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04.08.2020 | 05:50

dynaCERT, McPhy, SolGold - die richtigen Zukunftsaktien

  • Wasserstoff
  • Gold
  • Silber
  • Kupfer
Bildquelle: pixabay.com

Skalierbarkeit ist üblicherweise ein entscheidendes Merkmal für Erfolgsgeschichten. Sobald die Vorarbeit oder Entwicklung abgeschlossen wurde, beginnt das Geldverdienen. Patente können darüber hinaus einer Lizenz zum Geld drucken gleichkommen. Neben der Technologie-Branche trifft die Beschreibung auch auf die Rohstoff-Industrie zu. Wer zukünftig auf Gold und Kupfer sitzt, hat die entscheidenden Metalle zum Schutz von Vermögen und für die Umsetzung der Elektrifizierung des Alltags. Es gibt sogar Unternehmen, die Projekte mit Gold- und Kupfervorkommen halten.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Mario Hose


SOLGOLD PLC - gewappnet mit Gold, Silber und Kupfer

WKN: A0JDJ3 ISIN: GB00B0WD0R35 Symbol: S8F
SolGold ist eine Paradebeispiel für ein Rohstoff-Unternehmen, das in den kommenden Jahren mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit übernommen oder sehr viel Geld verdienen wird. SolGold hat in den vergangenen zehn Jahren 10% des weltweit neu entdeckten Goldes allein exploriert. Darüber hinaus geht das Management davon aus, dass die Gesellschaft mit dem erkundeten Kupfervorkommen in Ecuador gut positioniert ist. Mit anderen Worten, das Unternehmen sitzt auf mehreren großen Schätzen.

Der Börsenwert notiert derzeit noch deutlich unter der Milliardengrenze, obwohl SolGold bereits 13 aussichtreiche Projekte hält. Das Unternehmen hat bis heute eine Kupfer-Gold-Lagerstätte mit 21,7 Mio. Unzen Gold, 9,9 Mio. Tonnen Kupfer und 92,2 Mio. Unzen Silber auf dem Alpala-Projekt definiert. Auf der Grundlage der bisher veröffentlichten Studien liegt Alpalas mittlerer NPV bei 4,4 Mrd. USD, nach Kapitalerschließungskosten von 2,7 Mrd. USD, einem IRR von 25,9% und einer Amortisationsdauer von 4 Jahren. Die Lebensdauer der Mine wird auf 55 Jahre prognostiziert. Vor diesem Hintergrund ist das Unternehmen ein exzellentes Übernahmeziel für einen großen Produzenten, der in Ecuador etwas aufbauen und nicht bei null anfangen möchte.

DYNACERT INC – Nachrüsten und Umwelt schonen

WKN: A1KBAV ISIN: CA26780A1084 Symbol: DMJ
dynaCERT ist ein Technologie-Unternehmen, das Wasserstoff als Katalysator bei Dieselmotoren einsetzt. Durch die bedarfsgerechte Herstellung von Wasserstoff an Bord besteht kein Lagerrisiko und das Edelgas wird der Verbrennung im Motor über die Luftzufuhr hinzugeführt. Das Unternehmen besitzt mehrere Patente und beginnt nach einer Corona-bedingten Schließung der Fertigungsanlagen nun wieder mit der Montage von Geräten, die zur Nachrüstung von Dieselmotoren jeglicher Art entwickelt wurden.

Während des allgemeinen staatlich angeordneten Fertigungsstopps hat das Unternehmen jedoch laut eigenen Angaben an der Entwicklung von Produkten und Modifikationen gearbeitet. dynaCERT konnte mit einem Kassenbestand von 18 Mio. CAD die Phase des Corona-Lock-Down gut überstehen. Nutzer der HydraGEN Geräte von dynaCERT können bis zu 88% NOx-Ausstoß verhindern. Darüber hinaus kann auch der Feinstaubausstoß um bis zu 55% gesenkt werden. Je nach Motor und Fahrweise können beim Verbrauch bis zu 19% Treibstoff gespart werden - was obendrein zu einem entsprechenden Rückgang der CO2-Emission führt. Der Börsenwert von dynaCERT beträgt momentan rund 150 Mio. EUR und somit 50% weniger als vor rund sechs Monaten - vor der Corona Pandemie.

MCPHY ENERGY SA – Frankreich erzeugt Wasserstoff mit Atomstrom

WKN: A1XFA8 ISIN: FR0011742329 Symbol: M6P
McPhy ist ein französischer Anlagenbauer, der sich auf die Herstellung von Wasserstoff und die Betankung von Fahrzeugen fokussiert hat. Das Unternehmen wird in den kommenden Monaten und Jahren von dem Wasserstoff-Boom in der Europäischen Union profitieren. Staatliche Subventionen werden Anreize für den Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur bieten. Ein flächendeckendes Tankstellennetz ist erforderlich, um die Markteintrittsbarrieren für Fahrzeuge mit Brennstoffzellen so niedrig wie möglich zu halten. Das Unternehmen kann derzeit einen Börsenwert von rund 400 Mio. EUR vorweisen.

Während in Frankreich der Energiemix zu 71% aus Atomstrom und 11% aus erneuerbarer Energie besteht, wird der zusätzliche Energiebedarf zur Herstellung von Wasserstoff durch Atomstrom ohne CO2-Ausstoß aufgefangen werden. In Deutschland wird hingegen der Atomstrom abgeschaltet und lediglich 45% des Energiemix sind aus erneuerbaren Energiequellen. Mit anderen Worten, jeder zusätzliche Strom zur Herstellung von Wasserstoff wird aus der Verbrennung von Kohle kommen. Vor diesem Hintergrund macht die Einführung von Wasserstoff in die Mobilität in Frankreich aus Gründen des Umweltschutzes wesentlich mehr Sinn, als in Deutschland. Mit dem Ausstieg aus der Atomenergie hat sich die Bundesregierung von einer Energiequelle ohne CO2 Ausstoß verabschiedet und die Energiewende in der Mobilität in eine Sackgasse geführt.


Der Autor

Mario Hose

In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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