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25.02.2022 | 05:08

Dt. Telekom, Barsele Minerals, Munich Re - Top-Chancen mit Rabatt!

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Bildquelle: pixabay.com

Was in den letzten Tagen noch durch Diplomatie verhindert werden sollte, wurde jetzt zur bitteren Wahrheit. Russland in Person des russischen Präsidenten Putin hat die Entscheidung für eine Militäroperation getroffen und ist mit seinen Truppen in den Osten der Ukraine vorgedrungen. Ein heftiger Schlag für den Aktienmarkt, was den DAX zwischenzeitlich mehr als 5% ins Minus unter die Marke von 14.000 Punkten schickte. Dass politische Börsen kurze Beine haben, zeigte sich in der Vergangenheit allzu oft. Aufgrund dessen sollten Anleger Unternehmen unter die Lupe nehmen, die in Folge der Ukraine-Krise deutlich an Wert einbüßten, fundamental jedoch deutliche Fortschritte machen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: DT.TELEKOM AG NA | DE0005557508 , BARSELE MINERALS | CA0688921083 , MUENCH.RUECKVERS.VNA O.N. | DE0008430026

Inhaltsverzeichnis:


    Deutsche Telekom – Prognosen erhöht

    Ein Paradebeispiel für die hochvolatilen politischen Börsen liefert die Aktie der Deutsche Telekom. Das Bonner Telekomunternehmen kam in den ersten Handelsstunden ebenfalls mit mehr als 5% unter die Räder und bewegt sich aktuell auf den mehrfach erfolgreich getesteten Widerstand bei 15,50 EUR zu. Sollte dieser gerissen werden, dürfte die breite Unterstützung bei rund 14,00 EUR als Halt dienen. Anleger sollten in Hinblick auf die positiven fundamentalen Unternehmensmeldungen den DAX-Wert auf die Watch-List legen.

    „Wir lassen nicht nach“, sagte Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutsche Telekom. „Unsere Gewinne wachsen in allen Bereichen. Der Konzern bleibt auf Erfolgskurs.“ Dabei stiegen die Umsätze um 4,7% auf 28,934 Mrd. EUR, Analysten hatten mit 28,758 Mrd. EUR gerechnet. Das bereinigte EBITDA AL stieg um 0,6% auf 9,007 Mrd. EUR, die Kostenprognose lag hier intern bei 8,830 Mrd. EUR. Die Telekom führte das nur langsame Wachstum teilweise auf eine veränderte Geschäftspraxis beim Leasing von Endgeräten in den USA zurück. Der Konzernüberschuss hat sich im vierten Quartal auf 0,471 Mrd. EUR gegenüber 1,671 Mrd. EUR verringert. Hier hatten Analysten 800 Mio. EUR geschätzt.

    Für das Geschäftsjahr 2022 geht die Deutsche Telekom von einem bereinigten EBITDA AL von rund 36,5 Mrd. EUR nach 37,3 Mrd. EUR im abgeschlossenen Geschäftsjahr aus. Die Gründe für den Rückgang sind die Entkonsolidierung von T-Mobile Netherlands und eine veränderte Bilanzierung des Endgeräte-Leasings in den USA. Die neue Kennziffer Core EBITDA AL soll um 5% zulegen. Beim Free Cashflow AL werden 10 Mrd. EUR nach 8,8 Mrd. EUR im Vorjahr erwartet. Zudem wurde eine Erhöhung der Dividende von 0,60 EUR je Aktie auf 0,64 EUR für das Jahr 2022 gezahlt. Beim aktuellen Aktienkurs von 15,60 EUR wäre dies eine attraktive Rendite von 4,1%.

    Barsele Minerals – Eklatante Unterbewertung

    Während sich der Aktienmarkt im tiefroten Bereich befindet, kann Gold einmal mehr seine Funktion als Krisenwährung beweisen. Mit einem deutlichen Anstieg auf 1.970 USD je Unze nähert sich das Edelmetall wieder der psychologisch wichtigen Marke von 2.000 USD. Die weitere Unsicherheit in Hinblick auf die Ukraine-Krise dürfte Gold auch in den nächsten Wochen Flügel verleihen, nachdem in den vergangenen Monaten wenig Volatilität im Goldmarkt vorlag. Nach der Korrektur seit August 2020 sind viele Aktien von Goldproduzenten und Explorationsunternehmen auf attraktive Einstiegsniveaus zurückgekehrt.

