süden. Aber…die herbstlichen Edelmetallmessen lassen ein Grummeln vermuten. Die meisten Gold- und Silberminen haben ihre Hausaufgaben in den letzten 3 Jahren gemacht und die Produktionskosten nachhaltig gesenkt. „Nachtigall ick hör Dir trapsen“ – wenn da nicht bald 2.500,00 USD draufsteht.

Zum Kommentar