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02.02.2021 | 04:50

BYD, dynaCERT, Nio – das ist die Lösung!

  • Wasserstoff
Bildquelle: pixabay.com

Der Anteil von E-Autos gegenüber Diesel- und Benzinfahrzeugen ist gegenwärtig noch als gering zu bezeichnen. Jedoch fördert die Bundesregierung Elektromobilität unter anderem mit einer Kaufprämie sowie dem Ausbau von Stromtankstellen. Zusätzlich arbeiten die Hersteller kontinuierlich daran, ihre Fahrzeuge zu optimieren und die Reichweiten der Akkus zu verbessern. Es ist davon auszugehen, dass E-Autos in den kommenden Jahren einen weiteren Boom erfahren und Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor ablösen. Die Pläne der Politik, ab 2030 nur noch E-Autos zuzulassen, bestätigen diese These. Ob Elektroautos tatsächlich gegenüber konventionellen Fahrzeugen CO2 einsparen oder nicht, bleibt unbeantwortet. Ein Unternehmen arbeitete an einer logischen wie bahnbrechenden Technik.

Lesezeit: ca. 3 Minuten. Autor: Stefan Feulner
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dynaCERT - Sofortige Umstellung sinnlos

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Aktuell zielt die Klimapolitik darauf ab, dass fossile Brennstoffe sofort verschwinden sollten und es deshalb wichtig ist die Reduktion der CO2-Emissionen möglichst klug zu organisieren. Das bedeutet, dass man dort reduziert, wo die Reduktionskosten am geringsten sind, um auf diese Weise mit den begrenzten Ressourcen, die für die CO2-Vermeidung zur Verfügung stehen, möglichst weit zu kommen. Um eine solche Politik zu organisieren, ist es nicht unerheblich zu wissen, wo und in welchem Umfang Einsparungspotenziale bestehen und wie sie kosteneffizient gehoben werden können. Insofern ist die Frage wichtig, ob durch Elektrofahrzeuge CO2 eingespart werden kann. Die Meinungen darüber gehen weit auseinander.

Am Puls der Zeit
Wäre es vielleicht, bevor alles umgewälzt wird, klug, zu überlegen, wie man im Augenblick sowohl den Kraftstoffverbrauch als auch den CO2-Ausstoß senken kann? Das kanadische Unternehmen dynaCERT stellt sich diese Frage seit 16 Jahren hat es geschafft, mit seinem System, die Kenngrößen um 20% zu senken. Die Technologie mit dem Namen „HydraGEN“ nutzt dafür ein patentiertes Elektrolysesystem, um destilliertes Wasser in Wasserstoff- und Sauerstoffgase zu verwandeln, die bei Bedarf produziert werden.

Das Ziel von dynaCERT ist die Reduktion der Menge an Treibhausgasen, die bei der Verbrennung von kohlenstoffbasierten Kraftstoffen freigesetzt werden. Die selbst programmierte Software „HydraLytica“ erlaubt es, die Kraftstoffeinsparungen aufzuzeichnen und zu analysieren. Weitere Features wie Flottenmanagement, Routenplanung, Fahrersicherheit sowie Lastmanagement sollen nach und nach hinzukommen. Die Technologie des Unternehmens wird derzeit bereits in mehr als 400 Fahrzeugen in Probeläufen eingesetzt.

Technik funktioniert
Theoretisch wäre es heute schon technisch möglich, jeden PKW mit der dynaCERT-Technologie auszustatten. Dies ist jedoch noch Zukunftsmusik. Im Augenblick konzentriert sich das Vertriebsteam auf Fuhrparkbetreiber sowie Logistiker, schwere Baumaschinen und Dieselgeneratoren in der Schifffahrt sowie in Zügen. Langfristig ist das Ziel von dynaCERT, in Kanada eine Führungsrolle in der neuen Wasserstoffwirtschaft einzunehmen und gleichzeitig mit anderen hochrangigen Branchenführern zu kooperieren, um der derzeit auf dem Weltmarkt erhältlichen Umwelttechnologie-Produktlinie des Unternehmens noch mehr Vorteile zu verschaffen und diese weiter auszubauen.

So ist die Meldung der vergangenen Woche als ein Meilenstein in der jüngeren Firmengeschichte von dynaCERT zu sehen. So hat Verra, jene Organisation, die das weltweit größte Treibhausgasprogramm managt, die Entwurfsnotiz von dynaCERT zur Sicherung von Emissionszertifikaten durch den Einsatz von dynaCERTs patentierter HydraGEN-Technologie und HydraLytica Telematics-Technologie auf globaler Ebene genehmigt. Aktuell notiert die Aktie von dynaCERT, die auch mit gutem Volumen in Deutschland gehandelt wird, bei umgerechnet 0,46 EUR. Sollte der Kurs über die mehrfach getestete Marke von 0,50 EUR ausbrechen, wäre das nächste Kursziel das 2020er- Hoch bei 0,93 EUR.

NIO - Starke Zahlen

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Der chinesische E–Auto–Hersteller Nio hat die Auslieferungszahlen für den Monat Januar vorgelegt. Und die waren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sensationell. So konnte man insgesamt 7.225 Fahrzeuge ausliefern, ein Plus von satten 352,1% gegenüber dem Vorjahreszeitraum und bisheriger Rekordmonat. Dabei wurden 2.720 Units vom ES6, dem 5-Sitzer-Elektro-SUV, und 1.660 Einheiten vom ES8, dem 6- bis 7-Sitzer-Elektro-SUV des Unternehmens abgesetzt. Im Monat Dezember wurden 7.007 Einheiten verkauft, damit verlangsamte sich das Wachstum. Der Grund könnte die etwas nachlassende Kaufkraft der chinesischen Konsumenten sein.

BYD - Analysten heben Kursziel

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Ebenfalls starken Zahlen konnte der chinesische Konkurrent BYD im Jahre 2020 vorweisen. So wurde das Aushängeschild Han insgesamt knapp 41.000mal verkauft. In diesem Jahr will BYD seine Auswahl nun mit einer Premiummarke erweitern. Das Analystenhaus Nomura würdigte die neue Strategie mit einer Anhebung des Kursziels auf 300 HKD, was einer Steigerung von knapp 80% zum letzten Urteil entspricht.


Der Autor

Stefan Feulner

Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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