    Eine gute Möglichkeit bietet sich in Skandinavien. In Nordschweden betreibt Barsele Minerals zusammen mit dem Major Agnico Eagle das gleichnamige Barsele-Projekt. Die Liegenschaft umfasst eine Größe von 34.500 Hektar im Fennoskandischen Schild und besitzt laut der Führungsetage der Belcarra-Gruppe, die Barsele Minerals leitet, ein Potenzial von über 5 Mio. Unzen Gold. Bereits 2016 führte die Royal Bank of Canada (RBC) für Agnico Eagle eine Bewertung des Barsele Goldprojekts durch. Bei einem damaligen Goldpreis von unter 1.350 USD berechneten die Experten einen Wert in Höhe von 375 Mio. USD.

    Mit einem Anteil von 55% gehört Agnico Eagle die Mehrheit, Barsele hält 45%. Für Barsele ist das eine komfortable und risikoarme Position, denn Agnico Eagle trägt als Betreiber die Kosten. In den vergangenen Jahren hat Agnico Eagle als Betreiber die Exploration vorangetrieben und rund 155.000 Bohrmeter niedergebracht. Insgesamt entstanden 404 Bohrlöcher.

    Kürzlich wurde bei regionalen Explorationsarbeiten ein hochgradiger Felsblock mit einem Gehalt von 90,8 g/t Au entgegen der Eisfließrichtung, nordwestlich entlang eines bekannten, im Jahr 2016 entdeckten Blockstroms gefunden. Es wird angenommen, dass er den anderen in diesem Gebiet gefundenen Felsblöcken ähnelt. Zudem wurde die erste Tranche einer am 6. Januar 2022 angekündigten Privatplatzierung im Wert von 2 Mio. CAD abgeschlossen. Im Rahmen der ersten Tranche gab das Unternehmen 825.000 Einheiten des Unternehmens zum Preis von jeweils 0,50 CAD aus und erzielte einen Bruttoerlös von insgesamt 412.500 CAD.

    Munich Re – Aktie bricht nach Zahlen ein

    Ähnlich wie bei der Dt. Telekom ging es trotz guter Zahlen steil bergab. Der Kurs sackte marktbedingt um rund 4,5% ab. Eine breite Unterstützung liegt beim Rückversicherer im Bereich um 230,00 EUR. Trotz der Corona-Pandemie und Flutkatastrophen konnte ein Gewinn von 2,9 Mrd. EUR eingefahren werden, damit wurde der Vorjahresgewinn knapp um das 2,5-fache pulverisiert. Zudem lag man rund 100 Mio. EUR über den eigenen Prognosen. Im neuen Jahr rechnet Munich Re mit einem Gewinn von 3,3 Mrd. EUR, einem nochmaligen Anstieg um 12%. Ebenfalls soll die Dividende um 12% werden, so dass dann 11,00 EUR an die Anleger fließen sollen.

    Nach den Zahlen wiederholte das Analysehaus Jefferies die Einstufung für Munich Re auf „Buy" mit einem Kursziel von 300 EUR. Eine unerwartet hohe Schaden-Kosten-Quote sei zwar am Markt nicht gut angekommen, schrieb Analyst Philip Kett. Obwohl der Rückversicherer weltweit schon der größte sei, wachse er aber weiterhin schneller als seine Konkurrenten.


    Nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ostukraine reagiert der Aktienmarkt tiefrot. Während Deutsche Telekom und die Munich Re starke Zahlen präsentierten, zog sie der Sog des Gesamtmarktes nach unten. Dagegen haussieren Gold-Titel wie Barsele Minerals, die nach der Korrektur auf attraktivem Niveau liegen.


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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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