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15.06.2021 | 05:08

Aixtron, Aspermont, LPKF – Startschuss für weitere Kursgewinne

  • Medien
  • Transformation
  • Technologie
Bildquelle: pixabay.com

Die Rahmenbedingungen an den Kapitalmärkten bleiben in der kurzfristigen Perspektive positiv. Liquiditätsschwemme, staatliche Hilfen und Förderprogramme sowie die Fortschritte in der Bekämpfung der Pandemie, lassen kritische Faktoren wie die massiv steigende Inflation in den Hintergrund treten. Wenn es läuft, läuft es eben. Warum dann nicht in dem Aufwärtstrend auf Aktien setzen, die zuletzt sehr gute Neuigkeiten geliefert haben und mit denen Anleger bestimmt den Markt outperformen können? Wir stellen Ihnen drei chancenreiche Papiere vor. Wer macht das Rennen?

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Carsten Mainitz
ISIN: AU000000ASP3 , DE000A0WMPJ6 , DE0006450000

Inhaltsverzeichnis:


    AIXTRON SE – Aktie legte letzte Woche um 30% zu

    Der Kurs der Aachener ist letzte Woche um 30% in die Höhe geschossen und auf ein 10-Jahreshoch gestiegen. Bei Kursen um die 22,50 EUR ist der MDAX-Wert nun mit 2,6 Mrd. EUR bewertet. Der Konzern hatte kurzfristig eine Reihe von Großaufträgen realisieren können und erwartet auch für den Rest des Jahres eine starke Kundennachfrage. Dies veranlasste das Management, die Prognose für das laufende Geschäftsjahr zu erhöhen.

    Der LED- und Chipindustrieausrüster erwartet nun Auftragseingänge in einer Bandbreite zwischen 420 Mio. und 460 Mio. EUR (bisher 340 Mio. bis 380 Mio. EUR). Zudem wird eine Umsatzsteigerung auf 400 Mio. bis 440 Mio. EUR avisiert, das sind 80 Mio. EUR mehr als zuvor. Sehr erfreulich ist damit auch die Ausweitung der operativen Gewinnspanne verbunden. Die EBIT-Marge soll nun 20% bis 22% betragen, zuvor lag die Messlatte bei rund 18%. Analysten reagierten auf die verbesserte Unternehmens-Guidance mit erhöhten Prognosen und Kurszielen. Die Privatbank Berenberg traut dem Papier zum Beispiel nun binnen Jahresfrist 28 EUR zu.

    Der Spezialmaschinenbauer gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Depositionsanlagen für die Halbleiterindustrie, sowohl um im industriellen Maßstab zu produzieren, aber auch um Anlagen für die Forschung und Entwicklung (F&E) und Vorserienproduktion bereitzustellen. Die erzeugten Bauelemente werden in einer Vielzahl innovativer Anwendungen, Technologien und Industrien eingesetzt. Dazu gehören beispielsweise Laser-, LED-, und Displaytechnologien, Datenübertragung, Kommunikation, Signal und Lichttechnik sowie viele weitere anspruchsvolle High-Tech-Anwendungen. Und die Nachfrage steigt stetig, wodurch die Gesellschaft auch aufgrund der Marktstellung regelmäßig als Übernahmekandidat gehandelt wird. Treiber der Nachfrage bleibt der Wunsch nach höherer Energieeffizienz, Verarbeitungs- und Übertragungsgeschwindigkeit von Daten sowie nach 3D-Sensorik-Anwendungen und innovativen Displaytechnologien.

    ASPERMONT LIMITED – Skalierung und Monetarisierung lauten die Zauberworte

    Die australische Gesellschaft Aspermont ist der führende Mediendienstleister für die globale Rohstoffindustrie. Die Gesellschaft ist mit den beiden dienstältesten, regelmäßig erscheinenden Publikationen für den Bergbau-Sektor Mining Journal und Mining Magazine Marktführer. Die Umstellung von Print auf Medien dauerte, der Erfolg hat sich aber eingestellt. Die digitale Transformationsstrategie umfasste u.a. die Einführung eines XaaS-(Anything as a Service)-Modells für B2B-Medien, das hochwertige Inhalte kostenpflichtig an ein wachsendes globales Publikum vertreibt. Dieses vielseitige Modell kann skaliert werden, um neue Geschäftsbereiche in neuen Ländern und Sprachen zu bedienen.

    Als globaler B2B-Dienstleister, dessen Erfolg auf den genannten Publikationen fußt, kommt die riesige Datenbank mit mehr als 7 Mio. ausgewählten Kontakten in Führungspositionen als ein entscheidendes Asset dazu. Diese Daten werden nun schrittweise monetarisiert. Das stark skalierbare Dienstleistungsspektrum als XaaS umfasst in erster Linie „Content“. Zudem hebelt das Cross-Selling den wirtschaftlichen Erfolg. Während der Corona-Pandemie gründete Aspermont die neue Sparte Virtual Event & Exhibition (VEE). Dies war ein Treffer ins Schwarze. Für die VEE-Plattformen ist es Aspermont in kürzester Zeit gelungen, auch abseits der Fokusbranchen, über 100 neue Geschäftskunden zu akquirieren. Die schuldenfreie Gesellschaft ist derzeit mit 68 Mio. AUD bewertet und sollte mittelfristig aufgrund des riesigen Skalierungs- und Wachstumspotenzials deutlich höher notieren.

    LPKF LASER & ELECTRONICS AG - Signalwirkung

    Auch bei LPKF läuft es rund. Das Technologieunternehmen hat kürzlich einen Folgeauftrag aus der Halbleiterbranche erhalten. Nachdem ein weltweit führender Chiphersteller bereits Anfang 2020 ein erstes LIDE-System installiert und nach einer Qualifizierungsphase zunächst für die eigene Produktentwicklung genutzt hat, hat der Kunde nun weitere LIDE-Systeme bestellt, um in die Volumenproduktion von elektronischen Bauteilen mit Chipgehäusen aus Glas einzusteigen. Obwohl das Volumen des Auftrags mit 5 bis 8 Mio. EUR überschaubar ist, sieht die Gesellschaft darin eine große Signalwirkung.

    Mit dem von LPKF entwickelten LIDE-Verfahren (Laser Induced Deep Etching) ist es möglich, dünnes Glas schnell, präzise und ohne Beschädigungen zu bearbeiten. Somit ist das Verfahren gewissermaßen eine Grundlagentechnologie für viele Bereiche der Mikrosystemtechnik, wo die Fertigung von Mikrochips, Displays oder Sensoren im Mittelpunkt steht. Mit diesem ersten Einsatz der LIDE-Systeme in der Serienproduktion konnte LPKK nun einen wichtigen Meilenstein erreichen und unterstreicht damit die Rolle als führender Anbieter von laserbasierten Lösungen für die Technologieindustrie. Die 1976 gegründete Gesellschaft ist derzeit bei Kursen von knapp 26 EUR mit rund 630 Mio. EUR bewertet.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Carsten Mainitz

    Der gebürtige Rheinland-Pfälzer ist seit mehr als 25 Jahren leidenschaftlicher Börsianer. Nach seinem BWL-Studium in Mannheim arbeitete er als Journalist, im Equity Sales und viele Jahre im Aktienresearch.

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