Menü schließen




29.12.2021 | 04:44

Allianz, Prospect Ridge Resources, Amazon – Wer wird in 2022 Tesla folgen?

  • Finanzen
  • Technologie
  • Edelmetalle
Bildquelle: pixabay.com

Das Börsenjahr 2021 geht als Rekordjahr in die Geschichte ein. In der elitären Gruppe der fünf größten Technologieunternehmen, den sogenannten FAANGs, sind Alphabet und Apple auf dem besten Weg, den Anlegern in diesem Jahr die besten Renditen zu liefern. Die Aktien des digitalen Werberiesen und Mutterkonzerns der Google-Suchmaschine sind in diesem Jahr um mehr als 70% gestiegen, während der iPhone-Hersteller um 39% zugelegt hat. An der NDX-Spitze stehen nach einer Rallye in den letzten Tagen aber mit +164 bzw. 82% die Aktien von Nvidia und Tesla. Diese Ergebnisse wurden in einem Umfeld erzielt, in dem viele Unternehmen mit Unterbrechungen der Lieferkette, Arbeitskräftemangel und steigenden Materialkosten zu kämpfen hatten. Ist das in 2022 überhaupt noch zu toppen?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: Prospect Ridge Resources Corp. | CA74358Q1054 , ALLIANZ SE NA O.N. | DE0008404005 , AMAZON.COM INC. DL-_01 | US0231351067

Inhaltsverzeichnis:


    Allianz – Stabiles Wachstum trotz einiger Großschäden

    Das Börsenjahr 2021 war für die Allianzgruppe kein Rekordjahr. Stürme, Hagel und die Flut-Katastrophe von Ahrweiler haben die Schadenbilanz entsprechend angereichert. Im Anlageportfolio stiegen zumindest Aktien und Immobilien, mit Bonds ließ sich nicht wirklich Geld verdienen. Anfang Dezember hat die Allianz Group nun ihre Strategie für 2022 bis 2024 bekannt gegeben. Demnach erwartet der Versicherer ein jährliches Wachstum des Gewinns je Aktie von 5 bis 7% sowie eine Eigenkapitalrendite von mindestens 13%, wie es in einer Studie von Independent Research bestätigt wird.

    Im Umsatz rechnet der Versicherer damit, in den nächsten drei Jahren einen Zufluss von rund 12 Mrd. EUR zu generieren. Dies steht auf dem Fundament eines anhaltenden Wachstums in allen Geschäftssegmenten und einer erfolgreichen Transformation dieser Bereiche. Auch die zunehmende Digitalisierung schafft neue Geschäftsmöglichkeiten und senkt die Kosten. Darüber hinaus wird der Versicherer seine Dividendenpolitik anpassen. Bereits für das Geschäftsjahr 2021 ist geplant, eine Ausschüttungsquote von 50% des bereinigten Nettoergebnisses oder 5% Wachstum gegenüber dem Vorjahr umzusetzen. Voraussetzung ist eine stabile Solvabilitätsquote von zukünftig mindestens 150% (bisher: 180%), sie stand Ende Q3-2021 bei ausgiebigen 207%.

    Charttechnisch steckt der Allianz-Aktienkurs in einem breiten Seitwärtstrend zwischen 183 und 223 EUR fest. Handelssignale ergeben sich damit erst bei einem Ausbruch nach unten oder nach oben, beim aktuellen Kurs von 208 EUR befindet man sich genau in der Mitte. Verbleibt nur ein Verweis auf die exzellente Positionierung und eine Dividendenrendite von geschätzten 5,4% für 2022.

    Prospect Ridge Resources – Mit praller Kasse ins nächste Jahr

    Auf ein ebenso erfolgreiches Jahr kann der kanadische Explorer Prospect Ridge Resources (PRR) zurückblicken. Rückblickend schloss das Unternehmen zwei große Akquisitionen der Grundstücke Holy Grail und Knauss Creek ab, die sich beide im Norden von British Columbia befinden. Das schuldenfreie Unternehmen besitzt nun Liegenschaften von über 70.000 Hektar, in Voruntersuchungen wurden dort insgesamt 6 Zonen mit sichtbarem Gold identifiziert. Der Holy Grail-Block umfasst 12 hochgradige Gold- und Silber-Hartgestein-Minen in einem Umkreis von 15 Kilometern. Das zweite Projekt nähe Val d´Or umfasst 839 Hektar und besteht aus 15 Claims. Derzeit gibt es vier Ziele, die für Bohrungen im Frühjahr 2022 vorbereitet sind und für die schon Genehmigungsanträge eingereicht wurden.

    Das Unternehmen ernannte den Mitbegründer und ehemaligen Chairman von Fortuna Silver Mines Michael Iverson zu seinem neuen CEO und Direktor. Die Investoren in PRR waren auch zum Jahresende ausgabenfreudig und stellten dem Unternehmen in einer Platzierung weitere 8,5 Mio. CAD zur Verfügung, ganze 5,3 Mio. CAD liegen noch auf dem Konto. Die Aktie von Prospekt Ridge Resources ist in Frankfurt noch ein Neuling, die Anzahl der vollverwässerten Aktien beträgt derzeit 59,6 Mio. Stück. Damit stellt sich die aktuelle Kapitalisierung auf etwa 53 Mio. CAD. In einem verbleibenden inflatorischen Umfeld kann die PRR-Aktie mit guten Ergebnissen in 2022 voll durchstarten.

