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19.03.2021 | 05:10

BMW, Nevada Copper, Nikola – Die Rückkehr der Giganten!

  • Elektromobilität
Bildquelle: pixabay.com

Lange Zeit verband man den Begriff Elektromobilität mit dem US-amerikanischen Unternehmen Tesla unter der Führung des Tausendsasas Elon Musk. Deutschland, das Land der Autobauer, befand sich lange Zeit in einem Dornröschenschlaf. Doch nun kommen die Branchenriesen mit Wucht zurück. Nachdem Volkswagen in dieser Woche mit seinem „Power Day“ den Anfang machte, ziehen viele andere deutsche Automarken nach. Durch das enorme Wachstum in der Elektromobilitätsbranche explodieren dadurch auch Rohstoffpreise, die für diese neuartige Technologie benötigt werden.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
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Inhaltsverzeichnis:


    BMW - Neues Zeitalter

    WKN: 519000 ISIN: DE0005190003 Symbol: BMW
    Nachdem die Volkswagen AG ihre Zukunftspläne anlässlich des „Power Days“ offengelegt hat, zieht der Münchner Automobilkonzern in punkto Zukunftsperspektiven nach. Bei der Jahres-Pressekonferenz stellte BMW seine Zukunftsvisionen dar. 2030 werde mindestens die Hälfte des weltweiten BMW-Absatzes vollelektrisch sein. In der laufenden Dekade sollen zehn Millionen vollelektrische Autos auf die Straße gebracht werden.

    Bereits 2023 wollen die Bayern in allen wesentlichen Segmenten mindestens ein vollelektrisches Modell anbieten können. Für das laufende Jahr sei das Management zuversichtlich, dass sowohl Absatz als auch Gewinn wieder anziehe. Verdoppeln soll sich zudem die Gewinnmarge, die in einem Korridor zwischen sechs und acht Prozent liegen soll.

    Die Aktie, die sich bereits seit dem Corona-Tief im vergangenen Jahr nahezu verdoppeln konnte, legte nach den Aussagen deutlich zu und notierte mit 67,50 EUR mehr als 5% im Plus. Die nächsten dicke Widerstandszone liegt bereits bei 70 EUR. Langfristig würden wir aktuell ein Investment in die Volkswagen AG vorziehen.

    Nevada Copper - Profiteur des Superzyklus

    WKN: A0MK4X ISIN: CA64128F1099 Symbol: ZYT
    Durch den Gezeitenwechsel in der Automobilindustrie vom Verbrenner zum Elektroauto steigt der Bedarf an Rohstoffen enorm. Während Autos mit Verbrennungsmotoren 18-49 Pfund Kupfer enthalten, enthalten Hybrid-Elektrofahrzeuge zirka 85 Pfund. Batterie-Elektrofahrzeuge bringen es auf unglaubliche 183 Pfund Kupfer. Dagegen steht jedoch das Problem, das es im Moment relativ wenige Kupferprojekte gibt und die Nachfrage in den nächsten Jahren das Angebot übersteigen könnte. So ist Nevada Copper der erste neue US-Kupferproduzent seit einem Jahrzehnt.

    Die Kanadier, die ihren Firmensitz in der Nähe der Zentralen von Tesla und Google haben, suchen im US- Bundesstaat Nevada im eigenen Kupferprojekt Pumpkin Hollow nach Metallen. Aktuell wird der Kupferabbau seit Wochen deutlich hochgefahren, die Vollproduktion soll noch in diesem Jahr erreicht werden. Neben dem aktuellen Projekt schüttelte das neue Management noch ein weiteres aussichtsreiches Ass aus den Ärmeln. So liegt ein Tagebau-Projekt in unmittelbarer Nähe von Pumpkin Hollow und ist bereits genehmigt. Rückenwind bekommen die US-amerikanischen Kupferproduzenten durch die Politik. So unterstützt der neue Präsident Joe Biden die Produktion von Rohstoffen in den USA, um die Abhängigkeit zu China langfristig zu minimieren. Durch die aktuelle Hausse an den Kupfermärkten ist Nevada Copper ein spekulativer Tipp mit langfristigem Potenzial.

    Nikola – Auf Messers Schneide

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    Das neue Management des Spezialisten für Wasserstoff-LKWs Nikola ist wahrlich nicht zu beneiden. Aktuell versucht das Unternehmen, verlorenes Vertrauen an den Kapitalmärkten zurückzugewinnen. Doch die Vergangenheit holt den einstigen Börsenstar, der im vergangenen Jahr noch einen höheren Börsenwert als Ford Motors hatte, immer wieder ein. Nach der Beteiligungsabsage von General Motors im vergangenen Jahr scheint sich nun ein weiterer strategischer Partner zurückzuziehen.

    So will die südkoreanische Hanwha Group, die Hälfte seiner Anteile an Nikola veräußern. Hanwha, die von Nikola als wichtiger Partner und strategischer Investor bezeichnet wird, plant den Verkauf von 11,05 Mio. Aktien oder 50% ihres derzeitigen Anteils an dem in Phoenix ansässigen Unternehmen, wie aus einem am Mittwoch eingereichten Wertpapierdokument hervorgeht. Laut einer Unternehmensmeldung soll Hanwha jedoch ein wichtiger strategischer und aktiver Partner bleiben.

    Aktuell fährt Nikola die Strategie, seinen ersten emissionsfreien, brennstoffzellenbetriebenen LKW im Jahr 2023 auf den Markt zu bringen, die erste Phase einer im Bau befindlichen Fabrik in Arizona bis zum Jahresende abzuschließen und die erste von bis zu 700 Wasserstofftankstellen ab dem nächsten Quartal zu bauen. Zu diesem Zweck wollen die US-Amerikaner den Kapitalmarkt anzapfen und weitere 100 Mio. USD einsammeln. Ein Investment in Nikola ist im Moment eine Art Roulette-Spiel. Charttechnisch konnte die wichtige Marke des Dezembertiefs bei rund 12 EUR halten. Positive Meldungen könnten das Papier überproportional beflügeln. Die Shortquote lag zuletzt in der Spitze bei 35%. Auch bei Reddit steht das Unternehmen unter den Top 10 der meistdiskutierten Aktien.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Mehr als 20 Jahre Börsenerfahrung und ein breit gestreutes Netzwerk kann der gebürtige Franke vorweisen. Seine Leidenschaft gilt dem Analysieren verschiedenster Geschäftsmodelle und dem Durchleuchten neuer Trends.

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