Menü schließen




25.01.2023 | 05:05

Bayer Aktie bald dreistellig? Barrick Gold und Desert Gold von Analysten gelobt

  • Gold
  • Edelmetalle
  • Chemie
  • Übernahme
  • Kupfer
Bildquelle: Bayer AG

Wird Bayer zerschlagen oder winken dreistellige Kurse? Ersteres fordern Medienberichten zu Folge immer mehr Investoren. Zuletzt wohl auch Bluebell Capital Partners. Gemäß der Nachrichtenagentur Bloomberg fordert der britische Investor den DAX-Konzern auf, die Sparten Crop Science und Pharma zu trennen. Damit könnten Aktionäre 70% Wertsteigerungen winken. Auch Analysten sehen erhebliches Kurspotenzial und halten annähernd dreistellige Kurse für möglich. Gold glänzt ebenfalls wieder. Auch wenn dies insbesondere bei der Explorationsunternehmen noch nicht angekommen ist. Experten sehen beispielsweise bei Desert Gold die Chance auf eine Neubewertung – durch Übernahmefantasie und Bohrergbnisse. Neben B2Gold kommt auch Barrick Gold als Käufer in Frage. Der Branchenprimus wird auch selber zum Kauf empfohlen, trotz schwächelnder Q4 Ergebnisse.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 , BARRICK GOLD CORP. | CA0679011084 , B2GOLD CORP. | CA11777Q2099 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017

Inhaltsverzeichnis:


    Desert Gold: Sorgen Bohrergebnisse und Übernahmefantasie für Neuwertung?

    Eigentlich kann es bei der Aktie von Desert Gold nur noch nach oben gehen. Der Goldpreis steigt, die Verkäufe aus steuerlichen Gründen zum Jahresende (sogenannte "Tax-Loss-Season") sind vorbei und die Kapitalerhöhung zur Fortsetzung eines großen Bohrprogramms ist platziert. Außerdem besteht Übernahmefantasie. Daher sei eine schnelle Neuwertung alles andere aus unwahrscheinlich. Zu diesem Fazit kommen die Experten von researchanalyst.com in ihrem Analyse-Update zum kanadischen Gold-Explorer mit einem spannenden Projekt in Mali.

    In den kommenden Monaten will Desert Gold beweisen, dass ein Minenbetrieb auf dem 440 Quadratkilometer großen SMSZ-Projekt einen hohen ökonomischen Erfolg verspricht. Dazu wird im laufenden Jahr eines Bohrprogramms über 35.000 Meter fortgesetzt. Davon dienen 10.000 Meter ausschließlich der Ressourcenabgrenzung. Mit dem SMSZ-Projekt in Mali besitzt Desert Gold mit 440 qkm eine der größten nicht-produzierenden Landflächen in Westafrika. In der Nachbarschaft befinden sich mehrere produzierende Minen, unter anderem von Barrick Gold, Allied Gold, Endeavour Mining sowie B2Gold. Sollten die kommenden Bohrergebnisse erneut positiv ausfallen, könnte dies zur Übernahme führen.

    Denn B2Gold hat kürzlich die Übernahme des benachbarten Wettbewerbers Oklo Resources gemeldet. Ausschlaggebend war wohl die Nähe zum B2Gold-Tagebau Fekola. Auch Barrick Gold betreibe zwei Minen in der Region. Daher geht researchanalyst.com davon aus, dass die Aktie von Desert Gold in 2023 bei positiven Meldungen aus ihrem Dornröschenschlaf erwachen dürfte (zur vollständigen Studie).

    Barrick Gold: Doch Sprung aufs Übernahmekarussell?

    Neben B2Gold könnte künftig also auch Barrick Gold als Käufer von Desert Gold in Frage kommen. Das Branchenschwergewicht hatte allerdings im vergangenen Jahr kommuniziert, dass man sich derzeit in der Gold-Sparte auf die Entwicklung eigener Projekte konzentrieren würde. Im Fokus steht dabei das Reko Diq Projekt in Pakistan. Ab 2028 soll dort die Produktion in einem der weltweit größten unerschlossenen Kupfer-Gold Projekte starten. Doch sollte sich das Übernahmekarussell im Goldsektor in den kommenden Monaten schneller drehen, könnte auch Barrick unter Zugzwang geraten, um Ressourcen zu sichern und die führende Position zu behaupten. Denn den Status als Branchenprimus will man sicher behalten, so eitel ist das Management. Die finanziellen Möglichkeiten für Übernahmen sind jedenfalls vorhanden: Die Verschuldung wurde in den vergangenen Jahren deutlich gesenkt und operativ läuft es rund, auch wenn die trotz einer Produktionssteigerung in Q4 die geplante Gold-Produktionsmenge nicht ganz erreichen konnte.

    Gemäß vorläufigen Zahlen hat Barrick im Gesamtjahr 4,14 Mio. Unzen Gold gefördert. Dies waren 1% weniger als prognostiziert. Die Kupferproduktion lag mit 440 Mio. Tonnen innerhalb der Prognosespanne von 420 bis 470 Mio. Tonnen. Die Bank of Montreal (BMO) hatte etwas mehr erwartet. Dennoch empfehlen die Analysten die Barrick-Aktie weiterhin mit „Outperform“. Das Kursziel liegt bei 23 USD. Derzeit notiert das Wertpapier bei knapp über 19 USD.