    Amazon – Der e-Commerce und Cloud-Blockbuster wächst und wächst

    Im Pandemie-Umfeld nicht zu bremsen, ist die operative Entwicklung des größten Online-Händlers der Welt Amazon. Weil die Aktie seit 5 Jahren nur den Weg nach Norden kennt, gab es in 2021 trotzdem eine kurze Pause in der Aufwärtsentwicklung. Die Aktie startete zu Jahresanfang bei 3.300 und landete nach einem vorübergehenden Anstieg auf 3.773 USD bei moderaten 3.400 USD zum Jahresende. Mit einer Marktkapitalisierung von 1,74 Billionen USD gehört Amazon zu den „BIG 5“ der amerikanischen Börse.

    Interessant bleibt ein Blick auf die nächsten Jahre 2022-2024. Der Umsatz soll ausgehend von 470 Mrd. auf 733 Mrd. USD in 2024 steigen, was immerhin einen Anstieg von 56% bedeutet. Auf der Ertragsseite prognostizieren die Analysten eine Entwicklung von 41,11 auf 110,21 USD, das KGV sinkt damit bei gleichbleibendem Kurs von knapp 83 auf unter 30. Der Free-Cashflow wird sich in den 3 Jahren auch über 75 Mrd. USD aufschwingen. Dieser phänomenale Anstieg ist aber nicht dem Retailgeschäft, sondern klar den boomenden Cloudservices über die Servertochter AWS geschuldet.

    Für die Amazon-Aktie könnte es in 2022 somit wieder deutlich nach oben gehen, denn im Hinblick auf die Performance anderer FAANG-Aktien hat sich beim Online-Riesen in 2021 nur sehr wenig getan. Jeff Bezos Imperium sollte wegen der Marktstellung in jeder größeren Korrektur aufgestockt werden.


    Der Hype an der NASDAQ will auch zum Jahresende nicht abebben. Apple, Tesla und Microsoft peitschen den Index vor sich her. „The Trend is your Friend“ sagt der Börsenprofi, also sollte man wohl „long“ bleiben. Allianz und Amazon sind zwei Standartwerte, Prospect Ridge könnte im aktuellen Inflationsumfeld richtig Gas geben.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 15.06.2022 | 05:58

    SAP, BrainChip Holdings, Infineon – Chip-Aktien vor der nächsten Welle!

    • Technologie
    • Chips
    • Zinserhöhung
    • Investments

    Die aktuelle Zinsentscheidung wirft ihre Schatten voraus, die Marktteilnehmer sind aufgrund der horrend steigenden Inflationsraten verunsichert. Im Kampf gegen die Teuerung dürfte die US-Notenbank FED ihre Bilanz weiter eindampfen und aggressivere Zinsschritte einläuten. Jedoch besteht dann die Gefahr, die Wirtschaft erheblich zu schwächen. Das makroökonomische Bild würde sich dadurch gravierend verschlechtern und die Gefahr, dass die USA in eine Rezession schlittern, deutlich erhöhen. Die größten Verlierer einer größeren Zinsanhebung dürften weiterhin zinssensible Wachstumswerte sein. Jedoch ist bei vielen Titeln ein derartiges Szenario bereits eingepreist.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 08.06.2022 | 04:44

    Split-Fantasie: Amazon, Aspermont, Alibaba, Tencent – Nach dem Ausverkauf ist vor der Rallye!

    • Technologie
    • China
    • E-Commerce

    In Haussebewegungen werden Aktien immer teurer und teurer. Private Kleinanleger können sich dann eine Amazon-Aktie bei 3.000 USD einfach nicht mehr leisten und bleiben als Investoren fern. US-Technologiewerte wenden daher oft den 'Split' als Trick an. Im Fall von Amazon erhält der Anleger in diesen Tagen zu einer gehaltenen Aktie weitere 19 Stück ins Depot gebucht. Rein rechnerisch verbilligt sich das Unternehmen dadurch zwar nicht, aber optisch wird der Wert um 95% günstiger angezeigt als zuletzt vor dem Split. Meistens steigt die Aktie wieder sehr schnell, denn jetzt können wieder kleinere Tranchen an der Börse abgewickelt werden. Aber es ist nicht immer so. Wir blicken in diesem Zusammenhang auf weitere Tech-Titel mit mehr als 100% Potenzial.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 07.06.2022 | 04:44

    Rheinmetall, ThyssenKrupp, Defense Metals, Airbus: Mit diesen Blockbuster-Aktien gegen den Krieg

    • Rüstungsindustrie
    • Technologie
    • Seltene Erden
    • Kritische Rohstoffe

    Die Bundesregierung hat die Notwendigkeit einer schlagkräftigen Armee bekräftigt und vor der Pfingstpause das 100 Mrd. EUR Sondervermögen grundgesetzmäßig verankert. Warum das Grundgesetz dafür herhalten musste, lag angeblich an der Budgetfrage, denn gerade die roten und grünen Regierungsmitglieder wollen den allgemeinen Haushalt nicht durch Verteidigungsausgaben geschmälert wissen. Nun ist sie wieder da, die Umkehrung der „Friedensdividende“, lange Jahre konnte gerade Deutschland von der Senkung der Rüstungsausgaben profitieren. Die NATO begrüßt die deutschen Beschlüsse und sieht in Deutschland nun wieder einen zahlenden „Vollpartner“. Damit ist auch die Trump-Forderung einer stärkeren Beteiligung Berlins an den NATO-Friedenskosten endlich ad acta gelegt. Wo liegen nun die Chancen für die Anleger?

    Zum Kommentar