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18.09.2020 | 05:55

BioNTech, CureVac, EXMceuticals - mit staatlicher Unterstützung ans Ziel

  • Covid-19
  • Impfstoff
  • Biotech
  • Gesundheit
Bildquelle: pixabay.com

Im Kampf gegen die Verbreitung der Corona Pandemie ist viel Engagement von Seiten der Unternehmen gefordert. Diese Situation bietet zugleich auch die Chance, dass bisherige Arbeitsabläufe und Verfahren überdacht und verändert werden. Darüber hinaus werden Produktangebote ergänzt und nach neuen Möglichkeiten oder Wirkstoffen gesucht, um Covid-19 zu bekämpfen. Das Allgemeinwohl steht vor allem im Fokus der Politik und aus diesem Grund lässt sie die forschenden Unternehmen nicht im Stich und lockt mit Sondergenehmigungen und Subventionen. Letztlich können wahrscheinlich weltweit alle Menschen davon profitieren.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Mario Hose
ISIN: CA30207T1049 , US09075V1026 , NL0015436031

Inhaltsverzeichnis:


    EXMCEUTICALS INC – Natürliche Mittel gegen Corona Viren

    WKN: A2PAW2 ISIN: CA30207T1049 Symbol: 9OM1
    Das kanadische Bioscience-Unternehmen EXMceuticals ist im Kampf gegen die Verbreitung des Corona Virus auf der Suche nach Möglichkeiten, wie mit natürlich auftretenden bioaktiven Substanzen eine Virenbekämpfung mit skalierbaren Maßstäben umgesetzt werden kann. In diesem Zusammenhang hat das Unternehmen mit zwei weiteren Partnern in Portugal das Konsortium mit dem Namen „BioBlockCOVID“ ins Leben gerufen, um gemeinsam funktionelle, natürliche und innovative Biozid-Formulierungen zu entwickeln. Die Europäische Union und Portugal lassen das Konsortium mit diesem Vorhaben nicht allein und unterstützen das Projekt mit rund 0,3 Mio. EUR.

    Die Projektleiterin, Susana Santos, Chief Innovation Officer von EXMceuticals Portugal, nahm dazu wie folgt Stellung: "Wir sind sehr zuversichtlich, dass die in BioBlockCovid umrissenen Konzepte zu neuen praktischen und hochmodernen Lösungen führen werden, die zur Eindämmung der Pandemie beitragen werden. Zusammen mit unseren Partnern, die an Therapien und Impfstoffen arbeiten, haben wir die Absicht, praktische Lösungen zu diesem ernsthaften weltweiten Problem beizutragen. Die Gesamtmission von EXM ist die Kombination sicherer, natürlicher und bioaktiver Stoffe mit fortschrittlichen, nachhaltigen Technologien zur Schaffung von Produkten mit signifikantem Nutzen im Bereich Gesundheit und Wellness."

    BIONTECH SE ADR – Produktionskapazitäten werden aufgestockt

    WKN: A2PSR2 ISIN: US09075V1026 Symbol: 22UA
    Die BioNTech SE aus Mainz hat gestern bekanntgegeben, dass die Gesellschaft eine Produktionsstätte in Marburg von der Novartis AG erwirbt. In dem Werk wird das Unternehmen im kommenden Jahr voraussichtlich bis zu 750 Mio. Impfdosen gegen Covid-19 produzieren und damit die größte Produktionsstätte in Europa werden. Dieses Werk ist eines von insgesamt drei Produktionsstätten von BioNTech. Durch den Kauf erwirbt das Unternehmen nicht nur die notwendigen Anlagen, sondern es übernimmt auch rund 300 erfahrene Mitarbeiter, die bereits am Standort tätig sind.

    „Dieser Zukauf unterstreicht BioNTechs Engagement, die Produktionskapazitäten erheblich zu erweitern, um nach Marktzulassung eine weltweite Versorgung mit einem potentiellen Impfstoff zu ermöglichen. Wir arbeiten eng mit Novartis zusammen, um einen reibungslosen Übergang zu ermöglichen. Wir freuen uns, die neuen Mitarbeiter zu begrüßen und von ihren beeindruckenden Fähigkeiten und ihrer Expertise profitieren zu können. Aus strategischer Sicht wird der neue Standort unser vertikal-integriertes Geschäftsmodell mit weiteren eigenen Produktionskapazitäten für die Herstellung von mRNA sowie Impfstoff-Formulierungen unterstützen", erklärte Dr. Sierk Poetting, Chief Financial Officer und Chief Operating Officer von BioNTech.

    CUREVAC NV – mit staatlicher Unterstützung ans Ziel

    WKN: A2P71U ISIN: NL0015436031 Symbol: 5CV
    Der Börsenneuling CureVac gab kürzlich bekannt, dass das deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung voraussichtlich bis zu 252 Mio. EUR für die Entwicklung eines Covid-19 Impfstoffes erhalten wird. Die Entscheidung hat das Unternehmen zwei Monate nach Antragstellung erhalten. Bereits im Juli 2020 hatte Bundesministerin Anja Karliczek die Anerkennung der Förderfähigkeit von CureVac bekanntgegeben. Entsprechend einer Meilenstein-Regelung wird in 2020 mit 103 Mio. EUR und in 2021 mit 149 Mio. EUR gerechnet. Die staatliche Unterstützung ist ein Sonderprogramm zur Beschleunigung der Forschung und Entwicklung von dringend benötigten Impfstoffen gegen SARS-CoV-2.

    Dr. Franz-Werner Haas, Vorstandsvorsitzender von CureVac, teilte in diesem Zusammenhang mit: „Wir freuen uns sehr über diese wesentliche und wichtige finanzielle Unterstützung und sind uns deren Bedeutung bewusst. Mit dieser erwarteten Förderung werden wir die beschleunigte Entwicklung und Herstellung unseres mRNA-basierten CVnCoV-Impfstoffkandidaten vorantreiben und damit zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie beitragen. Angesichts der hohen Kosten der Impfstoffentwicklung sowie des Aufbaus weiterer Produktionskapazitäten bringt uns dies einen Schritt näher, möglichst rasch einen sicheren und wirkungsvollen Impfstoff zu entwickeln und in hoher Stückzahl zu produzieren.“


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Mario Hose

    In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

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