    Bayer: Kursziel 99 EUR

    Über 50% Kurspotenzial wird derzeit der Bayer-Aktie zugesprochen. Sowohl von Analysten, also auch Investoren. Insbesondere aktivistische Investoren und Hedge Fonds scheinen die Bayer-Aktie für 2023 für sich entdeckt zu haben. Dabei wird immer wieder die Sparten Crop Science und Pharmazeutik zu trennen. Befeuert werden die Gerüchte unter anderem von dem Einstieg des US-Investors Inclusive Capital beim Konzern aus Leverkusen. Laut Bloomberg hat Bluebell Capital Partners auch den Börsengang des Bereichs Consumer Health ins Spiel gebracht. So könnte eine Wertsteigerung von 70% für Aktionäre generiert werden. Gestern hat Bernstein Research die Bayer-Aktie erneut mit "Outperform" empfohlen. Das Kursziel liegt bei 94 EUR. Derzeit notiert die Aktie bei 55,58 EUR. Noch optimistischer ist die UBS. Die Analysten der Schweizer Großbank empfehlen die Bayer-Aktie mit einem Kursziel von 99 EUR zum Kauf. Eine Aufspaltung wird derzeit noch von keinem Analysten durchgespielt.


    Bei Bayer beginnt das Jahr alles andere als langweilig. Doch vielleicht winken wirklich bald dreistellige Kurse. Vor einer Neubewertung dürfte Desert Gold stehen, wenn die Bohrergebnisse positiv ausfallen. Barrick Gold ist einfach ein Basisinvestment im Gold-Sektor. Dabei darf nicht vergessen werden, dass der Konzern auch zunehmend auf Kupfer setzt.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 25.01.2023 | 04:44

    Last Generation Aufschwung 2023? TUI, Lufthansa, Alerio Gold, Aurelius – Chancen über Chancen!

    • Gold
    • Rohstoffe
    • Reisen
    • Beteiligungen

    Das Jahr 2023 hat sich in den ersten Wochen von seiner freundlichen Seite gezeigt. Trotz Höchststände in den Indizes gibt es aber Licht und Schatten. So hat die Gesellschaft für Konsumforschung (GFK) jüngst in einer Umfrage herausgefunden, dass die Verbraucher in Deutschland mit deutlich mehr Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung ins neue Jahr gehen. Damit steigt der GFK-Konsumklima-Index zum vierten Mal in Folge. Die Neigung, sich Dinge anzuschaffen, bleibt dennoch auf sehr niedrigem Niveau. Der Neuanschaffungs-Indikator fiel damit um 2,4 Punkte auf minus 18,7 Zähler. Nach wie vor ist die Verunsicherung angesichts von Krisen und Inflation sehr ausgeprägt, vor allem erwarten viele Haushalte in den kommenden Monaten deutlich höhere Heizkostenabrechnungen. Hierfür legen sie Geld auf die Seite, das für andere Ausgaben fehlt. Aktien werden jedoch gekauft, wir nennen ein paar Beispiele.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Fabian Lorenz vom 12.01.2023 | 04:50

    Aktien zum Durchstarten: Nel, Plug Power, BASF, Almonty Industries

    • Rohstoffe
    • Kritische Rohstoffe
    • Wasserstoff
    • Energiewende
    • Chemie

    Die Neujahrsrally läuft! So hat die Nel-Aktie seit Silvester rund 20% an Wert gewonnen. Rückenwind gab es durch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck inklusive Großauftrag aus Deutschland. Analysten sehen weiteres Kurspotenzial. Dies gilt auch für BASF. Beim Chemieriesen sieht ein US-Analyst die Chance auf gute 30% Kursgewinn. BASF sollte vom aktuell stark rückläufigen Gaspreis profitieren. Auch der Agrar-Boom spiele dem Dax-Konzern in die Karten. Vom Boom der Elektromobilität will Almonty Industries in Zukunft noch stärker profieren. Dafür will der Konzern zu einem der führenden Wolfram Produzenten aufsteigen. Im laufenden Jahr 2023 soll die Mega-Mine in Südkorea in Betrieb genommen werden. Die Finanzierung durch die deutsche KfW ist gesichert und Analysten sehen über 100% Kurspotenzial.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 06.01.2023 | 04:44

    Tesla-Aktie crasht weiter! Volkswagen, BYD, Kodiak Copper, Mercedes – E-Mobilität in Not?

    • Kupfer
    • E-Mobilität
    • Automotive
    • Rohstoffe

    Noch ist der Anteil der E-Mobile unter allen Fahrzeugen weltweit im einstelligen Prozentbereich vorzufinden, aber die Wachstumstrends sprechen eine eindeutige Sprache: Die Welt wird sich in der Mobilität elektrifizieren! Wer den Kupferpreis verfolgt, sollte einen wichtigen Punkt beachten. Kupfer ist ein wichtiges Industriemetall, das nicht nur in Autos verbaut wird. Nein, der größte Abnehmer ist die Bau- und Infrastrukturindustrie. Und diese Sektoren leiden unter der extremen Inflation, den hohen Zinsen und der dadurch ökonomisch sinkenden Nachfrage. Heißt für den Kupferpreis aktuell natürlich auch keine überbordende Knappheit und somit sinkende Preise von rund 5,00 auf aktuell etwa 3,80 USD je Pfund. Wie bei allen Rohstoffen ist also das Timing im Konjunkturverlauf die entscheidende Determinante für den Anlageerfolg. Welche Aktien stehen jetzt im Fokus?

    Zum Kommentar